Samstag, 30. Januar 2016

sexueller Missbrauch durch Angehörige der katholischen Kirche: "Es nicht genau wissen wollen"

Sechs Jahre nach der Aufdeckung massenhaften Missbrauchs in der Kirche zeigt das Beispiel Bistum Hildesheim, wie stark bestimmte Muster vorherrschen

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Mittwoch, 27. Januar 2016

Bistum Hildesheim: Familientragödie über zwei Generationen

Neue Vorwürfe gegen das Bistum Hildesheim: Auch die Mutter eines betroffenen Mädchens soll vor Jahren von Priester R. missbraucht worden sein.

Das Schweigen führte demnach zu einer Familientragödie, die sich über zwei Generationen erstreckt.

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Bistum Hildesheim: "Ist uns nicht bekannt"

In der Dokumentation „die story“, die am Mittwochabend (22.10 Uhr) im WDR ausgestrahlt werden sollte, schildert die heute 39 Jahre alte Mutter, dass sie ebenfalls ab 1993 von dem Pfarrer sexuell bedrängt worden sei. Der Pater gilt als einer der Haupttäter im Missbrauchsskandal am Berliner Canisius-Kolleg mit mehr als 100 Opfern. Diese Taten sind allerdings alle verjährt.

Das Bistum Hildesheim sei seit vergangenem September auch über ihren Fall informiert, sagt die Mutter in der WDR-Dokumentation. Man habe aber bislang keinen Kontakt zu ihr aufgenommen.
Bistum: Ist uns nicht bekannt

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Bistum Hildesheim: neuer Missbrauchsvorwurf - Pfarrer R. soll Mutter und Tochter missbraucht haben

Im Fall des Missbrauchstäters Pfarrer Peter R. hat sich nach WDR Recherchen ein weiteres mutmaßliches Opfer gemeldet. Es handelt sich um die Mutter einer heute 20jährigen jungen Frau aus Hildesheim, die in der WDR/ARD Dokumentation „Richter Gottes“ vom 30.11.2015 bereits selbst ihren Missbrauch durch den pensionierten Pfarrer Peter R. öffentlich gemacht hatte. 

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aktueller Sendehinweis

Richter Gottes: Die geheimen Prozesse der Kirche
heute 
22.10 - 22.55h
WDR

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Dienstag, 26. Januar 2016

Bistum Regensburg: Bischof Rudolf Voderholzer gesteht Fehler bei der Aufklärung des Missbrauchsskandals bei den Domspatzen ein - Bei den Opfern, so scheint es, überwiegt immer noch das Misstrauen, ob es der Bischof tatsächlich ernst meint mit seinen Aussagen

Der Regensburger Bischof Rudolf Voderholzer hat sein Schweigen gebrochen und eigene Fehler bei der Aufklärung der Fälle von Missbrauch und Misshandlung bei den Domspatzen eingeräumt.

"Bedauerlicherweise waren die in der Vergangenheit unternommenen Versuche einer Selbstkorrektur zu wenig wirksam", sagte Voderholzer am Sonntagnachmittag im Regensburger Dom.

Montag, 25. Januar 2016

sexueller Missbrauch durch Angehörige der katholischen Kirche: "Es stehen grundsätzliche theologische Fragen an" / Freiburger Theologe Striet über den Missbrauch und die Theologie

"Warnen kann ich nur davor, allzu schnell mit Glaube und Spiritualität zu kommen. Es waren Priester, die Pastoralmacht für sich beansprucht haben, die zu dieser Gewalt tätig waren – zuzuhören und auszuhalten ist das Gebot der Stunde... Niemand weiß, wie tief die Verwundung ist, der erlittene Schmerz brennt."

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Freitag, 22. Januar 2016

Diözese Rottenburg-Stuttgart: Vorwürfe gegen Pfarrer in Weilheim/Teck - Bischof akzeptiert Amtsverzicht

Der beurlaubte Pfarrer steht zudem im Verdacht, Jugendlichen Pornofilme gezeigt zu haben. Diese Vorwürfe seien von einer weiteren Kommission voruntersucht worden, teilte die Diözese Rottenburg-Stuttgart mit. Demnach soll der Pfarrer Minderjährige mit kurzen Sequenzen pornografischer Filme in Kontakt gebracht haben. Das Ergebnis der Voruntersuchung werde in den nächsten Tagen dem Vatikan zugeleitet, der entscheiden wird, heißt es in der Mitteilung.

Der Pfarrer hat den Besitz einer umfangreichen Pornosammlung eingeräumt. Nachdem die jungen Männer mit den pornografischen Inhalten in Kontakt kamen, habe er die Filme umgehend gelöscht, betonte der Pfarrer.


Der Pfarrer bat allerdings nicht aus diesem Grund um den Amtsverzicht (!!!), sondern aufgrund der Feststellung, dass er ungenehmigten Urlaub genommen habe, Dekanatskonferenzen ferngeblieben sei und Personen Wortgottesdienste, eine Beerdigung und eine Taufe habe vornehmen lassen, die nicht die Qualifikation dafür und auch keinen bischöflichen Auftrag hatten. Dazu gehört z.B. dass der Lektor, der ihn vertrat, eine Urne mit Pinsel und Wasser aus einem Gurkenglas segnete ... (!!!)

