Mittwoch, 25. März 2015

Erzbistum Köln: Ermittlungen gegen Erzieherin - Staatsanwaltschaft Köln ermittelt nun doch im Fall einer Erzieherin, die das Erzbistum Köln wegen Missbrauchsverdacht entpflichtet hatte.

Ermittlungen gegen Erzieherin

Die Staatsanwaltschaft Köln ermittelt nun doch im Fall einer Erzieherin, die das Erzbistum Köln wegen Missbrauchsverdacht entpflichtet hatte. Das sagte der Sprecher, Staatsanwalt Benedikt Kortz, am Mittwoch der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA).

Die Erzdiözese habe weitere Unterlagen eingereicht, die zureichende Anhaltspunkte für die Aufnahme von Ermittlungen enthielten, sagte Kortz. Weil die Behörde zunächst nicht ermittelt hatte, legte das Erzbistum Beschwerde bei der Generalstaatsanwaltschaft in Köln ein. Deren Sprecherin, Oberstaatsanwältin Anja Drosse, sagte am Mittwoch auf Anfrage, dass sich das Beschwerdeverfahren mit der Aufnahme der Ermittlungen erledigt habe.

den vollständigen Artikel auf "domradio.de" lesen



Wenn die Erzdiözese respektive ein Bistum durch nachgereichte "zureichende Anhaltspunkte" die Macht hat, dass es überhaupt zu Ermittlungen kommt, liegt dann nicht der Rückschluss nahe, dass es auch in der Macht der Kirche lag bzw. liegt, grundsätzlich Vorwürfe bisher entkräftet zu haben bzw. weiterhin dahingehend zu entkräften bzw. so zu formulieren, dass erst gar keine Ermittlungen aufgenommen werden mussten bwz. müssen? (Anmerkung, ca)


Montag, 23. März 2015

ab 26. März 2015 im Kino: "Verfehlung"




Im deutschen Drama "Verfehlung" setzt sich Sebastian Blomberg mit dem umstrittenen Verhalten der katholischen Kirche im Rahmen von Missbrauchsvorwürfen auseinander.

direkt zur Homepage: "verfehlung-film.de" (Inhalt, Produktion, Trailer, Bilder, Presse etc.)

"Verfehlung" - Interview mit Gerd Schneider

Vor fünf Jahren wurde der Missbrauchsskandal öffentlich. Nun beleuchtet ein Kinofilm die kirchlichen Strukturen, die ihn begünstigten. Ein Gespräch über beschädigte Eliten und falsch verstandene Solidarität.

Der Regisseur, Gerd Schneider, Jahrgang 1974, wollte Priester werden. Er studierte katholische Theologie in Bonn und Wien. Später begann er ein Regiestudium an der Filmakademie Baden-Württemberg.

das ganze Interview mit Gerd Schneider auf "zeit.de" lesen

Freitag, 20. März 2015

Erzbistum Köln: Generalvikar spricht von "Gefahr in Verzug" / "Spaltung der Elternschaft wie im Fall des Erftstädter Pfarrers Winfried J."

Jugendamt teilt die Einschätzung des Erzbistums: Der Vorwurf des sexuellen Missbrauchs gegen eine Mitarbeiterin der Kita St. Dionysius in Heppendorf wurde von der Staatsanwaltschaft Köln zurückgewiesen. Sie sieht keine „tragfähigen Anhaltspunkte“.

Nach Ansicht des Generalvikariates sei Gefahr im Verzug gewesen. Man habe umgehend handeln müssen. Es gehe um eindeutig sexualisierte Handlungen. Die Angaben von Eltern und den Kindern seien glaubhaft. Eltern hätten auf verschiedene Art und Weise von Kindern Informationen bekommen.

Oberstaatsanwalt Ulrich Bremer dagegen sagt, nach eingehender rechtlicher Prüfung könne die Staatsanwaltschaft Köln kein Ermittlungsverfahren einleiten. Die vom Erzbistum vorgetragenen Anhaltspunkte seien nicht tragfähig. Eine Anzeige von Eltern liege nicht vor. Gegen diese Auffassung habe das Bistum Beschwerde eingereicht. Darüber müsse nun die Generalstaatsanwaltschaft Köln entscheiden. Das werde innerhalb einer Woche geschehen.

den vollständigen Artikel auf "ksta.de" lesen

Erzbistum Köln: Missbrauchsvorwurf gegen Erzieherin eines katholischen Kindergartens - Keine Ermittlungen

Der Missbrauchsvorwurf gegen eine Erzieherin in Elsdorf wird keine Ermittlungen nach sich ziehen. Das hat ein Sprecher der Kölner Staatsanwaltschaft auf Radio Erft Anfrage bestätigt.

