Montag, 23. April 2012

- erneutes Salz in die Wunden der Opfer -


Motto: "Jetzt gebe ich auch noch mein Senfchen dazu, was das Äckermännchen mit seinem Mützchen und sein Pressesprecherchen Hervorragendes leisten, um die Missbrauchsfällchen aufzuklären und Präventiönchen zu leisten: Bitte geht doch alle in das "Räumchen der Stille" und schweigt weiter."


"Seit einer guten Woche pilgern die Menschen in den Trierer Dom, zum Heiligen Rock, zur Tunika des heiligen Jesus von Nazareth. „Jesu letztes Hemd“, so nennen Sie das Teil auch schon einmal. Sie sehen es als Ikone. Als ein Bild also, dass die Christen an Jesus erinnert und daran, dass er mit aller Konsequenz für Gott und für die Menschen gelebt hat, bis sie ihn am Schluss nackt ausgezogen und an einem Kreuz aufgehängt und ermordet haben. Und um sein letztes Hemd haben die römischen Soldaten gewürfelt. Diese Tunika also, ist jetzt das Ziel vieler Tausender jeden Tag.

In den letzten Monaten gab es eine Befürchtung: Viele in der Kirche wollen sich ja immer noch nicht abfinden damit, wie mit den schlimmen Verbrechen umgegangen wird, die seit 2010 aufgedeckt wurden. Mit sexuellen Übergriffen von Priestern auf Kinder und Jugendliche, verübt größtenteils in den vergangenen Jahrzehnten.

Sie haben recht mit ihrer Kritik. Ganz klar. Und viele von ihnen haben gewarnt, dass der Heilige Rock in Trier zum „Deckmäntelchen“ werden könnte, sozusagen zum Teppich, unter den das alles gekehrt würde. Und sie haben ein Gegenmotto ausgegeben, mit dem sie die Wallfahrt jetzt auch begleiten: „Der Heilige Rock darf kein Deckmantel werden!“.
Mit Aktionen wollen sie mit dafür sorgen, dass ihr Motto sich durchsetzt, dass der Heilige Rock nicht zum „Deckmäntelchen“ wird.

Ich bin zuversichtlich, dass sie Erfolg haben. Die Wallfahrtsleitung hatte sich das sowieso schon vorgenommen. Der schändliche Missbrauch in der Kirche  - und,   vor allem die Opfer dieser Verbrechen - bleiben im Blick: Ein besonderer „Raum der Stille“ steht zur Verfügung, damit dort über die Verbrechen nachgedacht werden kann. Über Buße. Und Reue. Und darüber, was zur Prävention, also zur Vorbeugung, zu tun ist. 

Keine Angst! Der Heilige Rock ist und wird kein Deckmantel."








Lieber Herr Rempe, oder "agr" (und ich schreibe jetzt nicht "Altfriedchen"), 

um es einmal mit den plakativen und  militaritistischen Ausdrücken Eurer Exzellenz zu formulieren: Vielleicht einfach mal raus aus der Schusslinie?
Nachdem die Lage sich in den letzten Tagen etwas entspannt hat, sind die o.a. Formulierungen Öl ins offene Feuer! Oder anders: Salz in die Wunden der Opfer!

Sind die Frommen die Dummen?




Bischof Ackermann beharrte bis zum Schluss scheinbar stur auf seiner (für viele Gläubige skandalösen) Entscheidung, den Gläubigen einen Ablass zu verweigern (!). Sein Pressesprecher Stephan Kronenburg begründete dies in einem Antwortschreiben an die Bloggerin Barbara Wenz, wie folgt:

  1. Die Möglichkeit eines Ablasses würde „für die Bemühungen um eine Ökumenische Gestaltung der Wallfahrt einen Stein des Anstoßes darstellen“.
  2. „Es kommt hinzu, dass auch unter katholischen Gläubigen die Praxis und die damit verbundene Frömmigkeit des Ablasses nicht nur wenig verbreitet, sondern zunehmend unverstanden ist“.


Das würde doch jetzt logischerweise bedeuten:
  1. Der Stein des Anstoßes wurde am Samstag offiziell ins Rollen gebracht und die ökumenischen Beziehungen wurden durch Ackermann definitiv „konterkariert"
  2. Die Frommen sind die Dummen
___________________________________________


"Papst Benedikt spendete seinen apostolischen Segen durch die Hand Kardinal Brandmüllers und gewährte allen Teilnehmern einen vollkommenen Ablass, nachdem der Trierer Bischof  im Vorfeld der Heilig-Rock-Wallfahrt aus ökumenischen Gründen auf die Beantragung eines solches Ablasses verzichtet hatte."

