Bischof Ackermann und die mit ihm anwesenden Vertreter von Bistümern und Orden zeigten sich erfreut über das Gespräch: „Wir haben einen ersten Fahrplan erarbeiten können, um zusammen mit dem UBSKM weitere Schritte zu planen:
Der intensive Austausch führte zu der Übereinkunft, dass möglichst bis zum Herbst Eckpunkte einer Vereinbarung zu strukturellen Festlegungen und einheitlichen Standards und Kriterien der Aufarbeitung von sexuellem Missbrauch im katholischen Bereich abgeschlossen werden sollte. "
die komplette Pressemitteilung auf "beauftragter-missbrauch.de" lesen
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Mittwoch, 22. Mai 2019
Samstag, 4. Mai 2019
Bistum Trier / Ayl (Nachtrag): Erneut Pfarrer unter Verdacht
09. April 2019
den vollständigen Artikel auf "volksfreund.de" lesen
Wie Bischofssprecherin Judith Rupp auf Anfrage dem "Trierischen Volksfreund" bestätigte, gibt es Missbrauchsvorwürfe gegen einen Ruhestandspriester aus der Region. Der Geistliche bestreite die Vorwürfe. Er darf aber nach Informationen des "Trierischen Volksfreund" derzeit keine Gottesdienste mehr halten. Zudem wurde die Staatsanwaltschaft informiert, bestätigte der Leitende Trierer Oberstaatsanwalt Peter Fritzen. Der Hinweis werde auf seine strafrechtliche Relevanz überprüft.
den vollständigen Artikel auf "volksfreund.de" lesen
Freitag, 26. April 2019
Bistum Trier: "Es reicht - endgültig!"
aktualisiert am 07.05.2019
- Leserbriefe zu den Artikel „Kriminologe attackiert Trierer Bischof“ und „Bistümer im Land suchen Gespräch mit Opfern“ sowie zu den Leserbriefen unter der Überschrift „Es reicht – endgültig!“ ("Trierischer Volksfreund")
- Leserbriefe zu dem Artikel "Kriminologe attackiert Trierer Bischof : << Wir lassen uns nicht kaufen >>" ("Trierischer Volksfreund")
- Leserbriefe zu dem Artikel "Wir lassen uns nicht kaufen" (blog.zeit.de)
Donnerstag, 18. April 2019
Bistum Trier: Bischof Ackermann schweigt zu Vorwürfen
"Auf einmal verkrampfte Bischof Ackermann - körperlich und von der Sprache her. Er redete mich mit 'Professor Pfeiffer' an und erklärte mir, wenn ich mich weigere, den Vertrag zu unterschreiben, und der Zensurvorwurf nach draußen dringe, dann sei ich ein Feind der katholischen Kirche - und das wünsche er niemandem. Er erklärte weiter, dass sie meinen guten Ruf öffentlich massiv attackieren würden und offenlegen müssten, welche Schwierigkeiten es mit dem Institut gegeben habe. Er sagte, dass mir das schaden würde, dass ich es bereuen und einen schweren Fehler begehen würde, wenn ich nicht unterschriebe."Quelle: Prof. Dr. Christian Pfeiffer im Interview mit "die Zeit"
Der Kriminologe Christian Pfeiffer hat im Zusammenhang mit der vor sechs Jahren abgebrochenen Studie zum sexuellem Missbrauch in der katholischen Kirche Vorwürfe gegen den Trierer Bischof Stephan Ackermann erhoben. Pfeiffer sprach in einem Interview mit der "Zeit" von einem "Versuch der Nötigung".
Dass es einen solchen Vorfall gegeben haben soll, hatte Kriminologe Pfeiffer schon damals gegenüber der "Zeit" angedeutet. Doch die ganze Geschichte wollte er nicht erzählen, da er Schaden von dem Kriminologischen Institut in Hannover abwenden wollte. Das Institut bezog einen Großteil seiner Forschungsgelder vom niedersächsischen Wissenschaftsministerium. Jetzt ist Peiffer im Ruhestand und er sagt, er habe jetzt nicht mehr gezögert, als die "Zeit" ihn wieder auf die Vorkommnisse von 2012 angesprochen hatte.