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Mittwoch, 20. Januar 2016

Bistum Hildesheim: Bistum zahlt Geld an junge Frau nach Missbrauchsvorwürfen

Nach den Missbrauchsvorwürfen gegen einen früheren Pfarrer zahlt das Bistum Hildesheim einer jungen Frau eine Geldsumme in Anerkennung ihres Leids. Anlass dafür sei die Entscheidung der Berliner Staatsanwaltschaft vom 6. Januar, keine weiteren strafrechtlichen Ermittlungen in diesem Fall mehr aufzunehmen, teilte das Bistum am Mittwoch mit. Hildesheims Bischof Norbert Trelle war wegen seines Verhaltens nach Bekanntwerden der Vorwürfe zunächst in die Kritik geraten und räumte selbst Fehler ein. Der mutmaßliche Täter Peter R. stand 2010 im Zentrum des Missbrauchsskandals am Berliner Gymnasium Canisius-Kolleg mit mehr als 100 Opfern.

den vollständigen Artikel auf "focus.de" lesen



"Bistum leistet Anerkennungszahlung" - Im Zusammenhang mit den Missbrauchsvorwürfen gegen den ehemaligen Pfarrer Peter R. hat sich das Bistum Hildesheim entschlossen, eine Zahlung in Anerkennung des Leids an das Opfer zu zahlen.

den vollständigen Artikel auf "bistum-hildesheim.de" lesen

sexueller Missbrauch durch Angehörige der katholischen Kirche: Bistümer haben in den vergangenen Jahren lediglich 6,4 Millionen Euro an Opfer bezahlt - Weiterhin legen nicht alle Bistümer ihre Zahlen offen

"Die Bistümer in Deutschland haben in den vergangenen fünf Jahren mehr als 6,4 Millionen Euro an Opfer sexuellen Missbrauchs gezahlt. Das ergab eine Umfrage unserer Redaktion unter den 27 Diözesen."

  • Die Zahl der Beschuldigten Geistlichen oder Laien liegt bei weit mehr als 800. Nicht alle Bistümer machen dazu Angaben. Die Taten sind in aller Regel verjährt.


Quelle: "noz.de"





Bistum Mainz: Stellungnahme des Bistums Mainz zum Fall Norbert E.











die vollständige Stellungnahme des Bistums Mainz lesen

Dienstag, 19. Januar 2016

Erzbistum Freiburg: Missbrauchsvorwurf gegen Pater R. erhoben

Gegen Pater R. aus der Seelsorgeeinheit Zell am Harmersbach ist der Vorwurf des sexuellen Missbrauchs erhoben worden, das teilte ein Sprecher des Kapuzinerordens heute per Schreiben mit. Der Fall liege weit über 30 Jahre zurück. Pater Richard habe das Kloster bereits verlassen und lasse derzeit alle Ämter ruhen. 

den vollständigen Artikel auf "bo.de" lesen





die vollständige "Verlautbarung des Kapuzinerordens vom 15.01.2016 auf "se-zell.de" lesen

Bistum Aachen streicht Pfarrer K. Zuwendungen

Der wegen sexuellen Missbrauchs verurteilte Pfarrer K. aus Nettetal erhält kein Geld mehr vom Bistum Aachen. Das bestätigte am Montag Bistumssprecher Stefan Wieland auf Anfrage unserer Zeitung.

den vollständigen Artikel auf "aachener-zeitung.de" lesen

Montag, 18. Januar 2016

Bistum Mainz: Verurteilter Pfarrer intern nach 14 Jahren nicht abgeurteilt?

"Es handelt sich um den 2002 aufgedeckten Fall eines damals 47 Jahre alten Pfarrers, der darauf als Seelsorger der Rüsselsheimer Gemeinde Auferstehung Christi und Heilige Dreifaltigkeit abgesetzt worden war. Ihm war vorgeworfen worden, 1991 in seinem früheren Pfarrhaus in Ober-Erlenbach einen 13 Jahre alten Ministranten sexuell missbraucht zu haben.

Der Pfarrer, der bis zuletzt leugnete, wurde 2004 von einem Gericht in Bad Homburg für schuldig befunden und zu einer Zahlung von 9000 Euro verurteilt. Damals hieß es, ähnliche Vorwürfe seien bereits an früheren Pfarrstellen laut geworden. Die Mainzer Bistumsleitung erklärte, den Verurteilten fortan im Musikalienarchiv zu beschäftigen und ihm den Umgang mit Kindern und Jugendlichen zu untersagen..."(was sie aber offensichtlich nicht tat, Anmerk. ca)

den vollständigen Artikel auf "allgemeine-zeitung.de" lesen



Hintergrund zum Fall "Pfarrer E."




