Die Anordnung des Papstes trägt den Titel "Wie eine liebende Mutter". An Härte lässt sie aber nichts zu wünschen übrig. Bischöfe und auch Ordensobere sollen künftig ihres Amtes enthoben werden können, wenn sie nachlässig mit Missbrauchsvorwürfen umgehen. Entsprechende Vorwürfe sollen in Rom untersucht werden.
Bisher konnten Bischöfe nur "aus schwerwiegenden Gründen" ihr Amt verlieren - eine nachlässige Amtsführung gehörte nicht dazu. In der Vergangenheit hatten die Missbrauchsskandale in der katholischen Kirche auch einige Bischöfe betroffen. Ihnen war vorgeworfen worden, Taten zu vertuschen, die Täter zu decken und eine strafrechtliche Aufarbeitung der Fälle zu verhindern. In einigen Fällen waren Priester, die Kinder und Jugendliche missbraucht hatten, einfach versetzt worden, manch einer hatte in seiner neuen Gemeinde neue Taten begangen.
Die neue Regelung hilft den Missbrauchsopfern in der katholischen Kirche allerdings nur bedingt weiter, denn sie gilt nicht rückwirkend und soll am 5. September in Kraft treten.
Die neue Regelung hilft den Missbrauchsopfern in der katholischen Kirche allerdings nur bedingt weiter, denn sie gilt nicht rückwirkend und soll am 5. September in Kraft treten.
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- alles Augenwischerei? Das weltweit größte Netzwerk von Betroffenen sexuellen Missbrauchs durch Angehörige der Kirche (snapnetwork.org) warnt vor einer Euphorie über das Apostolische Schreiben des Papstes. "Pope Francis Scraps Abuse Tribunal for Bishops Who Cover Up Pedophile Priests" (nbcnews.com)
- Victims "very skeptical" of new Vatican abuse policy (snapnetwork.com)