Bischof Stephan Ackermann wollte sich am Donnerstag nicht zu den Vorwürfen äußern. Seine Sprecherin verwies nur auf ein vor sechs Jahren erschienenes Positionspapier der Deutschen Bischofskonferenz zu dem Thema. Darin heißt es unter anderem: "Gegen den Vorwurf von Professor Pfeiffer, die katholische Kirche sei durch ihre Zensur- und Kontrollwünsche für das Scheitern der Zusammenarbeit verantwortlich, verwahren wir uns entschieden."
(swr.de)
Dienstag, 16. April 2019
Bistum Trier: Schwere Vorwürfe des früheren Justizministers und Experten Christian Pfeiffer gegenüber Bischof Ackermann
Der bekannte Kriminologe Christian Pfeiffer wirft der katholischen Kirche vor, seinem Forschungsinstitut im Zuge einer Missbrauchsaufklärung Geld angeboten und ihn selbst bedroht zu haben, um ihn und seine Kollegen zum Schweigen über ihre Sicht zu den Umständen des Scheiterns einer gemeinsamen Studie zu bringen. Das berichtet der ehemalige niedersächsische Justizminister in der "Zeit".
"Wir lassen uns nicht kaufen", hatte der Kriminologe nach eigener Aussage im Dezember 2012 gegenüber Bischof Stephan Ackermann erklärt, dem Missbrauchsbeauftragten der Deutschen Bischofskonferenz.
Dieses Institut hatten die Bischöfe 2011 mit einer großen Missbrauchsstudie beauftragt. 2012 sei Pfeiffer als Leiter des KFN angeboten worden, "dass wir nicht ausgegebene Forschungsmittel in Höhe von circa 120.000 Euro für sonstige Forschungszwecke behalten dürfen." Das habe Pfeiffer im Namen des KFN abgelehnt.
Daraufhin habe Ackermann dem Kriminologen gedroht, laut Pfeiffer mit den Worten "dann sei ich ein Feind der katholischen Kirche – und das wünsche er niemandem". Der Bischof habe erklärt, "dass sie meinen guten Ruf öffentlich massiv attackieren würden", "dass mir das schaden würde, dass ich es bereuen und einen schweren Fehler begehen würde", wenn keine Schweigevereinbarung zustande käme, berichtet Pfeiffer und spricht in der "Zeit" vom "Versuch einer Nötigung."
zum vollständigen Artikel auf abendblatt.de
- Bischof Ackermann wollte sich auf Anfrage des "Trierischen Volksfreund" am Mittwoch nicht zu den Vorwürfen äußern. Alle Fragen zu dem gescheiterten Forschungsprojekt seien damals beantwortet worden, sagte Bischofssprecherin Judith Rupp unter Verweis auf ein vor sechs Jahren erschienenes mehrseitiges Papier zum Thema.
Dienstag, 9. April 2019
Bistum Trier: Berühmter Trierer Tenor: "Ich wurde als Kind von einem Pater vergewaltigt"
Der bekannte Trierer Tenor Thomas Kiessling gibt an, von einem Pater vergewaltigt worden zu sein. Der 56-Jährige hatte dies erst vor kurzem öffentlich bekanntgemacht. „Ich wurde als Kind von einem Pater vergewaltigt“, sagte Kiessling bei der Tagung am Dienstag: „Ich bin Opfer.“ Demnach sei er als Kind von einem Pater der Trierer Abtei St. Matthias missbraucht worden.
den vollständigen Artikel auf "volksfreund.de" lesen
Im Bistum Trier ist über die Missbrauchsstudie der Katholischen Kirche diskutiert worden. Zum ersten Mal berichteten Opfer öffentlich über ihre Eindrücke zu der Studie.
