Freitag, 31. Juli 2015

Bistum Limburg / Bistum Würzburg / Erzbistum Bamberg: Pädophiler Priester: Die Kirche schaute weg

Eine echte Entschuldigung – Fehlanzeige. Das Versagen der eigenen Institution, in deren Gewand sich der von drei ordentlichen deutschen Gerichten wegen sexuellen Missbrauchs Jugendlicher in mehreren Fällen schuldig gesprochene Wolfdieter W. (75) über Jahrzehnte fast unbehelligt sündigen konnte, verschweigt sie. Dafür stellt sie klar, dass gegen die päpstliche Entscheidung keine Berufung möglich sei. Thema abgehakt?

den vollständigen Artikel auf "fnp.de" lesen





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Leserkommentar auf kath.net:

"Es ist richtig dass dies von Limburg nach Rom gemeldet wurde
Der besagte Täter wurde bereits 1985 übergriffig, in Coburg. Es war völlig inakzeptabel und gegen die schon damals vorhandenen Leitlinien, dass der damalige Limburger Generalvikar Raban Tilman diese Person noch während eines laufenden Ermittlungs und Gerichtsverfahrens einer kleinen Gemeinde im Westerwald untergejubelt hat mit Verschleierung der vorliegenden Tatbestände. Nach weiteren Vorfällen wurde der Täter in der Krankenhausseelsorge in Frankfurt eingesetzt, wo es abermals zu Übergriffen auf Kinder kam. Daraufhin wurde er mit angeblich guten Referenzen und ohne irgendetwas über die Vorfälle mitzuteilen dem Bistum Bamberg übergeben. Ein Skandal, Veranwortungslosigkeit pur was sich da Limburg geleistet hatte in Person von Generalvikar Raban Tilman und verantwortlichen Bischof Kamphaus. In Bamberg wurden dann weitere Kinder Opfer von Übergriffen dieses Täters. Ein verzweifelter Familienvater zeigte dies 1998 kirchenöffentlich an."

Quelle:kath.net

Donnerstag, 30. Juli 2015

Bistum Würzburg / Bistum Limburg / Erzbistum Bamberg: Priester wegen sexuellen Missbrauchs aus Klerikerstand entlassen

Papst Franziskus hat nach Informationen dieser Zeitung den Priester Wolfdieter W. aus der Diözese Würzburg wegen sexuellen Missbrauchs Minderjähriger mit sofortiger Wirkung alle Rechte und Pflichten entzogen, die mit dem Klerikerstand verbunden sind. Damit ist der 75-Jährige, der zeitweise auch im Bistum Limburg und im Erzbistum Bamberg tätig war, aus dem Klerikerstand entlassen.

Die Entscheidung in Rom fiel aufgrund neu bekannt gewordener Vorfälle sexuellen Missbrauchs durch den Priester. Das Bistum Limburg hatte Anfang dieses Jahres eine Anzeige in Rom vorgelegt. Wolfdieter W. war Ende der 1980er/Anfang der 1990er Jahre im Bistum Limburg in einer Gemeinde im Westerwald als Pfarrer tätig, später war er für ein Jahr in der Krankenhausseelsorge in Frankfurt aktiv. Gegen den Ausschluss aus dem Klerikerstand kann der Betroffene keinen Einspruch erheben.

den vollständigen Artikel auf "fnp.de" lesen




Anmerkung ca: "Der Papst reagiert". - Offensichtlich 15 Jahre zu spät.

"Die Entscheidung in Rom fiel aufgrund neu bekannt gwordener Vorfälle sexuellen Missbrauchs durch den Priester."

Das beste Beispiel für das Versagen der Kirche - und für die klassische Vorgehensweise, besser gesagt: Taktik. - Ein bereits wegen sexuellen Missbrauchs verurteilter Täter wird versetzt. Vorzugsweise in die Seelsorge. Durch Versetzen in andere Bistümer wird die Vergangenheit verschleiert.  Als Auflage gilt, den Kontakt zu Kindern und Jugendlichen (!) zu unterbinden. Doch dies ist fast unmöglich: Besonders im Bereich der Seelsorge, wo es für den Täter ein leichtes ist, erneut Opfer zu finden.  Weitere Betroffene melden sich. Neue Vorwürfe werden laut. Und erst jetzt reagiert Rom.

Hätten also nicht weitere Opfer verhindert werden können, wenn die Kirche bereits 15 Jahre zuvor restriktiv gehandelt hätte?