Heilig-Rock-Wallfahrt: "Eine Nummer zu groß?"


"Ich glaube, er meinte das irgendwie witzig, aber wenn man das ernst nähme, könnte man dem Erlöser immerhin sagen: “Hör mal, Jesus, deine Tunika liegt noch in Trier bei Bischofs, in der prunkvollen Kommode gleich hinterm Altar, da kannst du sie dir abholen… passt jetzt bestimmt wie angegossen!”


zum Artikel ;-)



Heilig-Rock-Wallfahrt: Kardinal Brandmüller hält Ablass und brüskiert Bischof Ackermann


- no comment - 

Sonntag, 22. April 2012

"Ein Treffen zwischen Institutsleiter Christian Pfeiffer und den aufgebrachten Pfarrern endete ergebnislos."



Da kommen ja einem gleich mehrere Fragen in den Sinn:

1. Pfeiffer trifft sich mit aufgebrachten Priestern - warum dann auch nicht mit den Opfern? Erfahrungsgemäß treten wir Opfer in solchen Situationen viel harmloser auf.  Wir haben allerdings auch nichts mehr zu verbergen! Allerdings mehr Wissen, was die Tathergänge und -situationen betrifft!
2. Wieso sind die Priester überhaupt aufgebracht?
3. Einzelne Stellungnahmen hierzu klingen nahezu plausibel. Stichwort: "Generalverdacht". Aber woher stammt diese Behauptung? Und wer hat durch sein Verhalten seinen Teil dazu beigetragen?
4. Und die Deutsche Bischofskonferenz, die das Institut beauftragt hatte? Wieso wird diese wiederum von den eigenen Priestern untergraben? Wer ist eigentlich deren zuständiger Missbrauchsbeauftragter?



Fazit: Irgendetwas läuft hier falsch. Aber mächtig!
- Und zwar in vielerlei Hinsicht!


Eure Exzellenz hätten da offensichtlich ein paar Probleme! Nichts anderes versuchen wir seit 2 Jahren zu erklären!

In diesem Sinne, Grüße ans Bistum!

"Spiegel"-vorab: Bistümer wehren sich gegen Aufarbeitung des Missbrauchsskandals durch das Kriminologische Forschungsinstitut Niedersachsen




Das Kriminologische Forschungsinstitut Niedersachsen stößt bei der Aufarbeitung des Missbrauchsskandals in der katholischen Kirche immer noch auf Widerstand. Im vergangenen Sommer hatte die Deutsche Bischofskonferenz das Institut beauftragt, in einem dreijährigen Forschungsprojekt die Personalakten der Kirche auf Missbrauchsfälle zu untersuchen. Die Bistümer Hildesheim und Trier stellten Akten für erste Auswertungen zur Verfügung; inwieweit die anderen 25 deutschen Diözesen ihre Personalakten übergeben, ist aber immer noch nicht ganz geklärt. Viele Pfarrer fürchten offenbar, dass bei Weitergabe der Akten an die Wissenschaftler vertrauliche Daten an die Öffentlichkeit geraten. Seinen Mitarbeitern würden "doch überhaupt keine Akten direkt ausgehändigt", beschwichtigt Institutsleiter Christian Pfeiffer die Kleriker. Um "Täterakten herauszufiltern", würden Mitarbeiter der Bistümer sowie je ein externer Jurist die Dossiers vorsortieren. Diese verließen "zu keinem Zeitpunkt die vom Generalvikar vorgesehenen Räumlichkeiten der Kirche", so Pfeiffer. Außerdem dürften die anonymisierten Daten weder einer Person noch einem Bistum zugeordnet werden können. Ein Treffen der Kriminologen mit aufgebrachten Pfarrern endete ohne verbindliches Ergebnis.

Quelle

Dafür,  dass der Titel der SPIEGEL-Ausgabe "Avanti Dilettanti" lautet, kann ich jetzt auch nix für!

Heilig-Rock-Wallfahrt: Vollkommener Ablass!

SAMSTAG, 21. APRIL 2012

Vollkommener Ablaß!