Der Trierer Bischof Stephan Ackermann wies bei der Veranstaltung den Vorwurf zurück, er sei nicht zum Gespräch mit Missbrauchsopfern bereit. Ackermann sagte, er habe jetzt (nach 9 Jahren (!) / Anmerk. ca) ein Gespräch mit der Missbrauchsinitiative "MissBit" ins Auge gefasst. Er sei bereit, sich kritisch hinterfragen zu lassen.
swr.de
Bistum Trier: Bischof Ackermann stellt sich heute der Kritik von Missbrauchsopfern
Das Bistum Trier informiert über die Missbrauchsstudie der Deutschen Bischofskonferenz. Bei der Veranstaltung werden auch Betroffene zu Wort kommen. Für Bischof Stephan Ackermann ein wichtiger Schritt.
Auch die Missbrauchsinitiative "MissBit" (Betroffene sexuellen Missbrauchs durch Angehörige der katholischen Kirche im Bistum Trier) begrüßt die Veranstaltung in Trier.
Eine Gruppe von Pastoral- und Gemeindereferenten hatte das Treffen initiiert.
Angesprochen sind Seelsorger und Mitarbeiter des Bistums. Der Trierer Bischof Stephan Ackermann sprach bei der Veranstaltung von einem Lernprozess der katholischen Kirche im Umgang mit den Missbrauchsopfern
Der Psychiater Jörg Felgert referiert über die Ergebnisse der Studie und die Dunkelziffer. Er war auch im Beirat der Missbrauchsstudie. In Arbeitsgruppen wird unter anderem darüber diskutiert, wie die Missbrauchsfälle aufgearbeitet werden können. Die Studie hatte allein im Bistum Trier mehr als 440 Missbrauchsfälle nachgewiesen.
den vollständigen Artikel auf swr.de lesen
Montag, 1. April 2019
Bistum Trier: Neue Ansprechpartnerin bei Verdachtsfällen sexuellen Missbrauchs
Bildquelle: bistum-trier.de
Trier/Saarlouis – Die Saarlouiser Rechtsanwältin Ursula Trappe ist ab sofort unabhängige Ansprechperson in Verdachtsfällen sexuellen Missbrauchs im Bistum Trier. Die Fachanwältin für Familienrecht mit einer Zusatzausbildung als Mediatorin ist gemäß den „Leitlinien für den Umgang mit sexuellem Missbrauch Minderjähriger und erwachsener Schutzbefohlener durch Kleriker, Ordensangehörige und andere Mittarbeiterinnen und Mitarbeiter im Bereich der Deutschen Bischofskonferenz“ (vgl. Abschnitt B „Zuständigkeiten“) für diese Aufgabe von Bischof Dr. Stephan Ackermann beauftragt worden. Sie ist in ihrer Arbeit vom Bischof und dem Bistum unabhängig. Ursula Trappe ist erreichbar unter der E-Mail ursula.trappe(at)bistum-trier.de oder Telefon 0151-50681592
Ursula Trappe folgt in dieser Aufgabe auf Gisela Lauer, die bis Ende 2018 eine der beiden unabhängigen Ansprechpersonen des Bistums war. Zweite Ansprechperson ist Peter Rütten. Menschen, die Hinweise auf Verdachtsfälle sexuellen Missbrauchs haben oder davon betroffen sind, können sich an die beiden Personen wenden. Gespräche mit den Ansprechpersonen unterliegen der Vertraulichkeit. Die Ansprechpersonen informieren über Verdachtsfälle den Bischof, der dann das weitere Vorgehen in Gang setzt (vgl. Leitlinien Abschnitt C „Vorgehen nach Kenntnisnahme eines Hinweises“).
Weitere Informationen sind unter https://www.bistum-trier.de/hilfe-soziales/sexualisierte-gewalt im Internet zu finden.
Sonntag, 24. März 2019
Bischof Ackermann: "Das Verheerende war, dass Angehörigen und Opfern der Mut fehlte zu sprechen."
Opfern und ihren Angehörigen fehlte der Mut zu sprechen.
Laut Ackermann sei dies das Verheerende in den letzten Jahrzehnten gewesen.
