Freitag, 15. März 2013

Johanneum Homburg: "Eine systematische Untersuchung der Vorgänge am Johanneum wie im Kloster Ettal lehnt der Orden ab."

Eine systematische Untersuchung der Vorgänge am Johanneum wie im Kloster Ettal lehnt der Orden ab. Der Unterschied zum Kloster Ettal bestehe darin, dass die Hiltruper Missionare kein Internat mehr hätten, für das sie in Sachen Missbrauch Vorsorge treffen und damit Prävention leisten könnten, so die Begründung von Provinzial Kleer. Außerdem bestehe „ohne die Schwere der Missbrauchsfälle am Johanneum zu verharmlosen ein Unterschied zu Ettal auch in den Dimensionen des Missbrauchs, die in Ettal offensichtlich deutlich gravierender sind, so dass in Ettal ganz andere Maßnahmen erforderlich sind“.

Donnerstag, 14. März 2013

"Die Neuregelung gilt allerdings nicht rückwirkend für bereits verjährte Fälle."

Nach fast zweijähriger Debatte hat der Bundestag den Opfern sexuellen Missbrauchs mehr Rechte eingeräumt. So sollen etwa Verjährungsfristen für Täter zum Teil erheblich verlängert werden, allerdings nicht rückwirkend. Das Gesetz ist eine Konsequenz aus einer Serie von Berichten über Fälle in Kirchen, Heimen und Schulen.

Zivilrechtliche Schadensansprüche sollen künftig erst nach 30 Jahren verjähren. Bislang war dies bereits nach drei Jahren der Fall. Die Neuregelung gilt allerdings nicht rückwirkend für bereits verjährte Fälle. Viele minderjährige Opfer sind durch den Missbrauch oft so traumatisiert, dass sie erst Jahrzehnte später in der Lage sind, sich dem an ihnen begangenen Verbrechen zu stellen. "Die Hürde, darüber zu sprechen, ist groß. Das Verschweigen eine undurchdringbare Mauer", sagt Johannes-Wilhelm Rörig, Unabhängiger Beauftragter der Bundesregierung gegen sexuellen Missbrauch.

Umstritten bleibt aber die von der FDP durchgesetzte Beibehaltung der Verjährungsfrist im Strafrecht von zehn Jahren bei Kindesmissbrauch und fünf Jahren bei Missbrauch von Jugendlichen. Bei schweren Vergehen, etwa einer Vergewaltigung, kann die Verjährungsfrist bis zu 20 Jahre betragen. Die Verjährung wird künftig allerdings erst mit der Vollendung des 21. Lebensjahrs beginnen. Bislang war dies bereits mit 18 Jahren der Fall.

"Jetzt hat er erreicht, was er wollte."


"Ich kann es nicht glauben. Ich bin so bekümmert und so voller Wut, dass ich nicht weiß, was ich machen soll", schreibt die Schwester des verstorbenen Priesters und Folteropfers Orlando Yorio in einer Mail an den Journalisten Horacio Verbitsky. "Jetzt hat er erreicht, was er wollte."

"Er", das ist für Graciela Yorio der machthungrige Mann, der ihren Bruder und den ungarischen Jesuiten Franz Jalics an das Militärregime verriet. Der nicht verhinderte, dass die beiden Geistlichen fünf Monate lang im Gefängnis eingesperrt und gefoltert wurden. "Er", das ist Papst Franziskus, damals noch Jorge Mario Bergoglio, Provinzial der argentinischen Jesuiten.

Längere Verjährungsfristen: Bundestag stärkt Rechte von Missbrauchsopfern

Die Opfer von Kindesmissbrauch werden künftig besser gesetzlich geschützt. Der Bundestag verabschiedete am Donnerstag ein Gesetz zur Stärkung der Rechte von Opfern sexuellen Missbrauchs. 


