Montag, 4. November 2013

sexueller Missbrauch in der katholischen Kirche: Bischof Ackermann setzt sich u.a. "Opfererleben" (!) als Forschungziel

Bischof Ackermann sichtet Bewerbungen

Nach dem Ende der Zusammenarbeit mit dem Kriminologischen Forschungsinstitut Niedersachsen und dessen Leiter Christian Pfeiffer, soll die Missbrauchs-Studie neu vergeben werden.

Der zweite Anlauf war nötig geworden, nachdem die Bischofskonferenz die Zusammenarbeit mit dem Kriminologischen Forschungsinstitut Niedersachsen im Januar 2013 gekündigt hatte.

Forschungsziele seien nach wie vor die Erhebung von verlässlichem Zahlenmaterial sowie die Untersuchung von Täterstrategien, Opfererleben und institutionellen Aspekten. Die Erkenntnisse sollen vor allem in die diözesane Präventionsarbeit einfließen, die Teil der Aufarbeitungsarbeit der Deutschen Bischofskonferenz ist. Das Projekt soll transparent geplant sein und im Zusammenwirken mehrerer Verbundpartner wie Hochschulen, Fachhochschulen oder anderen wissenschaftliche Einrichtungen erfolgen.

Bistum Trier: Kirchenvermögen deutlich höher als bislang bekannt

Das Kirchenvermögen des Bistums Trier ist deutlich höher als bislang bekannt.

Allein die Beteiligung des Bischöflichen Stuhls an einer Wohnungsgesellschaft hat einen Wert von 350 Mio.Euro.
                                       
Auf Anfrage des SWR veröffentlichte das  Bistum weitere Zahlen. Demnach haben Hohe Domkirche und Domkapitel ein Vermögen von 9,2 Mio.Euro, das Priesterseminar ein Vermögen von 7,4 Mio.Euro.  
                                       
Bislang hatte das Bistum nur den sogenannten bilanziellen Wert des Bischöflichen Stuhls veröffentlicht. Er liegt bei 84 Mio.Euro. Das Bistum Trier umfasst auch große Teile des Saarlandes.
             
Quelle: Saartext, Nachrichten         

Zahl der Kirchenaustritte im Saarland steigt drastisch an

In Saarbrücken stieg die Zahl von 32 auf 106. St. Wendel meldet im Oktober 2013 insgesamt 20 Austritte, im Oktober 2012 waren es noch fünf. In Homburg stieg die Zahl von 11 auf 28, protestantische Abgänger mit eingerechnet. Auch in Merzig, das überwiegend katholisch geprägt ist, hat man zunehmend Kirchenaustritte registriert – ihre Zahl stieg von zehn auf 25. „Obwohl die Zahlen auch die Protestanten mit einschließen, ist davon auszugehen, dass es mehr Katholiken waren, die ausgetreten sind“, hieß es beim Merziger Standesamt.

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Neuer Anlauf zu Missbrauchsstudie: Regensburger Forensik-Professor Osterheider möchte das Forschungsprojekt der Bischofskonferenz fortführen

Die Bischofskonferenz will mit der Studie verlässliches Zahlenmaterial über das Ausmaß der Verfehlungen, Täterstrategien und Opferschicksale in den eigenen Reihen erhalten, um die Präventionsarbeit zu verbessern. „Sie sind Teil der Aufarbeitungsarbeit“, betonte der Missbrauchsbeauftragte, Bischof Dr. Stephan Ackermann.

Osterheider hat sich im Verbund mit anderen Wissenschaftlern aus dem Bundesgebiet an der aktuellen Ausschreibung beteiligt. Er selbst würde als Projektleiter fungieren. 

Im Ausschreibungsverfahren der Bischofskonferenz werden die eingegangenen Antragsskizzen nun von einem Beraterkreis gesichtet. Die Gruppe unter Leitung von Bischof Ackermann soll dem Ständigen Rat der Deutschen Bischofskonferenz offenbar bis Ende des Jahres ihr Votum vorlegen. 

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Sonntag, 3. November 2013

Missbrauchsfall im Bistum Basel: «Der Priester vergewaltigte mich»

BASEL - In seiner Wohnung verging sich der Geistliche an der damals 17-Jährigen. Das Bistum Basel verhängte ein Berufsverbot. Die Kirchenjustiz ermittelt.