Ackermann: "Angehörige haben sich nicht getraut, weil es keine Kultur
des Sprechens gab über das Thema „Sexualität“. Weil auch der Priester eine so
oft überhöhte sakrale Figur war, dass es keinen Mut gab zu sprechen. Es gab aber
auch Menschen, die gesagt haben: „Das traue ich mir nicht zu, mir wird keiner
glauben.“ Das war das Verheerende in den
vergangenen Jahrzehnten."
Ackermann auf die Frage nach der Verantwortung der Bischöfe: "Also, man muss diejenigen, die ihre Amtspflichten verletzt
haben und wo das sozusagen sich auch nachweisen lässt, verurteilen. Da, wo es
Vergehen gibt, müssen sie benannt und auch bestraft werden. Aber in ganz vielen
Fällen ist es so, dass dann die Tat verjährt ist und das staatliche Gericht, die staatliche Strafverfolgungsbehörde nicht tätig wird."
direkt zum Videobeitrag auf arte.tv (ab Minute 14.20)
Donnerstag, 21. März 2019
Bistum Trier / Freisen II: Täter- oder Opferschutz? - Der Fall des ehemaligen Trierer Priesterseminaristen "Bruder Wolfgang"
Michael Imlau, ehemaliger Mitstudent von "Bruder Dominik" (Pfarrer V.), und Pfarrer aus Hamburg:
"Er (Pfarrer V., Anmerk. ca) erzählte mir dann, Bernhard Backovsky werde ihm helfen. Ich fragte ihn, warum hilft Bernhard Backovsky dir? Grinsend antwortete der Mitstudent: "Weil ich die Backovsky-Brüder in der Hand habe. Als ich nachfragte, "Mit was hast du die Backovsky-Brüder in der Hand?" antwortete er: "Das ist meine Lebensversicherung. Das werde ich dir ganz bestimmt nicht sagen."
Montag, 18. März 2019
"Wir sind entschlossen, alles zu tun,
um sexuellen Missbrauch in der Kirche zu überwinden
und den Betroffenen Gerechtigkeit widerfahren zu lassen.
Wir werden gutmachen, was möglich ist auf Erden."
- Kardinal Marx, ehemaliger Bischof von Trier und heutiger Vorsitzender der DBK auf der Frühjahrsvollversammlung der Deutschen Bischöfe in Lingen. 14.03.2019 -
Samstag, 16. März 2019
Bischof Ackermann: "Stärkere Belege für Taten einfordern ohne die Betroffenen noch einmal ungewöhnlich zu belasten"
Nach Angaben der Bischofskonferenz wurden bis Herbst vergangenen Jahres 1.900 Anträge von der zuständigen Zentralen Koordinierungsstelle positiv beschieden. Im Schnitt wurden 5.000 Euro gezahlt, bei einer Gesamtsumme von neun Millionen Euro. Opferverbände sehen in den bisherigen Zahlungen keine „angemessene Entschädigung“. Bischof Ackermann gab zu bedenken, dass man bei der Zahlung von Entschädigungen unter Umständen „stärker Belege“ für die Taten einfordern müsste, als das bei den bisherigen Zahlungen der Fall ist.
"Wir sagen ja jetzt auch in Fällen, wo etwas glaubhaft ist, wo ich aber jetzt kaum Beweise habe ... Da kommt eine betroffene Person und diejenigen, die sozusagen das anschauen, sagen: <Das ist uns plausibel. Wir glauben. Auch, wenn wir weder in Akten noch andere Betroffene noch sonstwas sehen>. Und wir sprechen ein Summe zu. Wenn ich natürlich sage, hier geht es um eine monatliche Rente bis zum Lebensende in Höhe von 500,00 Euro, da geht es ja um ganz andere Dimensionen, und dann ist die Frage: "Muss dann das sozusagen stärker bewiesen werden? Also, kriegen wir da eine Lösung hin, nicht Betroffene jetzt auch noch einmal ungewöhnlich zu belasten?"