Das sieht die Gesetzesinitiative unter anderem vor:

  • Die Verjährungsfrist bei sexuellem Missbrauch von Kindern beginnt künftig nicht wie bisher mit dem 18. Lebensjahr, sondern erst dann, wenn das Opfer das 21. Lebensjahr vollendet hat. So soll den Betroffenen mehr Zeit zur Aufarbeitung gegeben werden. Die Dauer der jeweiligen Verjährungsfrist orientiert sich an der Schwere der Tat. Bei schweren Vergehen, etwa einer Vergewaltigung, kann die Verjährungsfrist bis zu 20 Jahre betragen.
  • Die zivilrechtlichen Verjährungsfristen werden für Schadensersatzansprüche von bisher drei auf nun 30 Jahre heraufgesetzt. Die Neuregelung gilt allerdings nicht rückwirkend für bereits verjährte Fälle.
  • Durch den Einsatz von Videoaufnahmen sollen künftig Mehrfachvernehmungen der Opfer bei Strafverfahren weitgehend vermieden werden. Auch kann bei sensiblen Befragungen der Opfer die Öffentlichkeit im Gericht leichter ausgeschlossen werden.

Katholische Kirche: Die Geißeln des Franziskus

Auf den neuen Papst Franziskus wartet eine Kirche, die gespalten ist - und mit massiven Problemen zu kämpfen hat: die ungeklärte Vatileaks-Affäre, die Machenschaften der Vatikanbank, der Missbrauchsskandal. Welche Themen muss das Kirchenoberhaupt zuerst anpacken?

den vollständigen Artikel auf "spiegel.de" lesen

"Natürlich ist er gegen die Homo-Ehe. Aber wenn er das anders ausdrückt, nicht so dogmatisch und verbissen, kommt das auch anders rüber...."



den vollständigen Artikel auf "t-online.de" lesen

Der dunkle Fleck: Papst Franziskus und die Militärjunta

"Gemeint ist die Rolle des 76-jährigen Argentiniers während der Militärdiktatur in seinem Land. Die Zeit von 1976 bis 1983 gilt als die dunkelste der noch jungen argentinischen Geschichte - das Land hat erst 1816 die Unabhängigkeit von Spanien erlangt.

Das zweitgrößte Land Südamerikas arbeitet bis heute diese sechs Jahre Staatsterror auf, in denen rund 30.000 Menschen "verschwanden".

Ohne Zweifel gab es zwischen katholischer Kirche und den Militärs Berührungspunkte. Vor nicht allzu langer Zeit hat der zu lebenslanger Haft verurteilte ehemalige Juntachef Jorge Videla die argentinische Bischofskonferenz der Mitwisserschaft bezichtigt. Die Kirche habe das Überbringen der Todesnachrichten übernommen, sagte er im vergangenen Jahr dem Magazin "El Sur". Sie habe sich dafür eingesetzt, dass die Familien über den Verbleib ihrer Kinder informiert wurden, auch wenn sie damit einen "Teil des Risikos" auf sich genommen habe.

Der heutige Papst stand zu dieser Zeit nicht in der ersten Reihe der katholischen Würdenträger Argentiniens. Von 1973 bis 1979 war Bergoglio Provinzial des Jesuitenordens. Und diese Zeit wird nun besonders beleuchtet. 2005 wurde ihm von Menschenrechtlern vorgeworfen, im Jahr 1976 in das Verschwinden der Jesuiten Franz Jalics und Orlando Yorio verwickelt gewesen zu sein, deren regierungsfeindliche Sicht er als gefährlich unorthodox angesehen habe. Ein Anwalt strengte kurz vor der Wahl von Joseph Ratzinger zum Papst Benedikt XVI. sogar einen Prozess gegen den Kirchenmann aus Buenos Aires an. Bergoglio wies die Anschuldigung zurück und erklärte, er habe den beiden angeboten, im Jesuitenhaus Schutz zu suchen. Die Klage wurde abgewiesen. Jalics und Yorio wurden verhaftet und kamen nach fünf Monaten wieder frei. Danach beschuldigten sie Bergoglio der Denunziation. Aussagen stehen gegen Aussagen. Jalics lebt heute in Deutschland. Yorio starb vor 13 Jahren..."

Schwere Vorwürfe gegen Papst Franziskus


Die Welt feiert Papst Franziskus, doch kommen nun schwere Vorwürfe ans Licht. Er soll in der argentinischen Militärdiktatur 1976 bei der Entführung zweier Jesuiten geholfen haben. Oder wollten ihn seine Gegner nur in ein schlechtes Licht rücken?