Wurde nicht auch in diesem Fall verschleiert, vertuscht und gehofft, dass nichts mehr passiert?

Und was hat sich geändert im Jahr 2015? - Nichts.






Mittwoch, 22. Juli 2015

Mittwoch, 15. Juli 2015

Bistum Mainz behauptet, veröffentlichte email sei gefälscht

Mittwoch, 15. Juli 2015, 11.44h

"Sehr veehrte Frau Adams, 

in Ihrem Blog stellen Sie Fragen ein, die Sie per Email erreicht haben. Sie stellen außerdem ein angebliches Mail vom 19. September 2014 ein, das Generalvikar Giebelmann geschrieben haben soll. Dazu stellen ich seitens des Bistums Mainz folgendes fest:

      Die Email ist gefälscht. Die Kanzlei von Herrn Dr.  R. wurde erst im Juni diesen Jahres mit der Angelegenheit befasst. Einen weiteren Fall, der mit der Kanzlei hätte besprochen werden müssen, gibt es nicht. Die Kanzlei wird Ihnen das auf Anfrage auch sicher bestätigen. Nur der      Vollständigkeit halber weise ich darauf hin, dass ich in meiner Eigenschaft als Justitiar des Bistums Mainz diese Email-Adresse (justiziar@bistum-mainz.de) nicht besitze. Da Herr Generalvikar Giebelmann nicht nur mein Dienstherr, sondern auch mein unmittelbarer Dienstvorgesetzter ist, ist seinem Vorzimmer meine Email-Adresse wohl vertraut.

Herr Generalvikar Giebelmann verwahrt sich gegen den völlig unsinnigen und sachfremden Ausspruch "Alles mit über 14-jährigen ist ok". Wir haben die Präventionsschulungen im Bistum Mainz gemeinsam durchgeführt. Herr Generalvikar Giebelmann hat die Teilnehmerinnen und Teilnehmer jeweils zu Beginn der Veranstaltungen begrüßt und auf die Problematik des sexuellen     Missbrauchs in der Kirche aufmerksam gemacht. Ihm ist ebenso wie mir  aus  einer langjährigen und leidvollen Befassung mit der Materie völlig klar,dass sexueller Missbrauch in keinem Fall akzeptabel ist. Sexuelle Kontakte zu Personen unter 18 Jahren sind nach geltendem Kirchenrecht und - da es    sich regelmäßig um Schutzbefohlene handelt - auch nach weltlichem Strafrecht von vornherein ausgeschlossen. Entsprechend schulen wir. Bitte nehmen Sie hierzu auch unsere Leitlinien, unsere    Präventionsverordnung, unsere Selbstverpflichtungserklärungen und unser Schutzkonzept für    Kindertagesstätten zur Kenntnis, die alle auch so veröffentlicht sind.

Wir fordern Sie auf, diese Dinge umgehend zu löschen, da wir sonst unverzüglich rechtliche Schritte einleiten müssen. Für Rücksprachen stehe ich Ihnen gerne jederzeit zur Verfügung, auch telefonisch unter der  unten  angegebenen Nummer.

 Mit freundlichen Grüßen
      Prof. Dr. Michael Ling
      Ltd. Rechtsdirektor
      Justitiar des Bistums""
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11.52h 

Sehr geehrter Herr Prof. Dr. Michael Ling,

vielen Dank für Ihre email.

Sollte die email tatsächlich gefälscht sein, werde ich dies natürlich umgehend öffentlich klarstellen.

Darf ich den Inhalt zum besseren Verständnis für meine Leser veröffentlichen?

Mit freundlichen Grüßen,

Claudia Adams

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12.07h

Sehr verehrte Frau Adams,

bezüglich der Email gibt es einen Anspruch auf Entfernung, weil sie gefälscht ist. Die Kanzlei Dr. R. ist bereits informiert. Ggf. kann Ihnen die Kanzlei dies auch nochmals bestätigen. Sie können auch versuchen, mir unter dieser angeblichen Email-Adresse ein Email zu schicken. Es wird
nicht gelingen. Folgenden Text können Sie gerne veröffentlichen:

