Mittwoch, 2. Mai 2012

“Als Arbeitgeber gibt das Bistum ein sehr schlechtes Bild ab”.



"Das Bistum sei im Bereich der Kranken–, Pflege- und Sozialeinrichtungen sowie der pädagogischen Einrichtungen wie Kitas und Heimen in der Region vorherrschend, gab die GEW zu bedenken und erklärte: “Als Arbeitgeber gibt das Bistum ein sehr schlechtes Bild ab”. So seien der Gewerkschaft zahlreiche Kündigungen sowie die Nichtberücksichtigung von Wiederverheirateten bei der Besetzung von Leitungsfunktionen und anderen Stellen bekannt. Der GEW-Bezirk Trier kritisiert den Arbeitgeber Kirche, “der verfassungsmäßig garantierte Grundrechte wie Meinungsfreiheit, Religionsfreiheit, Streikrecht etc. nicht gewährt.”



Das Verhältnis zwischen Gewerkschaften und Kirche sei “nicht immer einvernehmlich”, räumte Ackermann in seiner Ansprach ein, um gleich darauf zu ergänzen: “Wir haben aber keine falschen Berühungsängste mit dem DGB”. Es gebe “viel mehr Berührungspunkte, als es auf den ersten Blick den Anschein hat”. Zugleich verteidigte der Bischof den arbeitsrechtlichen Sonderstatus der Kirchen: “Wir gehen unseren eigenen Weg, aber wir haben auch gute Gründe dafür”. Konkreter wurde Ackermann in diesem Punkt nicht.