Die Vorwürfe kommen von Marcelo Perrilli, einem Anwalt für Menschenrechte, der 2005 Anzeige gegen den Geistlichen erstattet hatte. Immer wieder sei er beschuldigt worden, während der Militärdiktatur von 1976 bis 1983 eine dunkle Rolle gespielt zu haben. Außerdem behaupteten im Foltergefängnis gefangene Jesuiten, dass der heutige Papst sie nicht beschützt habe. Sein Chauffeur erhob weitere Vorwürfe, dass Bergoglio sich mehrfach mit einem Admiral der Militärjunta getroffen habe.

2005: Ein Diktatoren-Freund als Konkurrent Ratzingers

Papstwahl 2005: Es hätte schlimmer kommen können

Nachträglich betrachtet hat der katholische Teil der Welt mit der Wahl Ratzingers vielleicht ziemliches Glück gehabt. Der Jesuit Bergoglio unterscheidet sich theologisch kaum von Benedikt. Politisch jedoch ist er fragwürdig: Er tolerierte die argentinische Militärdiktatur und fand nie auch nur ein Wort der Kritik an der Ermordung tausender Regimegegner. Dass so ein Mann unter den Kardinälen auf 40 Stimmen kam, ist eigentlich ein Alarmzeichen. 115 Kardinäle waren damals wahlberechtigt - 40 keine klaren Verteidiger der Menschenrechte.

Mittwoch, 13. März 2013

Panne bei Papstname: Falschmeldungen


Fotoquelle: BILD.de 



Einen "Franziskus I." kann es derzeit gar nicht geben ...

... "It will become Francis I after we have a Francis II," Lombardi quipped.





Vatikan: Neuer Papst heißt nur "Franziskus" - ohne Nummerierung. Die dts Nachrichtenagentur in Halle/Saale verbreitet soeben folgende Blitzmeldung aus Rom: Vatikan: Neuer Papst heißt nur "Franziskus" - ohne Nummerierung. Die Redaktion bearbeitet das Thema bereits. Weitere Details werden in wenigen Momenten gesendet.

"habetis papam"

Bergoglio wurde verschiedentlich eine zu große Nähe zur früheren argentinischen Militärdiktatur von 1976 bis 1983 und deren selbsterklärtem „schmutzigen Krieg“ gegen Oppositionelle vorgeworfen. Die Diktatoren ließen bis zu 30.000 als „subversiv“ eingestufte echte oder vermeintliche Regimegegner heimlich entführen und ermorden, die als Desaparecidos (span. ‚Die Verschwundenen‘) bekannt geworden sind. Der Menschenrechtsanwalt Marcelo Perrilli warf dem in Argentinien als „Kardinal der Armen“ verehrten Bergoglio 2005 vor, in das gewaltsame „Verschwindenlassen'“ der Jesuiten Franz Jalics und Orlando Yorio im Jahr 1976 verwickelt gewesen zu sein. Perrilli erstattete deshalb Anzeige gegen Bergoglio bei einem Gericht in Buenos Aires. Ein Sprecher des Kardinals bezeichnete die Anzeige als Verleumdung.[14] Nachdem sie wieder freigekommen waren, sagten Jalics und Yorio gegenüber dem Generaloberen des Jesuitenordens Pedro Arrupe in Rom aus, sie seien von Bergoglio denunziert worden. Noch während die beiden Priester verschwunden waren, hatte Bergoglio Arrupe brieflich mitgeteilt, Jalics und Yorio seien aus dem Jesuitenorden ausgeschlossen worden.[15]

Während der Militärdiktatur kam es zu weiteren Entführungen und Misshandlungen von Seminaristen, Mitarbeitern des Colegio Máximo San José und politischen Aktivisten in San Miguel, einige davon unter Beteiligung des Jesuitenpaters Martín González. Betroffene und Zeitzeugen sind der Ansicht, dies hätte nicht ohne das Wissen Bergoglios geschehen können, der während seiner Amtszeit als Ordensprovinzial seinen Sitz im Colegio Máximo hatte.[16]

2010 erklärte der ehemalige Jesuit Miguel Ignacio Mom Debussy, der Bergoglio als Chauffeur gedient hatte, dieser habe sich während der Diktatur mehrfach mit dem Juntamitglied Emilio Massera getroffen. Bergoglio habe gesagt, es sei ihm bei den Treffen darum gegangen, den Jesuitenorden und seine Novizen zu schützen. Bergoglio habe „nicht ablehnend“ über Masseras politische Pläne gesprochen.[16]

Quelle: Wikipedia

‎"Der neue Papst bezeichnete die Homo-Ehe als Intrige des Teufels und ein Adoptionsrecht für gleichgeschlechtliche Paare als Kindesmissbrauch."