Das Kölner Erzbistum hatte die Erzieherin der katholischen Kindertagesstätte Sankt Dionysius in Heppendorf wegen des Verdachts auf sexuellen Missbrauch an mehreren Kindern freigestellt und die Vorwürfe an die Staatsanwaltschaft weitergeleitet.

Das diese keine Ermittlungen aufnimmt sorgt für Unverständnis. Man habe den Fall mit dem örtlichen und dem Landesjugendamt und einem eigenen Juristen geprüft. Alle teilten die Einschätzung des Erzbistums, so ein Sprecher.

Inzwischen wurde Beschwerde bei der Generalstaatsanwaltschaft eingereicht.

den vollständigen Artikel auf "radioerft.de" lesen




Quelle:

Mittwoch, 18. März 2015

Dokumentation "Kirche zwischen Schuld und Sühne - Eine Bilanz fünf Jahre nach dem Missbrauchsskandal"

Noch immer melden sich Betroffene. -
 Und noch immer gibt es Täter, die von dem Schutzmantel des Schweigens profitieren. 



direkt zum Video (44min) auf "br.de/mediathek"

Zwischenbilanz: Ackermann spricht von "Vertrauensbeweis" der Betroffenen gegenüber der Kirche (!)

"Dass Menschen sich trotz der schlimmen Erfahrung, die sie mit kirchlichen Amtsträgern, seien es Priester, seien es Generalvikare oder Bischöfe gewesen, trotz der schwiergien Erfahrung, die sie gemacht haben, sich an uns gewandt haben,  offensichtlich doch den Eindruck haben, 'es bringt etwas, ich werde jetzt gehört' - das ist ein Vertrauensbeweis"







Charismatische Täter - im Talar

Die Filmautoren beleuchten einzelne Missbrauchsfälle in Bayern, die vor fünf Jahren in den Schlagzeilen waren. Sie gehen den Versprechen nach, die damals von den Verantwortlichen gemacht wurden. Fragen bei den Opfern nach, was aus ihrer Geschichte geworden ist. Diese Bilanz fünf Jahre nach dem Missbrauchsskandal geht aber auch der Frage nach, welche strukturellen Reformen angegangen wurden, um Missbrauch zu verhindern, und welche noch ausstehen.

Autor: Stationen.Dokumentation 
Regie: Christian Wölfel, Anna Kemmer 
Redaktion: Andrea Kammhuber 








Sonntag, 15. März 2015

Die katholische Kirche und der Missbrauch: Das Schweigen der Männer

Zu diesem Thema sehen Sie 
am Montag, 16. März um 23.30 Uhr im Ersten 
die Dokumentation "Das Schweigen der Männer - 
Die katholische Kirche und der Kindesmissbrauch".


Ackermann bekam von seinen 26 Bischofskollegen die Aufgabe anvertraut, das Forschungsprojekt zum Kindesmissbrauch in der katholischen Kirche zu koordinieren und nach außen zu vertreten. Mit Ergebnissen ist frühestens 2017 zu rechnen. Zweifellos ist das eine Herkulesaufgabe, zumal das Projekt wenig Vertrauensvorschuss von der Öffentlichkeit erhält. Kritik gibt es zum Beispiel vom Bonner Kirchenrechtler Norbert Lüdecke. Er rügt, dass die Wissenschaftler keinen direkten Zugang zu den Personalakten erhalten.Noch schwerer wiegt ein weiterer Vorwurf: Die katholischen Orden, in deren Verantwortung zahlreiche Schulen und Internate liegen, wurden nicht einmal gefragt, ob sie bei diesem Forschungsprojekt mitmachen wollen. Bischof Ackermann: "Nein, das gebe ich ehrlich zu, das haben wir nicht gemacht."

Samstag, 14. März 2015

Erftstadt (24): Katholische Kirche demonstriert weiterhin Solidarität mit Pfarrer J.





Quelle: "pfarreiengemeinschaft-erftstadt-ville.de"


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"Weiteres trauriges Schauspiel
Sie schreiben, dass Dechant Hans Peter Kippels die Entfernung wie folgt begründet: 'Ein Gebetshaus könne nicht dauerhaft für Demonstrationszwecke genutzt werden. Dies gelte für alle Beteiligten. Auch die Blumen, Kerze und Plakate, mit denen Gläubige vor der Kirche den entpflichteten Pfarrer J. unterstützen, seien nicht mehr vorhanden.