P. A. ist zu jener Zeit Seelsorger einer fremdsprachigen Mission im Bistum Basel. Auf Bildern zeigt er sich gern mit hohen kirchlichen Würdenträgern, mit Mutter Teresa, aber auch mit Politikern wie der ehemaligen Bundesrätin Micheline Calmy-Rey. «Ich habe ihm vertraut», sagt Maria. «Das war mein Fehler.»
Der Priester verabredet sich mit ihr zu einem Gespräch in einem Café. Dann lässt er sie in sein Auto steigen, bringt sie in seine Wohnung. «Ich hatte ein komisches Gefühl», sagt Maria. «Aber ich bin mitgegangen. Es war ja der Pfarrer!» Es ist der 26. Januar 2009.

Was dann passiert, kann Maria auch heute noch nicht erzählen. Sie zieht ein Blatt Papier aus ihrer Tasche und sagt: «Lesen Sie selbst.»

Samstag, 2. November 2013

Daniel Bühling: "Das 11. Gebot: Du sollst nicht darüber sprechen. Dunkle Wahrheiten über das Priesterseminar"




Daniel Bühling wollte katholischer Priester werden. Das Priesterseminar hat ihn schon dermaßen abgeschreckt, dass er die Kirche verließ. Bühling offenbart in einem Buch, was hinter den Türen der Priesterseminare vor sich geht: Von Frauenfeindlichkeit, schwulen Sexorgien und Karrierismus.

den vollständigen Artikel auf "dradio.de" lesen (+ Audiobeitrag)




Sexueller Missbrauch durch Angehörige der katholischen Kirche: Missbrauchs-Studie wird bald neu vergeben

Mehrere interdisziplinäre Forschungsverbünde haben sich für das Forschungsprojekt der Bischofskonferenz zu sexuellem Missbrauch durch Priester beworben. Das gab nun Bischof Stephan Ackermann bekannt, der Missbrauchsbeauftragte der Deutschen Bischofskonferenz. Die Ausschreibungsfrist endete am 31. Oktober. Ziel der Studie sind die Erhebung verlässlicher Zahlen, die Untersuchung von Täterstrategien und Erleben durch die Opfer sowie die Frage des Umgangs mit Missbrauchsfällen durch Institutionen. Nach der Sichtung der nun eingegangenen Bewerbungen werde der Missbrauchs-Beraterkreis der Bischofskonferenz ein Votum vorlegen, erklärte Ackermann. - Ursprünglich sollte das Kriminologische Forschungsinstitut Niedersachsen e. V. das Forschungsprojekt betreuen. Es kam jedoch zu Meinungsverschiedenheiten zwischen dem Institut und der Bischofskonferenz, sodass diese die Zusammenarbeit aufkündigte und im Sommer eine Neuausschreibung beschloss. 

Quelle: "radiovaticana.va"

Pressemeldung der DBK: Erklärung von Bischof Dr. Stephan Ackermann zum Ablauf der Ausschreibungsfrist des Forschungsprojektes "Sexueller Missbrauch"



die vollständige Pressemitteilung auf "dbk.de" lesen

Donnerstag, 31. Oktober 2013

Bistum Trier: Opferverband empört über Einsatz von verdächtigem Priester

Der Opferverband Schafsbrief hat das Bistum kritisiert, weil es einen Priester weiter einsetzt, gegen den wegen Kindesmissbrauchs ermittelt wird. Der Priester hält weiter Messen, obwohl er in den 1980er mehrere Jungen missbraucht haben soll. Das Bistum wollte sich zu dem Fall nicht äußern. Herrmann Schell vom Opferverband Schafsbrief hält das Vorgehen des Bistums für falsch. Ein Priester gegen den Anzeigen vom Bistum und den Betroffenen vorlägen dürfe nicht mehr als Priester eingesetzt werden.

Quelle: SWR

Anmerkung ca: Und dieser Priester ist nachweislich nicht der Einzige...

Bistum Trier verteidigt Priester-Einsatz / Bei Zahlenangaben über Betroffene ist es offenbar zu einem Missverständnis gekommen

Steht die Vorgehensweise in Einklang mit den Missbrauchs-Leitlinien der deutschen Bischöfe? "Ja", sagt Bistumssprecher André Uzulis, "diese sehen keinen Automatismus zwischen Voruntersuchungsverfahren und Zelebrationsverbot vor." 