Donnerstag, 14. März 2019
Kardinal Marx: "Wir haben einen Maßnahmenkatalog" - und lassen einen Punkt außen vor
Der DBK-Vorsitzende und ehemalige Trierer Bischof, Kardinal Marx, präsentiert zum Abschluss der Frühjahrsvollversammlung überraschend einen "Maßnahmenkatalog". Tatsächlich handelt es sich hierbei jedoch um die "Fuldaer Erklärung" vom 27.09.2018. Und dies auch nur eingeschränkt: Während es in der "Fuldaer Erklärung" noch unter Punkt sechs hieß: "Wir wollen klären, wer über die Täter hinaus institutionell Verantwortung für das Missbrauchsgeschehen in unserer Kirche getragen hat", findet dieser Punkt auf der Frühjahrsvollversammlung 2019 keine Erwähnung mehr.
Bildquelle: Wolfsburger Allgmeine Zeitung
Marx: "Manche Stimmen sind zu hören, die sagen, es müsse einen konkreten Maßnahmenkatalog geben. Ich kann da nur sagen: Wir haben diesen Katalog und an den dort genannten Punkten arbeiten wir."
Marx weiter:
"Die konkreten Umsetzungen aus den in Fulda beschlossenen Punkten hat der Beauftragte der Deutschen Bischofskonferenz für Fragen des sexuellen Missbrauchs im kirchlichen Bereich und für Fragen des Kinder- und Jugendschutzes, Bischof Dr. Stephan Ackermann (Trier), bei der gestrigen Pressekonferenz vorgestellt. Ich rufe sie hier nur in Erinnerung und zwar jene fünf Teilprojekte, die für uns ein sichtbarer Maßnahmenkatalog sind:
1. das "Teilprojekt Unabhängige Aufarbeitung",
2. das "Teilprojekt der Überprüfung und Weiterentwicklung des Verfahrens zu Leistungen in
Anerkennung zugefügten Leids",
3. das "Teilprojekt der Einrichtung unabhängiger Anlaufstellen für Betroffene",
4. das "Teilprojekt zur Standardisierung in der Führung der Personalakten der Kleriker" und
5. das "Teilprojekt zum Monitoring für die Bereiche der Intervention und der Prävention".
Bischof Ackermann: " Die Beratungsstellen der Bistümer haben einfühlsame und erfahrene Mitarbeiter"
"Dass der Missbrauchsbeauftragte Stephan Ackermann einräumen musste, dass es noch immer nicht in allen Diözesen wirklich unabhängige Ansprechpartner für Missbrauchsopfer gibt, spottet jeder Beschreibung." (rundschau-online.de)
"Kein Problem hat Ackermann damit, dass in einigen Fällen Bistumsbeschäftigte Ansprechpartner für Opfer von Missbrauch sind. Er gehe nicht davon aus, dass die benannten Personen an Weisungen des Bischofs hängen. Die Beratungsstellen der Bistümer hätten einfühlsame und erfahrene Mitarbeiter. Allein weil jemand unabhängig ist, heiße das noch nicht, dass er als Ansprechpartner besser geeignet sei. Wenn man aber wolle, dass die Unabhängigkeit zu erkennen ist, dann müsse das System komplett umgestellt werden. Die meisten Ansprechpartner seien deshalb bereits unabhängig von Bischof und Bistum." (swr.de)
Eine Frage, deren Antwort Bischof Ackermann bei seinem gestrigen Pressegespräch in Lingen heftig ins Stammeln gerieten ließ: Die Nachfrage, wie es mit den unabhängigen Ansprechpartnern aussähe - nach inzwischen neun Jahren.
Dass Ackermann bei der Suche nach einer Antwort auf diese Frage ins Stocken gerät, ist nachvollziehbar: In seinem eigenen Bistum gibt es seit Jahren heftige Kritik am Ansprechpartner. Dies bestätigte auch das Beschwerdemangement des Bistums Trier. Betroffene berichten über ihre tiefgreifend negative Erfahrungen. Im Bistum des Missbrauchsbeauftragten selbst wird nicht nur die Unabhängigkeit des Trierer Ansprechpartners Peter Rütten stark angezweifelt, sondern im Besonderen sein Umgang mit Betroffenen heftig kritisiert.