"Im Hinblick auf die angebliche Aussage des Generalvikars haben wir einen klaren Gegendarstellungsanspruch. Herr Generalvikar Giebelmann hat so etwas nicht gesagt. Es wäre auch sachlich völlig falsch. Das Kirchenrecht verbietet sexuellen Kontakt zu Minderjährigen unter 18 Jahren allen Klerikern ohne Einschränkung und ohne Ausnahme. Bei einem Schutzbefohlenen-Verhältnis gilt dies auch nach weltlichem Strafrecht, und zwar gegenüber allen Kindern und Jugendlichen, mit denen die betreffende Person arbeitet, beispielsweise als Lehrer / in, als Erzieher / in, als Gemeinderefrent / in usw. Darauf weisen wir nicht nur in den Schulungen hin, sondern darauf sind auch alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nach unserer Präventionsordnung und den Leitlinien verpflichtet. Entsprechende Selbstverpflichtungserklärungen sind von allen zu unterzeichnen, die im
Bistum Mainz mit Kindern und Jugendlichen arbeiten.  Die entsprechenden Texte sind auf der Bistumsseite veröffentlicht."

Zur Aufrechterhaltung der Arbeitsfähigkeit meines Büros bitte ich, davon abzusehen, meine Telefonnummer und meine Email-Adresse zu veröffentlichen.


Mit freundlichen Grüßen
Prof. Dr. Michael Ling
Ltd. Rechtsdirektor
Justitiar des Bistums

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12.14h

Sehr geehrter Herr Ling,

vielen Dank.

Ich habe soeben versucht eine email an die Adresse "justiziar@bistum-mainz.de" zu senden. Tatsächlich kam nach wenigen Minuten eine Fehlermeldung zurück.

Allerdings erhielt ich keine Fehlermeldung bei den anderen beiden email-Adressen, die in besagter PDF auftauchen.

Warum sollte ich also davon ausgehen, dass die email gefälscht ist?
An einer Aufklärung wäre mir sehr gelegen.

Mit freundlichen Grüßen,


Claudia Adams
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13.23h

Sehr geehrte Frau Adams,

sowohl die Kanzlei als auch das Bistum bestätigen, dass die mail gefälscht ist. Sie enthält ein offensichtlich falsches cc, obwohl die Adressenleiste bei uns durch ein Vorwahlverfahren ergänzt wird und das Vorzimmer desGeneralvikars die mail-Adresses der engsten Mitarbeiter kennt.  Welche
Beweise benötigen Sie denn noch?

Mit freundlichen Grüßen
Prof. Dr. Michael Ling
Ltd. Rechtsdirektor
Justitiar des Bistums

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13.29h 

Sehr geehrter Herr Ling,

was die Glaubwürdigkeit der Kirche betrifft, so habe ich meine eigene Erfahrungen machen müssen.
Dass diese Erfahrungen nicht immer positiv besetzt waren,  führte - auch hoffentlich für Sie - verständlicherweise dazu, Äußerungen, die von Klerikern als auch von Bistumsangestellten und Mitarbeitern getätigt werden, nicht immer Glauben zu schenken.

Sie, Herr Dr. Ling, haben lediglich die Behauptung aufgestellt, dass die email gefälscht sei.

Der Hinweis, dass die als "cc" aufgeführte email-Adresse nicht korrekt ist, spricht nicht dafür, an der Richtigkeit der email zu zweifeln - vor allem nicht vor dem Hintergrund, dass die beiden anderen Adressen, die in der email zu lesen sind, korrekt sind.

Wenn Sie mir eidesstattlich versichern würden, keinerlei Kenntnis über diese email zu besitzen - fände ich dies angemessen.


Mit freundlichen Grüßen,

Claudia Adams 
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Anmerkung: Parallel zu der o.a. email-Korrepondenz fand eine Korrespondenz mit der in der besagten Email benannten Kanzlei statt. Diese äußerte sich zu der am 13.07.2015 auf diesem Blog veröffentlichten email: 



Bis zur etwaigen Klärung dieses Sachverhaltes wird der Post mit betreffender email daher nicht veröffentlicht. 

ca.

Hervorgehobene Textstellen in obiger Email-Korrespondenz durch "Fettdruck" stammen von mir.
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18.10h


Sehr geehrter Herr Dr. Ling,

leider habe ich noch keine Antwort von Ihnen erhalten, die meine Zweifel aus dem Weg geräumt haben.

Ich bin jedoch umso stutziger geworden, als mir soeben mitgeteilt wurde, dass es die Adresse "justiziar@bistum-mainz" einmal gegeben haben soll.

Es wäre einfach, wenigstens diese Behauptung Ihrerseits zu widerlegen.