Sonntag, 17. Januar 2016

Bistum Mainz: Verfahren gegen mutmaßliche Missbrauchstäter - Bistum Mainz weist "Verschleppungs-Vorwürfe" zurück

Das Bistum Mainz hat die Darstellung zurückgewiesen, kircheninterne Verfahren gegen Missbrauchstäter zu "verschleppen". Diesen Vorwurf hatte Johannes Heibel von der "Initiative gegen Gewalt und sexuellen Missbrauch an Kindern und Jugendlichen" im "Spiegel" erhoben. 

Samstag, 16. Januar 2016

Missbrauch in der Kirche: "Selbst Opfern und Anwälten wird der Einblick verwehrt"

Eine Initiative gegen sexuellen Missbrauch wirft der katholischen Kirche vor, kircheninterne Ermittlungsverfahren zu verschleppen. Zudem fehle es an Transparenz, sagt der Vereinsvorsitzende dem SPIEGEL.

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sexueller Missbrauch durch Angehörige der katholischen Kirche: Beschuldigter Priester wird nicht mehr beschäftigt, bezieht aber weiterhin Gehalt und arbeitete für Kirchengemeinden als Organist und Chorleiter - auch mit Minderjährigen

"Der Rüsselsheimer Pfarrer soll Anfang der 1990er Jahre einen damals 13 Jahre alten Messdiener im Schlaf unsittlich berührt haben. Ein seit 2005 vor dem Kirchengericht in Rom laufendes Verfahren sei bisher ohne Ergebnis, kritisiert die Initiative. Der Mann werde zwar vom Bistum nicht mehr beschäftigt, beziehe aber weiter Gehalt und arbeitete als Organist und Chorleiter - auch mit Minderjährigen. Laut Bistum hatte der Pfarrer selbst einen Antrag auf Laisierung (Aussetzung der priesterlichen Rechte und Pflichten) gestellt. «Dieses Verfahren in Rom ist bislang nicht abgeschlossen», gab Bistumssprecher Tobias Blum zu. «Die Kirchengemeinden, bei denen der frühere Priester als Kirchenmusiker tätig ist, sind über die damals erhobenen Vorwürfe informiert.»"

Quelle: "bild.de"

Regensburger Geistlicher: "Aufklärung? - Unnötig und überflüssig"



Quelle: "wochenblatt.de"

Donnerstag, 14. Januar 2016

Bistum Regensburg: Offene Fragen im Domspatzen-Skandal / Schweigen an höchster Stelle

Auf Anfrage des Bayerischen Rundfunks, wie es denn sein könne, dass ein vom Bistum Regensburg beauftragter externer Gutachter in wenigen Monaten dreimal so viele Opfer ermittelt hat, wie das Bistum selbst in fünf Jahren, will sich weder der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Reinhard Kardinal Marx, noch der Missbrauchsbeauftragte, der Trierer Bischof Stephan Ackermann äußern.

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Erzbistum Köln: Vatikan versetzt Erftstädter Pfarrer J. in den Ruhestand

Nachdem die Anschuldigungen bekanntgeworden waren, die drei Frauen gegen Jansen erhoben, hatte Woelki den Geistlichen vom Dienst beurlaubt. Nach anfänglichem Leugnen gab dieser sexuelle Übergriffe und Grenzüberschreitungen zu, die sich vor mehreren Jahrzehnten zugetragen haben.

Der Münsteraner Kirchenrechtler Thomas Schüller nannte die Entscheidung „ausgesprochen klug und umsichtig“. Sie falle für Jansen vergleichsweise milde aus, weil er sein Priesteramt behalten dürfe.

Hätte Jansen sich dem angebotenen Vergleich verweigert, wäre in Rom ein kirchlicher Prozess gegen ihn eröffnet worden. Ein Freispruch wäre nicht zu erwarten gewesen, weil Jansen sich geständig gezeigt hatte.





Mittwoch, 13. Januar 2016

Bistum Regensburg: Kriminologe Pfeiffer über "Missbrauchsstudie": "Eine tragende Rolle bei dem Scheitern hatte der damalige Bischof Gerhard Ludwig Müller.“

Der Kriminologe Professor Christian Pfeiffer wollte den sexuellen Missbrauch in der katholischen Kirche schon vor Jahren aufklären. Doch die Studie des Kriminologischen Forschungsinstituts Niedersachsen scheiterte Anfang 2013. Widerstand habe er damals insbesondere aus dem Bistum Regensburg gespürt, wie Pfeiffer am Mittwoch sagt. „Eine tragende Rolle bei dem Scheitern hatte der damalige Bischof Gerhard Ludwig Müller.

„Wenn es persönlich Schuldige gibt, dann waren das Beer und der damalige Bischof Müller.“ Dass ausgerechnet Letzterer in Rom den Auftrag bekommen hat, einen Gerichtshof im Vatikan einzurichten, von dem jene Oberhirten, die Fälle von sexuellem Missbrauch durch Priester oder kirchliche Mitarbeiter in ihrem Bistum vertuscht haben, abgeurteilt werden sollen, stößt auf Pfeiffers Unverständnis.

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