Dienstag, 27. Oktober 2015

Bistum Aachen: Verurteilung von Ex-Pfarrer rechtskräftig

Die Verurteilung des ehemaligen Pfarrers Georg K. aus dem Bistum Aachen wegen sexuellen Missbrauchs ist rechtskräftig. Der Bundesgerichtshof hat die Revision gegen das Urteil als unbegründet zurück gewiesen. Der Ex-Pfarrer hat über Jahre hinweg Jungen sexuell missbraucht und muss dafür sechs Jahre ins Gefängnis.

Quelle: wdr.de

Freitag, 23. Oktober 2015

Missbrauch, Gewalt und sexuelle Übergriffe in Einrichtungen der Caritas Wien: Bisher 48 Betroffene

Die Caritas Wien hat historische Fälle von Gewalt, Missbrauch und sexuellen Übergriffen in ihren Großeinrichtungen aufarbeiten lassen. Dazu beleuchtete die Sozialpädagogin und Psychoanalytikerin Tanja Kraushofer seit Herbst 2012 Vorgänge in vier Einrichtungen. Am Mittwoch wurde ihr Bericht "Erinnern hilft vorbeugen" präsentiert: 48 von Gewalt betroffene Personen haben sich demnach bisher gemeldet.

Die meisten Vorfälle betreffen die Zeit von 1950 bis 1980, einige aber auch die jüngere Vergangenheit. Es sei anzunehmen, dass sich weitere Betroffene melden, sagte Caritas-Wien-Generalsekretär Klaus Schwertner.

Freitag, 16. Oktober 2015

Bistum Aachen: Pfarrer K. - Revision abgelehnt

Willich. Es hat Jahre gedauert, bis die Straftaten des aus Willich stammenden Pfarrers Georg K. vor Gericht landeten. Im Februar wurde er wegen sexuellen Missbrauchs zu sechs Jahren Haft verurteilt. Sein Verteidiger hatte Revision beim Bundesgerichtshof eingelegt. Die ist jetzt nach Informationen der WZ gescheitert. Was bedeutet: Strafrechtlich ist das Verfahren beendet.

Noch nicht vorbei ist die Angelegenheit für die Missbrauchs-Opfer des Willichers. Soweit die Straftaten in Deutschland geschahen, haben diesen nun gute Möglichkeiten, auf Schadenersatz oder Schmerzensgeld zu klagen. „Mit einem Urteil im Rücken ist das für ein Zivilverfahren etwas leichter“, erklärt ein Staatsanwalt, der seinen Namen nicht nennen möchte. Schwieriger ist die Sache bei den Kindern, die in Südafrika Opfer von Georg K. wurden. Auch dort hatte es einen Prozess gegeben, der am Ende aber eingestellt worden war. Das geschah auch im Hinblick darauf, dass die Ermittlungsergebnisse über die Straftaten in Deutschland schon ausreichen würden. So stehen die Familien ohne gültiges Urteil da.

Sobald das Urteil rechtsgültig ist, geht es zur Glaubenskongregation nach Rom. Diese entscheidet letztlich über eine Enthebung aus dem Klerikerstand.


Dienstag, 13. Oktober 2015

sexueller Missbrauch durch Angehörige der katholischen Kirche: Gericht verurteilt Bischof wegen Missbrauch zu Haftstrafe

Wegen des sexuellen Missbrauchs von 18 jungen Priestern ist ein ehemaliger englischer Bischof zu einer Gefängnisstrafe von zwei Jahren und acht Monaten verurteilt worden. 

