Donnerstag, 17. Mai 2012

Bischof Ackermann besucht Schwulen- und Lesbenzentrum




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Erstmalig besuchte also eine Trierer Bischof ein Schwulen- und Lesbenzentrum. Offiziell. 

Interessanterweise unmittelbar wenige Tage, nachdem die Pius-Brüder der Einladung Eurer Exzellenz  zur Heilig-Rock-Wallfahrt gefolgt sind. Nachdem publik wurde, wie radikal die Pius-Brüder sich gegenüber der  Homosexualität äußern, wurde es - verständlicherweise - auch allerhöchste Zeit, sich dort blicken zu lassen. Besser war das. Eile war schließlich geboten. Nachdem die Holocaust-Leugner und Schwulenhasser - entgegen den tatsachenwidrigen Behauptungen Kronenburgs, der - wieder einmal - zu Gunsten seiner selbst mit Zahlen jonglierte - durch Trier marschierten und sich mit großer Anhängerschaft in Dom einfanden, wieder abgezogen waren, eilt der Bischof nun zu "SCHMIT-Z". Die Ankündigung seines Besuches erfolgte telefnisch eine  (!) Stunde vorher.  Mit "hauseigenem" Pressevertreter. Versteht sich. Damit auch nur ja die Selbstinszenierung klappt. Mal wieder. Und wunderbar "plakativ", um es mit den Lieblingswort seiner Exzellenz zu beschreiben.  Allerdings immer weniger glaubwürdig. Der Bischof hat schließlich inzwischen oft genug bewiesen, welchen Preis er bereit ist, zu zahlen, wenn es drauf ankommt, sich selbst in Szene zu setzen.  

Jetzt mal im Ernst: Wie kann ich denn am Samstag 2000 Leute einladen, die Plakate schreiben, auf denen drauf steht: "Schützt unsere Kinder vor diesen Perversen" (und damit waren die Schwulen bei einer Parade gemeint), die Homosexualität öffentlich als "geistig moralisches Zyankali" bezeichnen und fünf (!) Tage später repräsentativ das Schwulen-und Lesbenzentrum besuchen?

Grundsätzlich wäre dieser  Dialog förderlich und als konstruktiver Ansatz zu sehen gewesen. Aber doch bitte nicht unter diesen Bedingungen. Und auch nicht auf den Rücken der Schwulen und Lesben!