Es enstpricht nicht der Wahrheit, dass auch die Solidaritätsbekundungen mit Pfarrer W.J. entfernt wurden. An der Eingangstür befand sich auch Tage später noch ein großes Schild mit der Aufschrift: 'Solidarität für Pfarrer W.J.' und dem Konterfei des Pfarrers. Das Schild befand sich bereits bei meinem letzten Besuch in der Kirche am 22. Februar dort. Solidarität mit den Opfern ist in der Kirche also verboten, aber der Täter prangt weiterhin am Eingang.

Mir wird dabei schlecht. Ein Pfarrer verübt jahrelang sexuelle Übergriffe auf Kinder. Anstatt sich um die Opfer zu sorgen, die ihr Leben lang damit leben müssen, solidarisieren sich Menschen mit dem Täter. Die Zeit des "es-nicht-glauben-Könnens" ist vorbei. Trotz der Solidaritätsbekundungen haben sich weitere Opfer gemeldet. Diese Frauen haben meinen größten Respekt für ihren mutigen Schritt. Glaubt denn ernsthaft jemand, ein Opfer von sexuellen Grenzverletzungen traut sich noch in eine Kirche, auf deren Eingangstür ein "Solidarität mit dem Täter"-Schild hängt? Das ganze ist ein weiteres trauriges Kapitel in der Reihe "Kirche heute".

GR"
Quelle: Leserbrief  ("Kölner Stadtanzeiger", Wochenendausgabe, 14./15.03.2015)



Anmerkung ca: 

Symbolfoto

Das Schild "Solidarität für Pfarrer Winfried Jansen" begrüßte auch heute Mittag  (14.03.2015) noch jeden Kirchenbesucher im Eingangsbereich der Kirche. Nur wenige Schritte hiervon entfernt liegt ein Blatt mit den neuesten Pfarrnachrichten. Auf Seite 1 wird verkündet: "Aus aktuellem Anlass bitten wir darum, von   j e g l i c h e n   Solidaritätsbekundungen vor   oder  in  unseren Kirchen Abstand zu nehmen. Gotteshäuser sind Räume der Ruhe und des Gebetes, nicht der Demonstration   oder   gar   der   Provokation (!)." ... 


update: am 15.03.2015 wurde das Schild an der Eingangstür der Kirche entfernt

Freitag, 13. März 2015

Fördern Strukturen der katholischen Kirche sexuellen Missbrauch?





direkt zum Videolink auf "tagesschau.de"

"Die katholische Kirche in Deutschland hat offenbar mehr pädophil geneigte Männer in ihren Reihen als bislang angenommen"

Zu dieser Einschätzung kommen namhafte Sexualforscher wie der Berliner Sexualpsychologe Dr. Christoph J. Ahlers und Prof. Klaus M. Beier von der Berliner Charité. Ahlers äußert sich am Montag, 16. März, um 23.30 Uhr im Ersten in der NDR Dokumentation "Das Schweigen der Männer - Die katholische Kirche und der Kindesmissbrauch".

Mittlerweile lässt die katholische Kirche zahlreiche Mitarbeiter in der Missbrauchsprävention schulen. Dennoch ergeben die Recherchen für die NDR Dokumentation auch, dass die katholischen Bischöfe auf ein Hilfsangebot für pädophile Kleriker, die noch nicht zu Tätern geworden sind, bislang nicht eingegangen sind.


den vollständigen Artikel auf "cleankids.de" lesen

Donnerstag, 12. März 2015

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neue Seite

"Erftstadt"

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Erftstadt (23) "Solidaritätsbekundungen nicht gestattet"? - Betroffene werden weiterhin öffentlich gedemütigt






(Foto: privat, 04.03.2015)

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(Foto: privat, 12.03.2015, Eingangsbereich Kirche)


(Foto: privat, 12.03.2015)



Missbrauchs-Vorwürfe erschüttern die katholische Kirche auf Mallorca

Die Bombe platzte am vergangenen Freitag, als Mallorcas Bischof Javier Salinas im Rahmen der Einweihung eines neues Lokals der Caritas erklärte, dass er Prior Vallespir wegen der Missbrauchsvorwürfe vorläufig vom Dienst suspendiert habe. Das Kirchengericht habe weitere Untersuchungen eingeleitet. Salinas fand klare Worte der Solidarität mit möglichen Missbrauchsopfern.