Mit freundlichen Grüßen,

Claudia Adams
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Dienstag, 7. Juli 2015

Missbrauch: Hat die Kirche gelernt?

»Wir haben verstanden.« Dieses Signal sendeten die katholischen Bischöfe aus, als sie im Laufe des Jahres 2010 mit zahlreichen Missbrauchsfällen durch katholische Geistliche konfrontiert waren. Keine Toleranz mehr gegenüber Tätern, keine Vertuschung von Missbrauchsfällen und Hilfen für Überlebende sexueller Gewalt wurden versprochen. Aber wenn es um die Anerkenntnis von Schuld und Verantwortung in konkreten Fällen geht, tun sich die katholischen Hierarchen nach wie vor schwer – und das selbst in der Zentrale der Deutschen Bischofskonferenz.


den vollständigen Artikel auf "publik-forum.de" lesen

Donnerstag, 18. Juni 2015

Papst Franziskus macht den Bock zum Gärtner


Bischof Gerhard Ludwig Müller
Bildquelle: sueddeutsche.de


Papst Franziskus will einen Gerichtshof für Bischöfe einrichten, die sexuelle Übergriffe verschweigen. Doch das Gericht soll bei einem Mann angesiedelt sein, der selbst Erfahrung im Vertuschen hat.

Schon bevor der Gerichtshof überhaupt eingerichtet ist, gibt es Zweifel gerade unter Opfern, ob es dem Papst wirklich ernst ist mit der Aufklärung. Grund: Der Gerichtshof wird in der Glaubenskongregation angesiedelt, wo mit Gerhard Ludwig Kardinal Müller ein Kirchenfürst sitzt, der einst selbst als Bischof Erfahrung mit dem Vertuschen eines Missbrauchsfalls gemacht hat. Das zumindest bestätigten deutsche Gerichte.

den vollständigen Artikel auf "welt.de" lesen



  • zur Erinnerung: "Für Empörung hatte der Fall vor allem deswegen gesorgt, weil die pädophilen Neigungen des Priesters dem Bistum Regensburg seit Jahren bekannt waren. Der Geistliche war 2000 wegen des Missbrauchs von Kindern als Kaplan im niederbayerischen Viechtach schon zu einem Jahr Haft auf Bewährung verurteilt worden. Dennoch setzte ihn das Bistum 2004 wieder in einer Gemeinde ein. Das Bistum hatte damit gegen Richtlinien der Deutschen Bischofskonferenz verstoßen." (den vollständigen Artikel auf "sueddeutsche.de" lesen)
  • "Wegen eines Missbrauchsfalls in der katholischen Kirche steht er in der Kritik: Jetzt wehrt sich der Regensburger Bischof Gerhard Ludwig Müller. Er gibt der Justiz eine Mitschuld daran, dass ein einschlägig vorbestrafter Pfarrer erneut in der Jugendarbeit eingesetzt wurde." (den vollständigen Artikel auf "spiegel.de" lesen)

Bistum Mainz: katholischer Kindergarten: "Schwere und schwerste Aufsichtspflichtverletzungen" - Hinweise schon vor Monaten

Den Angaben des Bistums zufolge waren 53 von 55 (!) Kindern betroffen - sowohl aktiv wie passiv. Zweimal täglich habe es Übergriffe gegeben, hätten Eltern dem Bistum berichtet. 

Generalvikar Prälat Dietmar Giebelmann nannte die Vorkommnisse "massive sexuelle Übergriffe" von Kindern an Kindern. Nach seinen Angaben gab es bereits vor etwa fünf Monaten erste Hinweise. Eltern seien mit Kindern beim Arzt gewesen. Dort seien Verletzungen im Genitalbereich festgestellt worden. Einige Eltern hätten im Dezember mit der Kita-Leitung gesprochen - ohne dass etwas geschehen sei. Die Mitarbeiter hätten ausgesagt, nichts mitbekommen zu haben - obwohl sie im selben Raum gewesen waren, wie Giebelmann betonte. 

den vollständigen Artikel auf "swr.de" lesen

Samstag, 13. Juni 2015

Bistum Mainz: über Monate hinweg sexueller Missbrauch und Demütigungen unter Kindern in katholischer Kindertagesstätte. - Und niemand will etwas bemerkt haben?!