"Nun haben Kardinal Brandmüller und Papa Benedikt uns heute bei der Heilig-Rock-Wallfahrt mit einer Heiligen Messe im tridentinischen Ritus kurz vor Schluß der Messe das große Geschenk gemacht, daß jeder, der an dieser Messe teilgenommen hat einen vollkommenen Ablaß gewinnt. Ich war so gerührt und beeindruckt, daß mir nicht einmal einfiel wem ich jetzt diesen Ablaß widme."

Zitat Bischof Ackermann am 01.02.2012
"Nur ich habe in der Tat darauf verzichtet, jetzt nochmals eigens eine Art von Jubiläums-Ablass zu beantragen, weil dadurch natürlich das ökumenische Miteinander wirklich schwierig geworden wäre."

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Oh Herr, lass Hirn regnen!

"Unter den Pilgern war auch der Trierer Bischof Stephan Ackermann. Er machte deutlich, dass es mit Beten und Fürbitten nicht getan sei."

Von Homosexuellen geht nach Einschätzung des Vizerektors der Päpstlichen Universität Gregoriana, Hans Zollner, eine höhere Gefahr sexuellen Missbrauchs aus.

"Experte: Von Homosexuellen geht höhere Missbrauchsgefahr aus"

20. April 2012, 14:45
Von Homosexuellen geht nach Einschätzung des Vizerektors der Päpstlichen Universität Gregoriana, Hans Zollner, eine höhere Gefahr sexuellen Missbrauchs aus.
Warschau (kath.net/KNA) Von Homosexuellen geht nach Einschätzung des Vizerektors der Päpstlichen Universität Gregoriana, Hans Zollner, eine höhere Gefahr sexuellen Missbrauchs aus. Der deutsche Jesuit und Psychologieprofessor sagte der polnischen Tageszeitung «Rzeczpospolita» (Freitag), es gebe zwar keinen «direkten Kausalzusammenhang» zwischen Homosexualität und Kindesmissbrauch. Nicht jeder Homosexuelle stelle folglich eine Missbrauchsgefahr dar; aber bei dieser Personengruppe sei das «Risiko höher».


Wenn das die Experten sind, die die positiven Gutachen für  pädosexuelle Priester ausstellen, na, dann Mahlzeit! 
Und die Erde ist eine Scheibe. Dafür könnte man doch bestimmt auch ein positives Gutachten schreiben!
Nicht wahr, Herr Vizerektor Hans Zollner?

Wer Augen hat, zu sehen, der sieht sie; wer Ohren hat, zu hören, der hört sie: die Geschändeten und seelisch Zerbrochenen, die meist erst nach langen Jahren der Leiden wagen, ihr erlittenes Unrecht und ihr Befinden öffentlich zu machen




Zum Kommentar "Ab ins Archiv statt an den Altar" (TV vom 29. März):
- ein Leserbrief an den "TV" - 


Zum Einsatz pädophiler und wegen Kindesmissbrauchs sogar vorbestrafter Geistlicher in die katholische Seelsorge ist soweit alles gesagt und geschrieben worden. Ablehnung und Empörung allenthalben! Aber den Missbrauchsbeauftragten Bischof Ackermann ficht das nicht an, oder kämpft er auf verlorenem Posten gegen gewachsene Strukturen in der episkopalen Bürokratie? So oder so: Es macht mich fassungslos, ja zornig, zusehen zu müssen, wie der Trierer Bistumsleistung genehmigt, dass sich wohlbekannte Straftäter weiterhin sich um die Seelen von ahnungslosen Gläubigen, auch Kindern, sorgen dürfen, können, müssen, wo sie doch zur eigenen Triebbefriedigung die Seelen von zur Seelsorge anvertrauten Kindern gnadenlos zerstört, ja hinterlistig gemordet haben. Wer Augen hat, zu sehen, der sieht sie; wer Ohren hat, zu hören, der hört sie: die Geschändeten und seelisch Zerbrochenen, die meist erst nach langen Jahren der Leiden wagen, ihr erlittenes Unrecht und ihr Befinden öffentlich zu machen. Übrigens, wie kommt es, dass diese Schandtaten in der Regel erst dann bekannt (gemacht) werden, wenn sie strafrechtlich verjährt sind? Wird etwa unter dem Mäntelchen christlicher Fürsorge weiterhin unter den Teppich gekehrt, was nicht sein kann, weil es nicht sein darf? Hat sich der sexuelle Notstand etwa schlagartig im österlichen Weihrauch aufgelöst? Muss ich mir beim Empfang der Sakramente vorstellen, so ein schmutziger Unhold gießt mit bischöflichem Segen seine sakramentalen Gnadengaben über mich aus? Widerlich, ekelhaft! C.W., Neroth