Die Vorwürfe gegen den früheren Bischof von Lewes waren bereits vor mehr als 20 Jahren laut geworden, einer Anklage hatte er sich aber damals auch wegen eines Fürsprechers aus der königlichen Familie entziehen können. Vergangenen Monat hatte der Geistliche sich schuldig bekannt. Für den "systematischen Vertrauensmissbrauch" des Bischofs gebe es "keinerlei Entschuldigung", teilte die Kirche von England mit, die wie andere Kirchen auch mit Missbrauchsvorwürfen ringt.

den vollständigen Artikel auf "n-tv.de" lesen

Retired bishop Peter Ball jailed for sex assaults
Peter Ball, 83, was sentenced to 32 months for misconduct in public office and 15 months for indecent assaults, to run concurrently. The former Bishop of Lewes and Bishop of Gloucester used "religion as a cloak" to carry out the abuse between the 1970s and 1990s, the court heard.
den vollständigen Artikel auf "theguardian.com" lesen

Freitag, 9. Oktober 2015

sexueller Missbrauch durch Angehörige der katholischen Kirche: Italienischer Priester im TV: "Pädophilie kann ich verstehen"

Jetzt hat ein Priester aus dem norditalienischen Trient die ohnehin schwierige Debatte um sexuelle Minderheiten und Pädophilie in der katholischen Kirche weiter befeuert. Auf die Frage, ob gleichgeschlechtliche Liebe unter Gläubigen ein Problem darstelle, antwortete der 75-jährige Gino Flaim dem TV-Sender La7: "Pädophilie kann ich verstehen, Homosexualität, ich weiß nicht."

Als die Reporterin Giorgia Gay nachhakte, erklärte der Mitarbeiter der Kirche San Giuseppe e Pio X: "Leider (!!!, sic!) gibt es Kinder, die Zuneigung suchen, weil sie diese zu Hause nicht bekommen, und dann suchen sie sich einen Priester, und mancher gibt nach."

Dass es Homosexualität in der Kirche gebe, verwundere ihn nicht, fuhr Flaim fort. Schließlich sei die Kirche "eine Gemeinschaft von Sündern". Auch Pädophile "sind Sünder und als solche werden sie auch aufgenommen. Wer in solch einer Situation lebt, mit Pädophilie oder Homosexualität, der leidet und versucht, auf jede erdenkliche Weise da rauszukommen."

den vollständigen Artikel auf "spiegel.de" lesen

Anmerkung ca:
Herr, vergib ihm. Denn er weiß offenbar nicht, was er da sagt. - Vielleicht auch nur noch eine Frage der Zeit, bis ein Priester ein Kind wegen sexueller Nötigung anzeigt. 

Freitag, 2. Oktober 2015

Bistum Mainz: Kita-Skandal: Erzieherin widerruft Vergleich

Nach dem Skandal an einer katholischen Kita in Mainz hatte sich eine entlassene Erzieherin mit ihrem ehemaligen Arbeitgeber vor Gericht auf einen Vergleich geeinigt. Nun zog sie die Übereinkunft zurück.

Der Frau und sechs ihrer Kollegen war nach mutmaßlichen sexuellen Übergriffen unter Kindern in der Kita gekündigt worden, weil sie ihre Aufsichtspflicht verletzt haben sollen. Sechs Erzieherinnen wehren sich gegen den Rausschmiss. Drei weitere Fälle werden ebenfalls vor Gericht verhandelt. In zwei Fällen versuchen sich die Parteien außergerichtlich zu einigen. (dpa/lrs)

Freitag, 18. September 2015

Verdacht auf Sexualdelikte: Tessiner Ex-Priester festgenommen

Gegen einen 64-jährigen Priester aus der Region um Lugano ist wegen Verdachts auf diverse sexuelle Vergehen ein Strafverfahren eröffnet worden. Dem Mann werden vor allem sexuelle Handlungen mit Abhängigen zur Last gelegt. Er wird im selben Zusammenhang verdächtigt, eine Reihe von weiteren strafrechtlich relevanten Delikten begangen zu haben.

Der Priester, der festgenommen wurde, sei nicht mehr im Amt, teilte die Tessiner Staatsanwaltschaft am Donnerstag mit. Weitere Informationen wollte sie aber nicht bekannt geben.