Unterdessen laufen auch Untersuchungen gegen den Pfarrer von Sa Pobla und weitere Priester, die von einem ehemaligen Messdiener des sexuellen Missbrauchs beschuldigt werden. Diese Vorgänge sollen sich in den 1980er Jahren zugetragen haben, als der Pfarrer in Selva tätig war. Juristisch noch nicht abgeschlossen ist ferner der Fall des ehemaligen Pfarrers von Can Picafort, den das Kirchengericht aus der Kirche ausgeschlossen hatte, weil er sich an Mädchen vergangen haben soll.

Brüsseler Erzbischof soll Missbrauch vertuscht haben

Brüssel – Der Vorsitzende der Belgischen Bischofskonferenz, der Brüsseler Erzbischof Andre-Joseph Leonard, soll vor einem Berufungsgericht in Lüttich aussagen. Wie die Zeitung "La Libre Belgique" berichtete, geht es in der Verhandlung um einen Fall von wiederholtem Kindesmissbrauch in der Zeit von 1987 bis 1991.

Der Kläger Joel Devillet wirft Leonard, damals Bischof von Namur, vor, von dem Missbrauch durch einen Diözesanpriester gewusst und diesen geschützt zu haben

den vollständigen Artikel auf "derstandard.at" lesen

Kremsmünster: Verurteilter Ex-Pater erbittet bessere Haftbedingungen

Das Urteil zwölf Jahre Haft für den ehemaligen Konviktsdirektor war Ende Jänner vom Oberlandesgericht (OLG) Linz bestätigt worden, nachdem zuvor der Oberste Gerichtshof (OGH) die Nichtigkeitsbeschwerde gegen den Schuldspruch abgewiesen hatte. Der Mann hat in den Jahren 1967 bis 1996 sexuelle und gewalttätige Übergriffe auf ehemalige Schüler verübt. Teils ging er mit einer Ochsenpeitsche, Tritten oder beidhändig ausgeführten "Stereowatschen" auf die Zöglinge los. Gelegentlich erklärte er Kinder für "vogelfrei". Dann durften Mitschüler den Betreffenden drangsalieren, ohne Konsequenzen befürchten zu müssen. Zudem drohte der Beschuldigte mehrmals, er werde seine Pumpgun holen, die er bis 2010 illegal besessen hatte.

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Die Betroffenen haben "lebenslänglich". Die Betroffenen sind erfahrungsgemäß "bedingt lebensfähig". Eine "Verlegung" in ein möglichst seelisch-barrierefreies Leben ist allerdings NICHT möglich.


Sendehinweis: Video-Vorschau auf "Das Schweigen der Männer" (16.3.2015, 23:30 Uhr im Ersten)



"Wir wollen Klarheit und Transparenz über diese dunkle Seite in unserer Kirche", sagte Bischof Ackermann im Namen der katholischen Bischöfe, als er im März 2014 ein interdisziplinäres Forschungsprojekt vorstellte. Die Wissenschaftler erhielten den Auftrag, die zahlreichen Kindesmissbrauchsfälle in der katholischen Kirche aufzuarbeiten. Ein Jahr danach ist es Zeit für eine Zwischenbilanz: Wie ehrlich meint es die katholische Kirche wirklich mit der Aufarbeitung? Wie groß ist das Ausmaß des Skandals? Die Autoren Birgit Wärnke und Sebastian Bellwinkel haben hinter die Mauern der katholischen Kirche geschaut.


direkt zur Vorschau "Das Schweigen der Männer" (einschließlich Kommentarfunktion)

Mittwoch, 11. März 2015

Kloster Ettal: Spezialist für Aussagepychologie sollte als Gutachter Glaubwürdigkeit der Zeugen angreifen

Pater wegen sexuellen Missbrauchs verurteilt: Das Landgericht München II hat den Ettaler Benediktinerpater G. wegen sexuellen Missbrauchs von Kindern und Schutzbefohlenen in 21 Fällen zu einer Bewährungsstrafe verurteilt. Sein spätes Geständnis wirkte sich strafmildernd aus.

 Zuvor hatte der Pater die Anschuldigungen jahrelang massiv abgestritten. In seinem Auftrag sollte ein Spezialist für Aussagepsychologie als Gutachter die Glaubwürdigkeit der Zeugen angreifen.

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