zum Artikel

"Ich frage mich auch, was die Erstkommunion bedeutet, wenn ein solcher "Priester" einen Gottesdienst mit Kindern in der Vorbereitung auf ihren Festtag feiern darf. Sie ist doch mehr als eine Folkloreveranstaltung! Die Kinder der Gemeinde, die das Sakrament der Solidarität Jesu empfangen, haben solch eine Missachtung nicht verdient!"

"Ich frage mich auch, was die Erstkommunion bedeutet, wenn ein solcher "Priester" einen Gottesdienst mit Kindern in der Vorbereitung auf ihren Festtag feiern darf. Sie ist doch mehr als eine Folkloreveranstaltung! Die Kinder der Gemeinde, die das Sakrament der Solidarität Jesu empfangen, haben solch eine Missachtung nicht verdient!"

"Zum Nihilismus tendierend, hat man es zurzeit speziell im Großraum Trier besonders schwer, denn hier gesellt sich zum imaginären Gott auch noch die fast täglich medial propagierte Verehrung eines nicht imaginären Gewandes. Dieses existiert real. Es wurde getragen, genutzt, von wem auch immer. Als rational Denkender, nicht völlig Debiler fühlt man sich ernsthaft betroffen. Was ist wohl schlimmer, die Verehrung imaginärer Götter oder aber die Verehrung eines Gewandes, dem imaginären Gott zum Lob?"

"Zum Nihilismus tendierend, hat man es zurzeit speziell im Großraum Trier besonders schwer, denn hier gesellt sich zum imaginären Gott auch noch die fast täglich medial propagierte Verehrung eines nicht imaginären Gewandes. Dieses existiert real. Es wurde getragen, genutzt, von wem auch immer. Als rational Denkender, nicht völlig Debiler fühlt man sich ernsthaft betroffen. Was ist wohl schlimmer, die Verehrung imaginärer Götter oder aber die Verehrung eines Gewandes, dem imaginären Gott zum Lob?"

"Im Interview mit dem Volksfreund sagte Bischof Stephan Ackermann: "Der Heilige Rock ist echt. […] Aber ob er tatsächlich das Untergewand ist, das Jesus getragen hat, oder Stoffteile davon, können wir natürlich nicht beweisen. Auch das Gegenteil ist nicht zu beweisen. Und so bleibt es in der Schwebe." Wie ist das zu verstehen...?"

"Im Interview mit dem Volksfreund sagte Bischof Stephan Ackermann: "Der Heilige Rock ist echt. […] Aber ob er tatsächlich das Untergewand ist, das Jesus getragen hat, oder Stoffteile davon, können wir natürlich nicht beweisen. Auch das Gegenteil ist nicht zu beweisen. Und so bleibt es in der Schwebe." Wie ist das zu verstehen...?"

Samstag, 21. April 2012

Konterkariert Bischof Ackermann plötzlich - entgegen seinen bisherigen Behauptungen - doch die ökumenischen Beziehungen? "Und es gab doch einen Ablaß"



Publiziert am 21. April 2012 von Cicero

Wie unser Korrespondent in Trier gerade meldete, gab es bei der Heilig- Rock- Wallfahrt nun doch einen vollkommen Ablaß (zu den üblichen Bedingungen).

Im Anschluß an das Pontifikalamt in der ehem. Reichsabtei St. Maximin mit S.Em. Walter Kardinal Brandmüller wurde das lateinische Dekret verlesen, nach dem die Pilger einen vollkommen Ablaß erlangen können. Kardinal Brandmüller spendete den Pilgern, die heute zur Wallfahrt der Ecclesia-Dei-Gemeinschaften in Trier sind den apostolischen Segen. So konnte denn doch noch ein besonderer Ablaß in Trier gewonnen werden.