In Punkt 36 der Missbrauchs-Leitlinien heißt es: "Liegen tatsächliche Anhaltspunkte für den Verdacht eines sexuellen Missbrauchs an Minderjährigen oder erwachsenen Schutzbefohlenen vor, entscheidet der Ordinarius über das weitere Vorgehen unter Berücksichtigung der kirchenrechtlichen- und arbeitsrechtlichen Bestimmungen."

Der bisherige Ermittlungsstand verlange keine Einsatzbeschränkung, sagt Uzulis. "Ein Tanz auf dem Vulkan", meint Hermann Schell vom Opferverband Schafsbrief.

Der kirchenrechtlich noch ungeklärte Fall des saarländischen Priesters war in der zuletzt veröffentlichten Entschädigungsbilanz des Bistums untergegangen: Danach wurden angeblich alle bis Februar 2013 gestellten Anträge auf Leistungen in Anerkennung des Leids, das Opfern sexuellen Missbrauchs zugefügt wurde, bewilligt. Stimmt nicht, kritisierten die Opferverbände Schafsbrief und Missbit (der TV berichtete). André Uzulis, Sprecher des Bistums Trier, erklärt auf neuerliche Anfrage unserer Zeitung die Diskrepanz: "Bei den Zahlenangaben ist es offenbar zu einem Missverständnis gekommen, das darin begründet liegt, dass die immer wieder eintreffenden Anfragen der verschiedenen Presseorgane verschiedene Nuancen eintragen, die bei wiederholter Anfrage in der Beantwortung durch die Pressestelle verloren gegangen sind." Eine Antwort, die nicht jeder auf Anhieb verstehen dürfte.
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Pfeiffer: "Die angestrebte Anzahl von 300 Fragebögen sei aber noch nicht erreicht. Erst danach starte das KFN mit der Auswertung."

Prof. Dr. Christian Pfeiffer 



Extra

Wissenschaftliche Untersuchung: Das Forschungsprojekt zur Aufarbeitung des Missbrauchsskandals in der katholischen Kirche war im Januar vorerst gescheitert. Die Deutsche Bischofskonferenz hatte nach Zerwürfnissen den Vertrag mit dem Kriminologischen Forschungsinstitut Niedersachsen (KFN) gekündigt. Daraufhin kündigte KFN-Direktor Christian Pfeiffer an, eine eigene Untersuchung zu machen. Auf TV-Anfrage sagte Pfeiffer, dass gleich zu Beginn 150 Fragebögen eingegangen seien. "Und es kommen immer wieder welche." Die angestrebte Anzahl von 300 Fragebögen sei aber noch nicht erreicht. Erst danach starte das KFN mit der Auswertung. kat (Quelle: "volksfreund.de")




Dienstag, 29. Oktober 2013

Rekordeinnahmen durch die Kirchensteuer: Dank der guten Wirtschaftslage verzeichneten die beiden großen Kirchen in Deutschland im vergangenen Jahr ein Rekordaufkommen bei der Kirchensteuer.

Insgesamt verfügt der Bischöfliche Stuhl des Bistums Trier über ein Vermögen von knapp 84 Millionen Euro. Hinzu kommen 38 Immobilien, deren Marktwert nach Bistumsangaben derzeit nicht beziffert werden kann.

Doch vom Stuhl wird nichts verkauft oder abgehoben: Nur mit den Erträgen – pro Jahr zwischen einer und zwei Millionen – darf der Bischof arbeiten. Wie bei einer Stiftung, erklärt Kirsten Straus, die Finanzdirektorin des Bistums: „Bei einer Stiftung kämen Sie auch nicht auf die Idee, das Stiftungskapital als Ganzes einzusetzen. Sondern der Sinn ist, langfristig aus den Erträgen entsprechende Zwecke zu unterstützen. Und genau so machen wir das im Stuhl auch."

Rekordeinnahmen durch die Kirchensteuer
Im Saarland waren es 120 Millionen Euro, 90 Millionen davon erhielt die katholische, rund 30 Millionen Euro die evangelische Kirche.