Donnerstag, 17. September 2015

Bistum Mainz / Weisenau: Ermittlungen rund um Vorfälle in KiTa dauern weiter an

Nach Angaben der Mainzer Staatsanwaltschaft ist noch nicht abzusehen, wie lange das Verfahren noch dauern wird. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft stehen noch einige Gutachten aus. Diese bezogen sich in erster Linie auf die Aussagen einiger Kinder. Nach wie vor würden auch Zeugen verhört - dazu gehören unter anderem die Kinder und deren Eltern. Außerdem müssten die betroffenen Erzieherinnen noch gehört werden, so die Staatsanwaltschaft.

Mittwoch, 16. September 2015

Wien: Priester verging sich an Brüderpaar

Ein katholischer Priester hat sich am Mittwoch vor dem Wiener Straflandesgericht verantworten müssen, weil er zwei Burschen aus seiner Gemeinde jahrelang sexuell missbraucht haben soll. Der 45-jährige Kolumbianer war mit der Familie des Brüderpaars befreundet und hatte mit ihr viel Zeit verbracht. Vor dem Schöffensenat war er nun geständig.

Der 45-Jährige war Anfang der 1990er-Jahre nach Wien gekommen, um Theologie zu studieren. 2002 wurde er zum Priester geweiht...

den vollständigen Artikel auf "österreich.at" lesen

Donnerstag, 10. September 2015

Erzbistum Köln: Erftstädter Pfarrer weist in Pfarrbrief auf Pseudoerinnerungen bei sexuellem Missbrauch hin



"Erinnerungen sind trügerisch:

Und vor Gericht kann das zu dramatischen Fehlurteilen führen. Heißer Artikel in der Wochenzeitschrift „Die Zeit“ Nr. 33/2015, S. 29, 13. August.

Der Fall: Der Täter soll elf Jahre zuvor in einer Ferienfreizeit ein siebenjähriges Mädchen sexuell missbraucht haben. Das Amtsgericht glaubt der inzwischen jungen Frau. Der Täter, der seine Unschuld beteuert, wurde zu drei Jahren Haft verurteilt. Er verliert darüber seine Frau und seine Arbeit und muss mit dem schrecklichen Vorwurf leben.  Kein Einzelfall. Nach fünf Jahren wird er freigesprochen. Warum?: Er hat sich die Psychologin Beate Daber an Land gezogen, die weiß, dass
nach Jahren Pseudoerinnerungen entstehen können, die nicht mehr mit der Wirklichkeit übereinstimmen.

Hirnforscher beweisen seit langem, wie unzuverlässig unser Gedächtnis ist: Wir vergessen nicht nur, wir vereinfachen, wir verdrehen, wir halten Gelesenes und Gelerntes für Erlebtes. Und diese geistige Unschärfe führt vor Gericht und im Polizeiverhör zu Fehlurteilen. Schon Worte können verändern: Experiment: „Wie schnell waren die Autos, die zusammenstießen?“ oder: „Wie schnell waren die Autos, die zusammenkrachten“, ließ die Versuchsteilnehmer schon zehn Kilometer pro Stunde höher schätzen! „Das Gedächtnis ist leicht zu manipulieren“, sagen Fachleute. Die Opfer lügen dabei nicht, weil sie die Erinnerungen für echt halten, und die vermeintlichen Täter glauben oft wirklich, dass sie es waren. Und wie kann es sein, wenn eine vermeintliche Tat 35, 40, 45 Jahre zurückliegt?"

(Verfasser nicht angegeben, was schon etwas verwundert, wenn man bedenkt, dass normalerweise Weise unter dem Artikel auf der 1. Seite folgendes steht: "Ihr W. Hoffsümmer" (!) )






Dienstag, 8. September 2015

ehemaliger Bischof gesteht sexuellen Missbrauch an 18 (!) Jungen

Victims of a former bishop who abused 18 boys and young men over 15 years yesterday accused the Church of a high-level ‘cover-up’.

den vollständigen Artikel auf "dailymail.co.uk" lesen

Peter Ball, the former bishop of Lewes and Gloucester, pleaded guilty on Tuesday morning to two counts of indecent assault relating to two young men and one charge of misconduct in public office, which relates to the sexual abuse of 16 young men over a period of 15 years from 1977-1992.