"Wenn du dein Spielzeug nicht mitbringst, machen wir dich tot"
Skandal in einer Mainzer Kita: Kinder wurden gezwungen, in die Puppenecke zu pinkeln. Sie wurden gedemütigt, geschlagen und sexuell missbraucht – von anderen Kindern. 

Fast alle der 55 betreuten Kinder sollen monatelang mehrfach täglich massiv bedroht, erpresst, bestohlen und sexuell missbraucht worden sein – mit teilweise ausdrücklich sadistischer Note, wie ein Psychologe sagt. Die Kirche selbst spricht von "Perversitäten sexueller Gewalt". Und zwar nicht begangen von einem Erzieher oder fremden Erwachsenen – sondern von anderen Kindern.

Sechs Frauen, darunter die Leiterin, und ein Erzieher sind betroffen, sie haben sich noch nicht geäußert. Aber glaubt man dem Mainzer Generalvikar Prälat Dietmar Giebelmann, haben sie auch keine große Betroffenheit gezeigt. Es habe weder eine Erklärung gegeben, wie es dazu kommen konnte, noch eine Entschuldigung.

den vollständigen Artikel auf "welt.de" lesen


    Bildquelle: pfarrei-weisenau.de

Donnerstag, 11. Juni 2015

Bistum Mainz: Sexuelle Übergriffe in katholischer Kita: alle Kita-Mitarbeiter gekündigt - "Mitteilungen der Eltern über Übegriffe an ihren Kinder wurden nicht ernst genommen"

(Mainz) Das Bistum Mainz hat sexuelle Übergriffe unter Kindern in einer katholischen Kita bestätigt und allen Erzieherinnen und Erziehern der Einrichtung fristlos gekündigt.
Die Mitarbeiter hätten Mitteilungen der Eltern über Übergriffe an ihren Kindern nicht ernst genommen, heißt es in einem Brief des Bistums vom Donnerstag an die Eltern. Es gebe derzeit keine andere plausible Erklärung für die Vorfälle als «schwere und schwerste Aufsichtspflichtverletzungen».

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Presseerklärung Bistum Mainz 11.06.2015 (Quelle)

"Chronologie der Ereignisse" (aus Kirchensicht!)

Bistum Mainz: Nach sexuellen Übergriffen in katholischer Kindertagesstätte: Bistum kündigt allen Kita-Mitarbeitern

Nach sexuellen Übergriffen unter Kindern in einer katholischen Kita hat das Bistum Mainz nun Konsequenzen gezogen: Alle Erzieherinnen und Erzieher wurden fristlos entlassen.

Das Bistum Mainz hat sexuelle Übergriffe unter Kindern in einer katholischen Kita bestätigt. Die Mitarbeiter hätten Mitteilungen der Eltern über Übergriffe an ihren Kindern nicht ernst genommen, heißt es in einem Brief des Bistums vom Donnerstag an die Eltern. Es gebe derzeit keine andere plausible Erklärung für die Vorfälle als "schwere und schwerste Aufsichtspflichtverletzungen".

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Mittwoch, 10. Juni 2015

Bistum Mainz: Sexueller Missbrauch unter Kindern in katholischer Kindertagesstätte eingeräumt

Sexuelle Übergriffe unter Kindern

Das Bistum Mainz hat sexuelle Übergriffe von Kindern an Kindern in der katholischen Kindertagesstätte im Mainzer Stadtteil Weisenau eingeräumt. Die Staatsanwaltschaft ermittelt nun gegen das Personal.

Es müsse geprüft werden, ob das Personal die Aufsichtspflicht verletzt habe.
Dabei könnte es sich um eine Verletzung der Fürsorge- und Erziehungspflicht, fahrlässige Körperverletzung oder unterlassene Hilfeleistung handeln, so die Mainzer Staatsanwaltschaft. Ermittlungen gegen die Kinder würden nicht geführt. Diese seien wegen ihres Alters strafunmündig.

Träger der Kita ist die Pfarrei Mariä Himmelfahrt in Mainz-Weisenau. Dort werden etwa 55 Kinder betreut. Pfarrer Christian Nagel erklärte, man habe am zweiten Juni von den Vorwürfen erfahren und am fünften Juni die Eltern mit einem Schreiben informiert.

In dem Schreiben heißt es: "Uns sind diese Vorgänge, die dazu geführt haben, in ihrer Bedeutung nicht bewusst geworden. Einzelne Hinweise von Kindern, die wir im Gespräch mit Eltern erfahren haben, haben wir nicht richtig gedeutet. Über das Ausmaß sind wir zutiefst bestürzt und beschämt!"