Dies geschah in Gegenwart von Bischof Ackermann, der bedauerlicherweise vor Beginn der Wallfahrt mitgeteilt hatte, es gebe zu dieser Heilig- Rock- Wallfahrt mit Rücksicht auf die Ökumene keinen besonderen Ablaß für die Pilger.


zum Artikel



Die Begründung von Bischof Ackermann vom 01.02.2012, warum dieser auf einen besonderen Ablass in Rom für die Heilig-Rock-Wallfahrt verzichtet: "Um die ökumenischen Beziehungen nicht zu konterkarieren".


domradio.de: Wenn eine große Wallfahrt katholischerseits stattfindet, dann ist es ja üblich, dass in Rom ein Ablass erbeten wird. Eine Praxis, die heißt es, auch unter katholischen Gläubigen zunehmend unverstanden ist. Und Sie haben nun auf die Bitte um einen besonderen Ablass in Rom für die Heilig-Rock-Wallfahrt verzichtet. Auch um "die ökumenischen Beziehungen nicht zu konterkarieren". Das hat ein bisschen für Wirbel auf katholischer Seite gesorgt. Müsste man vielleicht den Ablass theologisch neu erklären? 
Bischof Ackermann: Ja, da braucht es sicher noch viel mehr Klärung. Beim Ablass geht es ja von der Entstehung her um die Unheilsgeschichte, die in Gang gesetzt wird dadurch, dass jemand sündigt, dass jemand Unrecht tut, dass andere Menschen verletzt werden. Auch wenn mir meine böse Tat in der Beichte vergeben wird, so ist aber eine Unheilsgeschichte in Gang gesetzt, die damit nicht - wie z.B. im Falle einer Verletzung anderer Menschen - einfach weg ist. Die Sünde wird dem Sünder vergeben, doch auch diese weitere Dimension der Wirkungsgeschichte von Sünde muss in den Blick genommen werden, um zu sehen, was es an gemeinschaftlicher Hilfe geben kann, um auch die Folgen der Sünde, des Unheils zu mindern - dafür steht ja von seinem geistlichen und theologischen Sinn her der Ablass. Aber das müsste man auch einfach noch einmal neu erklären. Vielleicht ist die Wallfahrt ja auch ein Anlass, darauf nochmals hinzuweisen. Nun ist es ja auch möglich, wenn Pilgerinnen und Pilger kommen, einen Ablass hier in Trier zu gewinnen - wenn man das so in klassischer Terminologie sagen will. Das ist durchaus möglich. Das sieht die Kirche ja auch vor. Nur ich habe in der Tat darauf verzichtet, jetzt nochmals eigens eine Art von Jubiläums-Ablass zu beantragen, weil dadurch natürlich das ökumenische Miteinander wirklich schwierig geworden wäre.
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Bischof Ackermann im Interview: Ist es denn nicht ausgeschlossen, dass während der Wallfahrt die Opferverände, Missbrauchsopfer eventuell vor dem Dom in Trier demonstrieren? Wie gehen Sie damit um?

Rückblick auf die letzte Pressekonferenz vor der Heilig-Rock-Wallfahrt 2012


Herr Bischof, Sie stehen seit Wochen immer wieder in der Kritik, nicht konsequent genug gegen Priester, die wegen sexuellen  Missbrauchs verurteilt und weiter tätig sind, vorzugehen. Das Thema wird Sie – fürchte ich – auch bei dieser Wallfahrt nicht in Ruhe lassen. Stört Sie das?

Es ist so,  äh, dass mir von Anfang an klar war, dass die Wallfahrt stattfindet, in der konkreten Situation und Zeit, in der wir uns befinden. Das heißt, auch mit all den kritischen Punkten, die da sind. Da ist ja, was die Kirche angeht, im Grunde die Diskussion um sexuellen Missbrauch nur ein Punkt, äh, aber ich hab‘ immer auch gesagt, die Wallfahrt findet in dieser Zeit statt und wir machen nicht so: „ Vier Wochen wollen wir das alles ausblenden und tun als wenn nichts wäre“,  also insofern, äh, nehmen wir das mit. Ich hoffe aber, dass die Wallfahrt sich so gestaltet, dass man spürt, Kirche ist mehr als das.  Man hatte ja in den letzten zwei  Jahren faktisch (?!) den Eindruck, Kirche besteht nur aus Skandal, sondern dass auch das Andere, des Glaubens und der Gemeinschaft der Kirche sichtbar wird, das wäre schon eine Hoffnung im Blick auf die Wallfahrt.