Ex-bishop admits sex abuse 20 years after victims complained: A former Church of England bishop has admitted sexually abusing 18 young men decades after his victims first complained.




Freitag, 4. September 2015

sexueller Missbrauch durch Angehörige der katholischen Kirche: "Spotlight" - Kindesmissbrauch in der Kirche erschüttert Fimfest


Trailer "Spotlight"


Stanley Tucci hofft auf Reformen in katholischer Kirche

US-Schauspieler Stanley Tucci, bekannt aus so unterschiedlichen Filmen wie "Die Tribute von Panem" und "Der große Crash", setzt große Hoffnungen auf Papst Franziskus (78). "Falls es Jemanden gibt, der den Missbrauch von Kindern stoppen kann, dann ist er es", sagte der 54-Jährige am Donnerstag beim Filmfest Venedig.

Dort stellte er den auf wahren Begebenheiten beruhenden Beitrag "Spotlight" über sexuellen Missbrauch durch katholische Priester und das systematische Wegschauen der Kirche vor. "Ich bin deutlich pessimistischer, was den Wandel in der katholischen Kirche angeht", ergänzte hingegen "Spotlight"-Regisseur Thomas McCarthy (49). "Worte sind eine Sache, aber Taten eine andere." Es bleibe abzuwarten, was sich wirklich ändere. "Ich fände es toll, wenn der Papst diesen Film sehen würde."



Ein Film über den systematischen Missbrauch von Kindern durch katholische Priester hat die Zuschauer beim Filmfest Venedig aufgewühlt.

Ein Film über den systematischen Missbrauch von Kindern durch katholische Priester hat die Zuschauer beim Filmfest Venedig aufgewühlt. "Spotlight" basiert auf wahren Begebenheiten und erzählt von Journalisten der US-Zeitung "The Boston Globe", die 2002 den jahrzehntelangen Missbrauch sowie das Wegschauen der Kirche und des Justizsystems aufdeckten. Dafür gab es später den Pulitzer Preis.




 Die Recherchen zeigten ebenfalls, dass Missbrauch unter dem Deckmantel der katholischen Kirche auch in Großbritannien und anderen Ländern erfolgt war. "


Opfer von Ex-Nuntius Wesolowski fordern Schadenersatz


Kurz nach dem Tod des ehemaligen Papstbotschafters in der Dominikanischen Republik, Jozef Wesolowski, fordern dessen Missbrauchsopfer vor Gericht Schadenersatz.

Der Vatikan habe bereits Entschädigungszahlungen in Aussicht gestellt, ohne dabei auf die Höhe der Summe einzugehen. Ein Sprecher der Betroffenen hatte auf einer Pressekonferenz in Santo Domingo angekündigt, Schadenersatzforderungen zu stellen. Die Gruppe der Betroffenen meldete sich bereits bei der Staatsanwaltschaft des Hauptstadtbezirks, um ihre Ansprüche geltend zu machen.

Der aus Polen stammende Wesolowski wurde 2009 zum Nuntius in der Dominikanischen Republik ernannt und hatte dort der vatikanischen Staatsanwaltschaft zufolge mehrere Buben im Alter von 13 bis 16 Jahren sexuell missbraucht.Zudem soll er „enorme Mengen“ kinderpornografischen Materials besessen haben. 


den vollständigen Artikel auf "religion.orf.at" lesen

Mittwoch, 2. September 2015

Admont: Verfahren gegen Pater wegen Sex mit Jugendlichen eingestellt

Das Verfahren gegen einen Admonter Pater, der sexuelle Handlungen mit zwei Jugendlichen aus der Obersteiermark vollzogen hatte, ist von der Staatsanwaltschaft Leoben eingestellt worden. Zum einen habe kein Autoritätsverhältnis bestanden, zum anderen war kein Vorsatz einer Belästigung nachweisbar, sagte Sprecherin Nicole Dexer am Mittwoch auf APA-Anfrage.