Der Erzbischof von Buenos Aires hatte 2010 die Öffnung der Ehe für Lesben und Schwule als "zerstörerischen Anlauf gegen den Plan Gottes" bezeichnet: Wir sprechen nicht von einem Gesetzentwurf, sondern von einer Intrige des Vaters der Lügen, die die Kinder Gottes verwirren und hinters Licht führen soll."

Die Ehe zwischen Mann und Frau sei "der einzige natürliche Weg der Nachwuchszeugung", hatte das Mitglied des päpstlichen Rates für die Familie einst gesagt. Auch hatte er die Adoption von Kindern als Kindesmissbrauch bezeichnet. Auch hatte er die Adoption von Kindern als Kindesmissbrauch bezeichnet.

den vollständigen Artikel auf "queer.de" lesen


El Cardenal Bergoglio asegura que la ley sobre el matrimonio gay es una «movida» de Satanás

den vollständigen Artikel auf "infocatolica.com" lesen

2005: "Möglicher Papst-Nachfolger angezeigt : Ein Menschenrechtsanwalt hat Anzeige gegen den argentinischen Kardinal Bergoglio erstattet"

Die Anzeige war am Freitag bei einem Gericht in Buenos Aires eingegangen, wo Bergoglio Erzbischof ist. Darin heißt es, Bergoglio sei an der Entführung zweier Jesuitenpriester durch das damalige Militärregime beteiligt gewesen. Genauere Details zur angeblichen Rolle des Erzbischofs sind allerdings nicht enthalten.

Die beiden entführten Priester wurden fünf Monate nach ihrer Geiselnahme betäubt und halb nackt in einem Feld gefunden. Bergoglio war damals Leiter der argentinischen Jesuiten. Mit einigen Priestern, von denen manche mit Waffengewalt gegen die Militärdiktatur kämpften, stritt sich Bergoglio zu der Zeit. Die beiden Opfer hatte er kurz vor der Entführung aus dem Orden ausgeschlossen.

"Erste Reaktion unseres Bischofs Stephan: 'Eine totale Überraschung!'- Die Wahl zeige aber, wie wichtig Lateinamerika für die katholische Kirche sei [JR]" Quelle: fb / Bistum Trier


Was der Trierer Bischof Stephan Ackermann über den neuen Papst sagt
Der Trierer Bischof Stephan Ackermann ist seit Montag mit seinen Weihbischöfen, Dechanten und Direktoren auf einer Studienreise in der Türkei unterwegs. Am Mittwochabend war die Delegation in der Hafenstadt Tarsus. Dort erwischte TV-Redakteur Rolf Seydewitz den Bischof telefonisch. 

zum Audiobeitrag auf "volksfreund.de"

Zeuge des Missbrauchs im Stift Kremsmünster: "Wir lassen uns sicher nichts diktieren"


Stift Kremsmünster: Verhärtete Fronten zwischen Opfern und Abt vor Gericht

Linz - Zum ersten Mal trafen am Montag Missbrauchsopfer und der Abt des Stiftes Kremsmünster vor Gericht aufeinander.

Zwei ehemalige Klosterschüler haben Zivilklage eingebracht, Richter Michael Lichtenegger bat daher jetzt beide Streitparteien ins Landesgericht Steyr. Konkret werfen die beiden Opfer Abt Ambros Ebhart vor, Zusagen hinsichtlich der Aufarbeitung der Missbrauchsfälle in dem Benediktinerstift nicht eingehalten zu haben.

den vollständigen Artikel lesen auf "derstandard.at"


Anmerkung ca:  Grüße an dieser Stelle an das "Johanneum Homburg" und das ehemalige Internat und heutige Gymnasium in Biesdorf/Eifel ....nicht ohne Grund!

Wegen des sexuellen Missbrauchs durch einen Priester entschädigt die Diözese L.A. einige Männer. Der damalige Erzbischof wusste von den Fällen und sitzt nun im Konklave ...