Ist es denn nicht ausgeschlossen, dass während der Wallfahrt  die Opferverände, Missbrauchsopfer eventuell vor dem Dom in Trier demonstrieren? Wie gehen Sie damit um?

Wenn – äh – Opfervertreter kommen und demonstrieren oder – äh – sich bemerkbar machen während der Wallfahrt, dann ist das eben möglich. Das ist ja – äh – völlig klar, bei einem solchen großen Ereignis,  auch wenn Menschen dann wirklich kritische Stimmen erheben, äh, dass die sein dürfen, da muss man sich nicht wundern. Mir selber war ja auch wichtig,  dass das Thema sexueller Gewalt in der Kirche einen Platz hat in der Wallfahrt, insofern, dass es eine Art von interaktiver Ausstellung gibt bei der Gangolfskirche in der Telefonseelsorge, dass es einen Raum gibt, wo Menschen auch hinkommen können, sich mit der Thematik auseinandersetzen, ins Gespräch kommen können, äh, ich hab‘ Wert darauf gelegt, dass auch bei den Gottesdiensten, etwa in den Gebeten in den Fürbitten das Thema immer wieder auch vorkommt, um deutlich zu machen: „Wir gehen daran nicht vorbei. Und wenn Menschen kommen und, äh, sich positionieren, und entsprechend auch Pilgerinnen und Pilger ansprechen,  dann, äh, darf das auch sein.

das ganze Interview 

Die Missbrauchsaffäre verfolgt Ackermann auf Schritt und Tritt


Während ein Dutzend Kardinäle und Bischöfe im Dom die Eröffnungsfeier zelebrierte, protestierten auf dem Vorplatz Aktivisten der Gruppe "Missbrauch im Bistum Trier" (Missbit). Die Männer und Frauen, die vor Jahrzehnten Opfer sexueller Übergriffe durch Geistliche wurden, setzten dem Trierer Bischof Stephan Ackermann in den vergangenen Wochen arg zu. Mithilfe von Medien deckte Missbit auf, dass die Diözese weiterhin pädophile Priester in der Seelsorge einsetzt.


Ausgerechnet im Bistum Trier, dessen junger Oberhirte Missbrauchsbeauftragter der Deutschen Bischofskonferenz ist. An Ostern entband Ackermann zwei Geistliche von ihren Aufgaben. Es sei ihm ein besonderes Anliegen, dass der Opfer des sexuellen Missbrauchs in Gebeten und Fürbitten gedacht werde, erklärte der 49-Jährige kurz vor der Wallfahrt. "Uns helfen Fürbitten nichts", kontert Missbit-Sprecher Thomas Schnitzler. Der Bischof müsse vielmehr dafür sorgen, dass sämtliche pädophilen Priester suspendiert würden. Die Missbrauchsaffäre verfolgt Ackermann auf Schritt und Tritt. Eine große Geste während der Wallfahrt werde es nicht geben, kündigte er schon vorab an. Zugleich warnte die Katholische Studierende Jugend (KSJ) schon vor Monaten, der Heilige Rock dürfe nicht zum "Mantel des Schweigens" werden.

Freitag, 20. April 2012

Wo sind denn nur all die Pilger?


"Die aktuelle Diskussion über die Folgeerscheinungen der Heilig-Rock-Wallfahrt ist, zumindest ein wenig, typisch trierisch. Denn offenbar wundern sich viele, warum die Römerstadt nicht im Pilgerstrom versinkt..." schreibt der kleine "Trierische Volksfreund"

Jetzt mal im Ernst, kleiner "Trierischer Volksfreund"....die Frage stellt ihr Euch doch nicht wirklich? Abgesehen von der typisch unglücklichen Formulierung,  für die der "TV" ja inzwischen international bekannt ist: "Folgeerscheinung der Heilig-Rock-Wallfahrt"  Da fällt euch nix auf?!? Na?!? Das ist ungefähr so logisch wie Eure Überschrift "Ex-Täter"....!