"Es gab diese geschlechtlichen Handlungen, aber für den Beschuldigten war nicht erkennbar, dass sie gegen den Willen der Burschen waren", erklärte die Staatsanwältin weiter. Die jungen Männer sollen mehrmals in Kontakt mit dem Geistlichen gewesen, jedoch nicht unter Erziehung, Ausbildung oder Aufsicht des Verdächtigen gestanden sein. Daher liege kein Missbrauch eines Autoritätsverhältnisses vor.

Dienstag, 1. September 2015

Vatikan: Stille statt Predigt bei Requiem für Wesolowski


Totenmesse für Ex-Nuntius Wesołowski fand im Ritus für Laien statt
Das Begräbnis von Józef Wesołowski, des ehemaligen Apostolischen Nuntius der Dominikanischen Republik und Titularerzbischofs, fand nicht im Ritus für Bischöfe, sondern für Laien statt. Wesołowski war von der Glaubenskongregation des sexuellen Kindesmißbrauchs für schuldig befunden und in den Laienstand zurückversetzt worden.

Kurienerzbischof Krajewski hielt jedoch keine Predigt. Er forderte auf, „in Stille über den großen Schatz nachzudenken, den uns der Herr mit der Eucharistie geschenkt hat und ihn für unseren Bruder Józef darzubieten“. Es folgte eine lange Stille von fast zehn Minuten. „Eine Entscheidung des Zelebranten, Msgr. Konrad Krajewski“, wie der Vize-Vatikansprecher Pater Ciro Benedettini im Anschluß erklärte.

den vollständigen Artikel auf "katholisches.info" lesen

Bistum Mainz "Skandal-Kita" bleibt geschlossen

Nach den Missbrauchsvorwürfen bleibt die katholische Kindertagesstätte im Mainzer Stadtteil Weisenau vorerst geschlossen. Ursprünglich sollte sie nach den Sommerferien wieder geöffnet werden.

Ermittlungen dauern an: Die katholische Kindertagesstätte war im Juni geschlossen worden, weil es dort zu Gewalt und Missbrauch unter Kindern gekommen sein soll. Die Ermittlungen in der Sache sind noch nicht abgeschlossen.

Montag, 31. August 2015

Sendehinweis: 45 Min - Das Schweigen der Männer / NDR

45 Min - Das Schweigen der Männer
die katholische Kirche und der Kindesmissbrauch / NDR Fernsehen
22.00h - 22.45h


"Wir wollen Klarheit und Transparenz über diese dunkle Seite in unserer Kirche", sagte Bischof Stephan Ackermann im Namen der katholischen Bischöfe, als er im März 2014 ein interdisziplinäres Forschungsprojekt vorstellte. Die Wissenschaftler erhielten den Auftrag, die zahlreichen Kindesmissbrauchsfälle in der katholischen Kirche aufzuarbeiten. Ein Jahr danach ist es Zeit für eine Zwischenbilanz: Wie ehrlich meint es die katholische Kirche wirklich mit der Aufarbeitung? Wie groß ist das Ausmaß des Skandals?

Freitag, 28. August 2015

Wegen Missbrauchs von Minderjährigen angeklagter Ex-Nuntius und -Papstbotschafter Wesolowksi tot aufgefunden

Der ehemalige Papstbotschafter Josef Wesolowski ist gestorben. Wie der Vatikan mitteilte, wurde er tot in seinem Zimmer im Kirchenstaat aufgefunden. Gegen den 67-Jährigen lief ein Prozess wegen Kindesmissbrauchs.