In Zukunft dürfen die Kirchen auf noch mehr Geld hoffen. Zum einen, wegen der weiterhin steigenden Konjunktur, aber auch, weil über das Einkommenssteuergesetz weitere Einnahmen erschlossen werden, die sich aus der Besteuerung von Kapitaleinkünften ergeben. 

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Trier: Kirche verteidigt Umgang mit Geld


Quelle: "sr-online.de"

Montag, 28. Oktober 2013

Zahl der Kirchenaustritte in der Region Trier deutlich angestiegen

Wenn kein Wunder mehr geschieht, dürfte der Verwaltungschef des Trierer Bistums, Georg Bätzing, irgendwann im kommenden Frühjahr eine unfrohe Botschaft verkünden. „Die Zahl der Kirchenaustritte ist im vergangenen Jahr deutlich angestiegen“, wird der Generalvikar dann sagen...

Insgesamt ist die Zahl der Kirchenaustritte deutlich angestiegen, wie eine TV-Umfrage ergab – um knapp 20 Prozent.

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Sonntag, 27. Oktober 2013

"Die soziale Ausgrenzung verhaltensabstinenter Pädophiler ist unchristlich"

 Der Berliner Sexualwissenschaftler Klaus M. Beier sieht in einer pädophilen Neigung keinen Grund zum Ausschluss vom Priesteramt. Jedoch müsse diese willentlich oder therapeutisch nicht änderbare Präferenz mit einer vollständigen Verhaltensabstinenz einhergehen, schreibt der Psychiater in der von den Jesuiten herausgegebenen Monatszeitschrift "Stimmen der Zeit". Dies sei aber gerade "von einem gläubigen Christen" nicht nur erwartbar, sondern auch zu leisten.

Die Zölibatsverpflichtung habe für die Betroffenen eine hohe Anziehungskraft. Sie hofften, ihre zutiefst konflikthafte und vor anderen verheimlichte Sexualität so hinter sich lassen zu können. Damit erlägen sie jedoch einem "verhängnisvollen Fehlschluss", denn biologische Prinzipien liessen sich nicht "durch starken Glauben und Folgsamkeit in den religiösen Unterweisungen" ausser Kraft setzen.

Die Betroffenen müssten laut Beier stattdessen befähigt werden, sich offensiv zur Übernahme von Verantwortung zu bekennen und notfalls Hilfe in Anspruch zu nehmen, "die sicherstellen kann, dass es nie zu sexuellen Übergriffen kommt". Diabetes- oder alkoholkranke Menschen "würde die Gemeinschaft auch nicht aufgrund ihrer chronischen Grundproblematik ausgrenzen". Das Gleiche sollte für die Pädophilie gelten....

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ein bereits vorbestrafter pädophiler Priester verspricht einem verzweifeltem 7jährigen, dass dessen verstorbener Großvater nicht in die "Hölle", sondern in den "Himmel käme", wenn er in den Sexualakt einwillige

Belfast Crown Court heard that the boy was quite distressed about his grandfather being in purgatory but that 55-year-old James Martin Donaghy told the child "he could get him into haven if he helped him" and performed a sex act.

Following a lengthy trial at the end of 2011, Donaghy was convicted of a total of 17 sex offences including indecent assault and committing acts of gross indecency against all three victims.

Those charges all happened on various dates between 1983 and 2000.

In relation to the latest series of offences, prosecuting QC Ken McMahon said the boy was being trained by Donaghy for his upcoming first confession and communion when the abuse began.

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Samstag, 26. Oktober 2013

Die geheimen Kassen der Katholischen Kirche: "Jedenfalls mangelt es nicht an Geld. - Aber Geld, das offenbar für eine Entschädigung von tausenden von Missbrauchsopfern fehlt"

Reich, reicher, am reichsten: Die 27 katholischen Bistümer der Republik verfügen über ein Milliarden schweres Vermögen. Doch offenbar sind Immobilien, Stiftungen, Erbschaften, Wertpapiere im Vermögenshaushalt des Domkapitels und des Bischöflichen Stuhls kaum kontrollierbar.

Freitag, 25. Oktober 2013

"Nur wer glaubt wird selig?"

Nur wer glaubt wird selig?


"Nachtcafé"

Sendung am Freitag, 25.10. | 22.00 Uhr | SWR Fernsehen