Erzbistum von Los Angeles zahlt erneut Millionen an Missbrauchsopfer - Wegen des sexuellen Missbrauchs durch einen Priester entschädigt die Diözese L.A. einige Männer. Der damalige Erzbischof wusste von den Fällen und sitzt nun im Konklave.

Die Papstwähler: Kardinal Mahony sitzt im Konklave in Rom, doch die Vergangenheit holt ihn ein: Er selbst, die Erzdiözese von Los Angeles und ein früherer Priester zahlen insgesamt zehn Millionen Dollar - im Gegenzug werden Vorwürfe in einer Missbrauchsaffäre nicht weiter verfolgt.

Los Angeles/Rom - In einem spektakulären Missbrauchsfall haben sich die Opferfamilien und die katholische Kirche geeinigt. Die Erzdiözese von Los Angeles, Kardinal Roger Mahony und ein ehemaliger Priester zahlen insgesamt zehn Millionen Dollar - im Gegenzug werden die Vorwürfe in der Affäre nicht weiter verfolgt. Dies teilten die Anwälte der Opfer am Dienstagabend mit. In dem Fall ging es um Missbrauch an vier Kindern.

Der Vereinbarung zufolge soll die Zahlung der zehn Millionen Dollar nicht als ein Schuldeingeständnis gewertet werden. Ein Anwalt der Opferfamilien betonte hingegen, die Zahlung komme sehr wohl einem Schuldeingeständnis "sehr nahe".

Nur Kardinal ist er noch geblieben - und als solcher darf er den neuen Papst mitwählen.

Dienstag, 12. März 2013

Missbrauchsstudie: Deutsche Bischöfe ändern Text im Internet

Im Streit um die kirchliche Missbrauchsstudie haben der Kriminologe Christian Pfeiffer und die Deutsche Bischofskonferenz (DBK) einen Vergleichsvorschlag des Landgerichts Hannover akzeptiert. Danach muss die Bischofskonferenz auf ihrer Themenseite zum Thema Missbrauch (www.dbk.de/themen/thema-sexueller-missbrauch) die Darstellung des Konflikts an zwei Stellen ändern, wie beide Seiten am Dienstag in Hannover und Bonn mitteilten. 

Zuvor hatte Pfeiffer eine einstweilige Verfügung beantragt, dass die Bischofskonferenz bestimmte Behauptungen unterlässt. Gegenstand des Streits ist unter anderem die Behauptung Pfeiffers, die Bischöfe hätten die Erstveröffentlichung von Forschungsergebnissen verhindern oder zensieren wollen.

Der Kriminologe betonte, dass sich auf der Homepage der Bischofskonferenz weitere diskriminierende Aussagen fänden. Dagegen wolle er aber nicht gerichtlich vorgehen, weil das Geld dafür zu schade sei.

"Die Fehlbaren" - Wer hat das Thema "Missbrauch" verharmlost und sich so disqualifiziert? Wer an der Aufklärung mitgewirkt?

Umgang mit Missbrauch bei Papstwahl:  Die Fehlbaren. Es geht um nicht weniger als die Frage, wie glaubwürdig der neue Papst ist.

Für die Wahl des neuen Papstes ist der Umgang mit dem Thema Missbrauch entscheidend. Nicht, weil die Kirche signifikant stärker als andere Institutionen von sexueller Gewalt in den eigenen Reihen betroffen wäre. Sondern weil es sie härter trifft als andere Institutionen. Weil Vertrauen die Währung der katholischen Kirche ist. Viel davon hat sie verspielt: indem sie Missbrauchsfälle vertuschte, Täter versetzte, statt die Fälle aufzuklären. Indem sie sich mehr den Geistlichen zuwandte als den Opfern, denen oft kein Glaube geschenkt wurde.

Montag, 11. März 2013

"Ettal“ auch im Bistum des "Missbrauchsbeauftragten", Bischof Ackermann: Beispiel Biesdorf






Die Taten geschahen u.a.  im hinteren grauen Flachbau, dem Patres-Wohnheim im Zimmer des Täters, 
links auf dem Bild.




Tatort Biesdorf

Nicht nur in Ettal, auch in der geschlosenen Welt des Klosters und Internates in Biesdorf haben nicht wenige Schüler leidvoll an Leib und Seele erleben müssen, wie sie über Jahre psychischer, körperlicher und sexueller Gewalt durch Ordensleute ausgeliefert waren und bis heute damit zu kämpfen haben.