Der in Polen geborene ehemalige Nuntius in der Dominikanischen Republik sei eines natürlichen Todes gestorben. (!) Der Staatsanwalt im Vatikan ordnete eine sofortige Obduktion an. (!)

Im Sommer 2013 waren Vorwürfe wegen Missbrauchs von Minderjährigen bekannt geworden. So soll der damalige Diplomat des Heiligen Stuhls mindestens sieben Jungen für sexuelle Handlungen bezahlt haben. Später war auch kinderpornografisches Material bei ihm entdeckt worden.

Der Prozess gegen ihn war im Juli dieses Jahres im Vatikan eröffnet, allerdings wegen einer Erkrankung des ehemaligen Diplomaten für unbestimmte Zeit ausgesetzt worden.Wesolowski war am Tag vor der Anhörung auf die Intensivstation eines Krankenhauses gebracht worden. Es gab keine Informationen, was ihm genau fehlte.

Der Prozess gegen ihn galt als Signal, dass Papst Franziskus wie versprochen hart gegen Kindesmissbrauch durch Priester und gegen Vertuschung solcher Fälle vorgehen will.

Wesolowksi war der erste hochrangige Kirchenmann, dem im Vatikan wegen Missbrauchsvorwürfen der Prozess gemacht wurde. 

Donnerstag, 27. August 2015

Bistum Fulda: Vertrauen erwecken auf katholisch





Quelle: Artikel auf "osthessen-news.de" 

Bistum Fulda: Zeckenkontrolle auf katholisch - Pfarrer muss seine Stelle verlassen

Patrick L., der seit acht Jahren Pfarrer der Katholiken in Dermbach, Zella und Stadtlengsfeld ist, muss in den nächsten Monaten seine Stelle verlassen. Das Bistum Fulda begründet seine Entscheidung damit, dass der Pfarrer gegen die Präventionsrichtlinien verstoßen habe, die das Bistum nach den Missbrauchsfällen in der katholischen Kirche verabschiedet hat. Das stößt in Teilen der Gemeinde auf Empörung. Dies wurde am Sonntag beim Gottesdienst in Dermbach besonders deutlich.

Im September vergangenen Jahres hatte das Bistum Pfarrer Lindner „aus gesundheitlichen Gründen“ beurlaubt. Das war, wie Steinert auf Anfrage unserer Zeitung erklärte, eine Formulierung, um den damals bestehenden Verdacht eines sexuellen Übergriffs nicht öffentlich zu machen. Dies sei mit Lindners Anwalt so abgesprochen worden.

den vollständigen Artikel auf "fuldaerzeitung.de" lesen


Wut über Vorgehen des Bistums: Katholischer Pfarrer Patrick L.  muss gehen - Zeckenkontrolle anrüchig?




Gegenfrage: Was wäre gewesen, wenn sich der Verdacht des sexuellen Übergriffs erhärtet und sich bestätigt hätte? Was wäre gewesen, wenn es tatsächlich Opfer gegeben hätte? - Einfach unglaublich.

den vollständigen Artikel auf "osthessen.news.de" lesen



Immer wieder erschreckend zu lesen, dass - wenn sogar diesmal in Absprache mit dem Anwalt des Pfarrers - das Bistum weiterhin den Terminus "er ist beurlaubt" anwendet, um "den damals bestehenden Verdacht eines sexuellen Übergriffs" nicht öffentlich zu machen. 

Die Erfahrung zeigte, dass es recht viele katholische Priester gab, die mit genau dieser Wortwahl ("er ist beurlaubt") in Wirklichkeit mit eindeutigen Vorwürfen konfrontiert wurden und auf diese Weise erst einmal aus dem "Verkehr" gezogen wurden.

Die inzwischen häufig angewandte und zugleich nicht der Wahrheit entsprechende  Formulierung ("er ist aus gesundheitlichen Gründen beurlaubt") trägt weiterhin dazu bei, dass das Misstrauen in  eine um wirkliche Aufklärung  bemühte Katholische Kirche wächst.