Zitat:
"Dabei wurde Tittel zum Beispiel erklärt, wie er sich verhalten soll, wenn er von Kirchenkritikern angepöbelt wird. "Einfach lächeln und weitergehen", erklärt er. An der Porta angekommen lässt Tittel seinen Blick suchend über den Platz schweifen. Es sind noch keine Pilger da, also macht er sich wieder auf den Rückweg. Am "zentralen Infopunkt" ist Zeit für ein Schwätzchen mit einer Kollegin. Die beiden tauschen ihre Enttäuschung über den ausbleibenden Pilgeransturm aus: "Ich wurde gerade gefragt, ob ich den Koran verteile", sagt die Frau etwas verstört. Inzwischen ist es halb zehn. Noch immer sind auf der Simeonstraße keine Wallfahrer in Sicht. "Das macht keinen Spaß", sagt Tittel. Der Neweler hat sich für zehn Helfer-Schichten einteilen lassen. "Ich mache hier mit, weil ich noch glaube", sagt er. Um 12 Uhr, nach sieben Touren durch die Simeonstraße ist Tittels Schicht beendet. Er gibt seine Jacke am "Infopunkt" ab und schlendert zum Generalvikariat zurück. Vielen Pilgern konnte er nicht helfen, bedauert er. "Auf jeden Fall war die Lauferei gesundheitsfördernd."

zum Artikel

Meine Meinung: 
Keine Angst, liebe Gewerbetreibenden, Gastronomen, Helfer und Messdiener und alle anderen, die sich angesprochen fühlen:  Die Pilger kommen noch. Stapelweise. Der zukünftige Ex-Generalvikar Bätzing sprach gestern noch von 700.000.  Und das muss ja stimmen. Oder klingt das etwa unglaubwürdig und wird da - mal wieder - die Unglaubwürdigkeit des Bistums Trier repräsentiert?

Aber dagegen gibt' ein gutes Mittel: Tanzen!
Und wie in der Überschrift angedeutet: "Die Hände zum Himmel". Und das passt ja wohl. Ungefähr so gut, wie die Faust aufs Auge: Denn wenn man den Text einmal weitersingt, kommen dann auch die passenden Stellen: "wir tun nur noch das, was uns gefällt, tanzen, singen im Saal oder Zelt, nicht alleine, denn das will keiner, uns gehört die ganze Welt, und an morgen wird heut nicht gedacht, wir feiern weiter die ganze Nacht, lasst uns heben , einmal schweben, und dabei wird nur gelacht, Und dann die Hände zum Himmel, komm lasst uns fröhlich sein, wir klatschen zusammen, und keiner ist allein ...!"

Womit wir dann auch mit dem Schlusswort des Textes auch wieder den Bogen zu Überschrift geschlagen hätten!

In diesem Sinne. Grüße ans Bistum!

Heilig-Rock-Wallfahrt: Tanzeinlage des Bischofs



und danach wieder Fürbitten für die Überlebenden sexuellen Missbrauchs durch Angehörige der katholischen Kirche bitten, oder wie? Oder was?

Und für die "konkreten Personen", die an allem Schuld sind, und für die Gemeinden, "die nicht rechtzeitig reagieren", und für die Pius-Brüder, und für die forensisch-psychiatrischen Gutachter, die für die positiven Gutachten der Missbrauchspriester zuständig sind, und dann für die Gutachter, die für die negativen Bescheide bzgl. der Anerkennung der Opfer zuständig sind,   und für die bösen bösen "SPIEGEL"-Redakteure, und für die Haltung der Katholischen Kirche, und für den Regensburger Bischof Müller, und selbstverständlich für die Personalverantwortlichen, die die Priester "gedeckt" haben und und und.

Und dann noch für die Arbeitslosen, für die Angestellten der Katholischen Kirche, für die Angestellten der Katholischen Akademie in Trier,  für die KSJ und und und.

Und dann noch  für die Kinder, die unter der Armutsgrenze leben.

Und dann für die tapferen Soldaten, die einen neuen "Strategie-Krieg" führen. Und am besten für die Kriegsproduktionen gleich mit.

Die Liste scheint endlos. Aber das wissen Eure Exzellenz am besten. 

Aber wenn Eure Exzellenz schon am Fürbitten ist, dann bitte bitte bitte:

Auch mal an sich selber denken beim Beten! Nicht ohne Grund!

Fakt ist:

Ein Tanz auf dem Vulkan!