Eltern hatten kritisiert, dass sie zu spät informiert worden seien. Pfarrer Nagel entgegnete darauf, dass man die Zeit gebraucht habe, um unter anderem mit den Erziehern zu sprechen.



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Montag, 13. April 2015

Erzbistum Köln / Erftstadt (26): Pfarrer W. räumt Berechtigung (!) der Vorwürfe ein, sieht sich aber vom Erzbistum "über Gebühr streng behandelt und auch von Woelki unverstanden"

Im Fall des Erftstädter Pfarrers Winfried Jansen, der wegen des Vorwurfs sexueller Übergriffe beurlaubt ist, hat ein Vier-Augen-Gespräch mit seinem Dienstherrn, dem Kölner Erzbischof Rainer Woelki, keine Annäherung der Standpunkte gebracht. Wie der „Kölner Stadt-Anzeiger“ jetzt erfuhr, fand das Treffen zwischen Jansen und dem Kardinal bereits vor einem Monat, am 12. März, statt. Das Erzbistum Köln lehnte auf Anfrage eine Stellungnahme ab.

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Donnerstag, 9. April 2015

Bistum Freiburg / Bistum Münster: 10 (!) Ansprechpersonen für mutmaßlich Betroffene - Bistum Münster hält sich nicht an Empfehlung aus Bonn - Bischof Ackermann lehnt Hilfegesuch mit Hinweis ab, er sei "nicht weisungsbefugt" - Leygraff soll Glaubwürdigkeitsgutachten erstellen - Bistumssprecher Kronenburg widerspricht Betroffener

Eine Frau sagt, sie werde noch heute in ihren Erinnerungen von einem Geistlichen heimgesucht und will Anerkennung für ihr Leid – sie erlebt einen Spießrutenlauf.


Anmerkung: 
Wenn der "Leiter der Abteilung Kommunikation" und "kommunikative Unklarheiten" in einem Absatz erwähnt werden, lässt bereits vermuten, dass der ehemalige Trierer Bistumssprecher Dr. Kronenburg involviert sein könnte. Der promovierte Philologe (!) stieß bereits während seiner Zeit als Pressesprecher im Bistum Trier aufgrund seiner Äußerungen mehrmals auf harsche Kritik. Etliche seiner Aussagen stießen damals bei Betroffenen auf Unverständnis. Ebenso wurde die Glaubwürdigkeit seiner Aussagen stark angezweifelt.

Dass die Kirche die mutmaßlich Betroffene ausgerechnet an Norbert Leygraf verweist, der seine "Analyse forensischer Gutachten 2000 - 2010, sexueller Übergriffe durch katholische Geistliche in Deutschland" 2012 veröffentlichte,  klingt umso absurder, wenn man bedenkt, welche Aussagen sein  Kollege Ludwig Kröber, der ebenfalls an der Analyse beteiligt war,  machte ("erfundene Missbräuche 2", "erfundene Missbräuche 3").



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Mittwoch, 25. März 2015

Erzbistum Köln: Ermittlungen gegen Erzieherin - Staatsanwaltschaft Köln ermittelt nun doch im Fall einer Erzieherin, die das Erzbistum Köln wegen Missbrauchsverdacht entpflichtet hatte.

Ermittlungen gegen Erzieherin

Die Staatsanwaltschaft Köln ermittelt nun doch im Fall einer Erzieherin, die das Erzbistum Köln wegen Missbrauchsverdacht entpflichtet hatte. Das sagte der Sprecher, Staatsanwalt Benedikt Kortz, am Mittwoch der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA).

Die Erzdiözese habe weitere Unterlagen eingereicht, die zureichende Anhaltspunkte für die Aufnahme von Ermittlungen enthielten, sagte Kortz. Weil die Behörde zunächst nicht ermittelt hatte, legte das Erzbistum Beschwerde bei der Generalstaatsanwaltschaft in Köln ein. Deren Sprecherin, Oberstaatsanwältin Anja Drosse, sagte am Mittwoch auf Anfrage, dass sich das Beschwerdeverfahren mit der Aufnahme der Ermittlungen erledigt habe.