Quelle: bistum-trier.de
Hinzu kommt: Auf der Homepage des Bistums selbst wird seit zwei Tagen offiziell nur noch ein männlicher Ansprechpartner präsentiert: Peter Rütten. Die bisherige weibliche Ansprechpartnerin, die Juristin Gisela Lauer, wurde von der Homepage des Bistums entfernt. Weibliche Betroffene sind nun vor eine weitere Schwierigkeit gestellt: Sie müssen die Hürde überwinden, Detailfragen zu sexuellen Übergriffen dem einzigen Ansprechpartner im Bistum Trier, einem Mann, gegenüber zu beantworten.
- Ein weiterer Schlag ins Gesicht für die Betroffenen, die auf den Diplom-Theologen Peter Rütten, der u.a. mehrere Jahre für die Psychotherapie bei Sexualstraftätern beauftragt war, als Ansprechpartner im Bistum Trier angewiesen sind und deren Kritik, die inzwischen seit Jahren geäußert wird, von Bischof Ackermann bis heute nicht ernst genommen wird. / ca
Mittwoch, 13. März 2019
Bischof Ackermann im Pressegespräch zum Thema „Sexueller Missbrauch an Minderjährigen"
Pressegespräch zum Thema
„Sexueller Missbrauch an Minderjährigen: Aufarbeitung und Prävention
– Informationen zum aktuellen Stand“
mit Bischof Dr. Stephan Ackermann
Lingen, 13.03.2019
„Sexueller Missbrauch an Minderjährigen: Aufarbeitung und Prävention
– Informationen zum aktuellen Stand“
mit Bischof Dr. Stephan Ackermann
Lingen, 13.03.2019
- Kein Problem hat Ackermann damit, dass in einigen Fällen Bistumsbeschäftigte Ansprechpartner für Opfer von Missbrauch sind. Er gehe nicht davon aus, dass die benannten Personen an Weisungen des Bischofs hängen. Die Beratungsstellen der Bistümer hätten einfühlsame und erfahrene Mitarbeiter. Allein weil jemand unabhängig ist, heiße das noch nicht, dass er als Ansprechpartner besser geeignet sei. Wenn man aber wolle, dass die Unabhängigkeit zu erkennen ist, dann müsse das System komplett umgestellt werden. Die meisten Ansprechpartner seien deshalb bereits unabhängig von Bischof und Bistum. (swr.de)
- Die Erwartungen an die katholische Kirche zum Umgang mit Missbrauchsfällen sind hoch. Missbrauchsbeauftragter Ackermann verkündete aus Kritikersicht nur wenig Neues. (zdf.de)
- Einerseits bemüht sich die katholische Kirche seit Jahren um eine Aufarbeitung des sexuellen Missbrauchs an Kindern und Jugendlichen durch Priester und Diakone. Andererseits bleibt sie konsequent hinter den selbst gesteckten Zielen zurück. (rundschau-online.de)
Bistum Trier: Verdacht des Besitzes von Kinderpornografie - Bistum Trier beurlaubt Diakon "aus präventiven Gründen" . Er galt als "unauffällig und beliebt, engagiert in der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen"
Das Trierer Klinikum Mutterhaus der Borromäerinnen hat wegen des Verdachts des Besitzes von Kinderpornografie einen Mitarbeiter entlassen.
Nach Kenntnis der Klinik hat es einen solchen Fall bei Mitarbeitern des Mutterhauses noch nicht gegeben. Nähere Angaben zu den Vorwürfen machte die Klinik nicht. Auch über den Mitarbeiter sagte das Mutterhaus der Borromäerinnen nichts - aus datenschutzrechtlichen Gründen. Nach SWR-Informationen soll es sich bei dem Angestellten um einen Diakon mit Zivilberuf handeln.
swr.de
mutterhaus.de
Der Diakon galt als "unauffällig und beliebt, engagiert in der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen".
volksfreund.de
bistum-trier.de
Nach Kenntnis der Klinik hat es einen solchen Fall bei Mitarbeitern des Mutterhauses noch nicht gegeben. Nähere Angaben zu den Vorwürfen machte die Klinik nicht. Auch über den Mitarbeiter sagte das Mutterhaus der Borromäerinnen nichts - aus datenschutzrechtlichen Gründen. Nach SWR-Informationen soll es sich bei dem Angestellten um einen Diakon mit Zivilberuf handeln.