PS. Zur gelungenen Überschrift des kleinen "Trierischen Volksfreundes": Nachfolgend der ganze Text:


Wenn du heut nicht in der Stimmung bist 
Lass doch alles so sein wie es ist 
Wir wollen trinken, noch einen trinken 
Weil man die Sorgen dann vergisst 
Fühlst du dich manchmal auch so allein 
Glaub mir, dass braucht gar nicht so sein 
Denn heute abend gehen wir feiern 
Die ganze Welt ist ein Verein

Refrain: 


Und dann die Hände zum Himmel, 
komm lasst uns fröhlich sein 
wir klatschen zusammen 
und keiner ist allein

Und dann die Hände zum Himmel, 
komm lasst uns fröhlich sein 
wir klatschen zusammen 
und keiner ist allein

wir tun nur noch das, was uns gefällt 
tanzen, singen im Saal oder Zelt 
nicht alleine, 
denn das will keiner 
uns gehört die ganze Welt 
und an morgen wird heut nicht gedacht 
wir feiern weiter die ganze Nacht 
lasst uns heben , einmal schweben 
und dabei wird nur gelacht

Und dann die Hände zum Himmel, 
komm lasst uns fröhlich sein 
wir klatschen zusammen 
und keiner ist allein

Und dann die Hände zum Himmel, 
komm lasst uns fröhlich sein 
wir klatschen zusammen 
und keiner ist allein

Und dann die Hände zum Himmel, 
komm lasst uns fröhlich sein 
wir klatschen zusammen 
und keiner ist allein

Und dann die Hände zum Himmel, 
komm lasst uns fröhlich sein 
wir klatschen zusammen 
und keiner ist allein

Und dann die Hände zum Himmel, 
komm lasst uns fröhlich sein 
wir klatschen zusammen 
und keiner ist allein

wir klatschen zusammen 
und keiner ist allein.

Bätzing und seine 700.000 Pilger

Einfach mal so zur Kenntnisnahme

Für den Trierer Wallfahrtsleiter Bätzing sind die Tage bis zum 13. Mai ein großes Fest. 700 000 Besucher seien zu verkraften, alles darüber werde eng, meint er. Aber dennoch ermutigt er zur Reise nach Trier: Es könne durchaus ein paar Jahrzehnte bis zur nächsten Heilig-Rock-Wallfahrt dauern.

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Na,  da freuen sich  aber die Anwohner und Gewerbetreibenden, besonders natürlich die Gastronomen, die man bisher im Glauben ließ, es würde sich nur um 500.000 Besucher handeln.... Die behaupteten nämlich schon, es würde alles nicht so gut laufen...Oder wird hier etwas perfide mit Zahlen jongliert und die Glaubwürdigkeit repräsentativ untergraben. Mal wieder?
 Und diesmal von dem zukünftigen Ex-Generalvikar persönlich?



"Ins Genick gewichst"


Wenn ein erwachsener Mann den Kopf eines Kindes zwischen die Beine nimmt, stöhnend seinen Penis am Genick des Kindes reibt, während er ihm gleichzeitig auf den nackten Hintern schlägt, dann ist das kein sexueller Missbrauch. Das Stöhnen kann nämlich von der Anstrengung beim Verprügeln kommen. 

Absurd? Grotesk? Bizarr? Mag sein – aber so sieht es das Bistum Regensburg, bzw. ein vom Bistum beauftragter Nürnberger Rechtsanwalt.

Am gestrigen Mittwoch hat das BR-Magazin „Kontrovers“ unseren Bericht zum Serienbrief der Diözese an mehrere Missbrauchsopfer aufgegriffen (Video hier abrufbar) und tatsächlich hat das Bistum dabei so etwas wie eine Stellungnahme abgegeben.

Retraumatisieren statt retraumatisieren

Warum schreibt man den Opfern keine persönlichen Briefe? Das könne eine Retraumatisierung auslösen, meint das Bistum.

Warum veröffentlicht man keine konkreten Zahlen zu Missbrauchsfällen? Das diene dem Schutz der Opfer, meint das Bistum.

Und weil man im Bistum Regensburg so etwas eben vermeiden will – Retraumatisierung, eine Verletzung der Betroffenen – verschickt man stattdessen wortgleiche Serienbriefe, in denen die Schilderungen der Opfer als nicht nachvollziehbar bezeichnet werden.

Sexueller Missbrauch ist kein sexueller Missbrauch

In dem Serienbrief verweist man Opfer an einen Nürnberger Rechtsanwalt, der ihnen, so sie denn überhaupt noch die Kraft zu einem solchen Gespräch haben, erklärt, weshalb sexueller Missbrauch kein sexueller Missbrauch ist – siehe oben.