den vollständigen Artikel auf "domradio.de" lesen



Wenn die Erzdiözese respektive ein Bistum durch nachgereichte "zureichende Anhaltspunkte" die Macht hat, dass es überhaupt zu Ermittlungen kommt, liegt dann nicht der Rückschluss nahe, dass es auch in der Macht der Kirche lag bzw. liegt, grundsätzlich Vorwürfe bisher entkräftet zu haben bzw. weiterhin dahingehend zu entkräften bzw. so zu formulieren, dass erst gar keine Ermittlungen aufgenommen werden mussten bwz. müssen? (Anmerkung, ca)


Montag, 23. März 2015

ab 26. März 2015 im Kino: "Verfehlung"




Im deutschen Drama "Verfehlung" setzt sich Sebastian Blomberg mit dem umstrittenen Verhalten der katholischen Kirche im Rahmen von Missbrauchsvorwürfen auseinander.

direkt zur Homepage: "verfehlung-film.de" (Inhalt, Produktion, Trailer, Bilder, Presse etc.)

"Verfehlung" - Interview mit Gerd Schneider

Vor fünf Jahren wurde der Missbrauchsskandal öffentlich. Nun beleuchtet ein Kinofilm die kirchlichen Strukturen, die ihn begünstigten. Ein Gespräch über beschädigte Eliten und falsch verstandene Solidarität.

Der Regisseur, Gerd Schneider, Jahrgang 1974, wollte Priester werden. Er studierte katholische Theologie in Bonn und Wien. Später begann er ein Regiestudium an der Filmakademie Baden-Württemberg.

das ganze Interview mit Gerd Schneider auf "zeit.de" lesen

Freitag, 20. März 2015

Erzbistum Köln: Generalvikar spricht von "Gefahr in Verzug" / "Spaltung der Elternschaft wie im Fall des Erftstädter Pfarrers Winfried J."

Jugendamt teilt die Einschätzung des Erzbistums: Der Vorwurf des sexuellen Missbrauchs gegen eine Mitarbeiterin der Kita St. Dionysius in Heppendorf wurde von der Staatsanwaltschaft Köln zurückgewiesen. Sie sieht keine „tragfähigen Anhaltspunkte“.

Nach Ansicht des Generalvikariates sei Gefahr im Verzug gewesen. Man habe umgehend handeln müssen. Es gehe um eindeutig sexualisierte Handlungen. Die Angaben von Eltern und den Kindern seien glaubhaft. Eltern hätten auf verschiedene Art und Weise von Kindern Informationen bekommen.

Oberstaatsanwalt Ulrich Bremer dagegen sagt, nach eingehender rechtlicher Prüfung könne die Staatsanwaltschaft Köln kein Ermittlungsverfahren einleiten. Die vom Erzbistum vorgetragenen Anhaltspunkte seien nicht tragfähig. Eine Anzeige von Eltern liege nicht vor. Gegen diese Auffassung habe das Bistum Beschwerde eingereicht. Darüber müsse nun die Generalstaatsanwaltschaft Köln entscheiden. Das werde innerhalb einer Woche geschehen.

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Erzbistum Köln: Missbrauchsvorwurf gegen Erzieherin eines katholischen Kindergartens - Keine Ermittlungen

Der Missbrauchsvorwurf gegen eine Erzieherin in Elsdorf wird keine Ermittlungen nach sich ziehen. Das hat ein Sprecher der Kölner Staatsanwaltschaft auf Radio Erft Anfrage bestätigt.

Das Kölner Erzbistum hatte die Erzieherin der katholischen Kindertagesstätte Sankt Dionysius in Heppendorf wegen des Verdachts auf sexuellen Missbrauch an mehreren Kindern freigestellt und die Vorwürfe an die Staatsanwaltschaft weitergeleitet.

Das diese keine Ermittlungen aufnimmt sorgt für Unverständnis. Man habe den Fall mit dem örtlichen und dem Landesjugendamt und einem eigenen Juristen geprüft. Alle teilten die Einschätzung des Erzbistums, so ein Sprecher.

Inzwischen wurde Beschwerde bei der Generalstaatsanwaltschaft eingereicht.

den vollständigen Artikel auf "radioerft.de" lesen




Quelle:

Mittwoch, 18. März 2015

Dokumentation "Kirche zwischen Schuld und Sühne - Eine Bilanz fünf Jahre nach dem Missbrauchsskandal"

Noch immer melden sich Betroffene. -
 Und noch immer gibt es Täter, die von dem Schutzmantel des Schweigens profitieren. 



direkt zum Video (44min) auf "br.de/mediathek"