swr.de
"Aktuell hat sich das Klinikum aus diesen Gründen von einem Mitarbeiter getrennt. Gegen den Mitarbeiter war zuvor ein staatsanwaltschaftliches Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts einer strafbaren Handlung gemäß § 184b StGB (Besitz kinderpornographischer Schriften) eingeleitet worden. Darüber hatte der Mitarbeiter das Klinikum als Arbeitgeber umgehend proaktiv, d. h. von sich aus, informiert. Das private – außerdienstliche Verhalten – ist mit dem Leitbild des Klinikums und der katholischen Glaubens- und Sittenlehre nicht in Einklang zu bringen. Im Rahmen einer getroffenen Gesamtabwägung und unter Berücksichtigung aller Umstände war eine Fortsetzung des Arbeitsverhältnisses für das Klinikum als Arbeitgeber nicht mehr zumutbar. Die Klinikleitung hat aufgrund der Sachlage schnell und entschlossen gehandelt. Sie ist mit dem Mitarbeiter zu der Überzeugung gelangt, das Arbeitsverhältnis einvernehmlich zu beenden. Im Zuge dessen wurde der Mitarbeiter unverzüglich von seinen Dienstpflichten entbunden und freigestellt. Der Klinikleitung liegen ausdrücklich keine Anhaltspunkte für ein strafbares Verhalten des Mitarbeiters bei der Ausübung seines Berufes im Klinikum vor."
mutterhaus.de
Der Diakon galt als "unauffällig und beliebt, engagiert in der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen".
volksfreund.de
bistum-trier.de
Dienstag, 12. März 2019
Bistum Trier: Ackermann wird ältere Missbrauchsfälle prüfen lassen
Das Bistum Trier wird länger zurückliegende Fälle sexuellen Missbrauchs von unabhängigen Experten prüfen lassen. Es geht dabei auch um mögliche Fälle in einem ehemaligen Internat in Gerolstein.
Das teilte das Bistum nach einem Treffen von Bischof Stephan Ackermann mit Beratern der Diözese mit. Demnach hat der Beraterstab schon damit begonnen zu prüfen, wie ältere Missbrauchsfälle aufgeklärt wurden. Bischof Ackermann will darüber hinaus Missbrauch in kirchlichen Einrichtungen von einem externen Experten untersuchen lassen.
Versäumnisse oder Vertuschung sollen ans Licht kommen
Dazu gehören Fälle von sexueller und körperlicher Gewalt im Albertinum in Gerolstein. Das Internat in Trägerschaft des Bistums wurde Anfang der 80er Jahre geschlossen. Bischof Ackermann sagte, es müsse geprüft werden, ob es Versäumnisse oder Vertuschung von Fällen gegeben habe. Man könne Fehler eingestehen und aus ihnen lernen, so Ackermann.
Gerolstein . Das Bistum Trier hat eingeräumt, dass Schüler eines ehemaligen Eifeler Internats sexuell missbraucht wurden. Nun soll ein unabhängiger Ermittler untersuchen, was im Albertinum vor sich ging – und, ob Vorfälle vertuscht wurden. Seit dem Frühjahr 2018 hat der TV mit einigen Absolventen des Internats gesprochen. Sie erzählten von Nächten, die sie als Strafe draußen in der Kälte verbringen mussten, von Faustschlägen ins Gesicht, unsittlichen Berührungen beim Schwimmunterricht und Annäherungen unter der Dusche. Ein Priester soll die Schüler gezwungen haben, in der Beichte über Sex zu sprechen, während er sich befriedigte. Einen Subpräfekten soll es erregt haben, wenn die Schüler ihn strangulierten. Von diesen Vorwürfen will das Bistum Trier erst 2010 erfahren haben.
"Der persönliche Kontakt mit den Opfern
ist für mich der erste und wichtigste Aspekt
mit Blick auf die Aufarbeitung"
Bischof Ackermann, März 2019
Quelle: domradio.de
Sonntag, 10. März 2019
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