Ich war eines der Opfer schweren sexuellen Missbrauchs gegenüber Schutzbefohlenen in fortgesetzter Tathandlung durch den Lehrer und Präfekten Pater H. am St.-Josef-Gymnasium und Internat der Missionare von der Hl. Familie in Biesdorf/Eifel.

In Biesdorf wurde mein Leben zerstört; das Verbrechen wurde zwar aufgeklärt, aber wie heute mit mir und dem Thema umgegangen wird, ist -anders als in Ettal- einfach nur beschämend und bezeichnend für die Unfähigkeit von Orden und Schule, Verantwortung zu übernehmen, sich der Vergangenheit zu stellen, diese umfassend und konsequent aufzuarbeiten und Rechenschaft abzulegen. 

Im Februar 2010 wurde die Öffentlichkeit mit diesen Meldungen informiert:


Das Bistum Trier leugnet bis heute den Tatbestand in den Presseerklärungen seiner Missbrauchsbeauftragten. Bischof Ackermann fühlt sich nicht zuständig für Biesdorf.

Der Orden und das heutige Gymansium, welches jetzt von einem Trägerverein, in dem auch Orden und das Bistum Trier vertreten sind, versprachen 2010 weitere Aufklärung und Aufarbeitung sowie Präventionsmaßnahmen. Die Schülerschaft verlangte eine umfassende Aufklärung. 


Später wurden auch Misshandlungsvorwürfe laut: 


Sowohl Orden als auch Trägerverein haben sich für die opferverachtenede Strategie des Aussitzens entschieden!

Bis heute ist weder ein Abschlussbericht, der mir seit Jahren von P. Baumbach, dem Missbrauchsbeauftragten des Ordens, versprochen wird, veröffentlicht,  noch wird das Thema im Gymnasium auch nur ansatzweise angesprochen bzw. aufgearbeitet. Das Thema wird völlig ignoriert und totgeschwiegen. Das Gästebuch ist nicht aufrufbar. Der "gute" Ruf der Schule ist wichtiger.

Noch immer sieht es so aus, als ob die Frage nach der Aufklärung der Missbrauchsfälle und der brutalen Misshandlungen an Schutzbefohlenen in Kirche und Orden eher als Imageproblem behandelt wird denn als eine Konsequenz des Einfühlungsvermögens in die tiefen Verletzungen der Opfer. Es handelt sich um Wunden, die nicht heilen können, solange nicht das Ausmaß erkannt und angenommen ist, solange nicht auch die strukturellen Gründe analysiert und offen ausgesprochen wurden.

  • Was ist mit der Verantwortung des Ordens?
  • Wo bleibt die versprochene Aufarbeitung und Aufklärung (mit dem Anspruch einer unabhängigen Untersuchung)?
  • Wo sind die versprochenen Prävenionsmaßnahmen?

Man verweigert sich. Meine Mails an Schulleitung und Mißbrauchsbeauftragten werden einfach nicht beantwortet, Zusagen nicht eingehalten. Welch eine Wertschätzung! Eine Ignoranz und Arroganz sondersgleichen.

Ist das das wahre Gesicht von Orden und Schule? Ist das die vielgepriesene Achtsamkeit, Glaubwürdigkeit und Gerechtigkeit, der Respekt, dem man sich verpflichtet fühlt?

Der Machtmissbrauch von 1966 wird heute fortgesetzt.

Die Rolle des Täters, da war man fix; die Rolle des Ordens und des Systems der Vertuschung wird völlig ignoriert.

Auf der Internetseite: http://www.ehemalige-biesdorf.de/wp/ wurde das Thema Missbrauch und Misshandlungen in den letzten Jahren komplett ausgeklammert. Nach nun kritischen Kommentaren dort sah sich der Orden genötigt, eine Stellungnahme abzugeben, aber nicht selbst, man schob ein Mitglied der Untersuchungskommission vor, in der wieder die üblichen Sprüche wie; „Alles verjährt, Missbrauch passiert überall, alles nur Einzelfälle“ aufgetischt werden. Kein Wort zu den Misshandlungen. Kein Wort zur Versetzung des Täters, zur Verletzung der Fürsorge- und Aufsichtspflicht, zu der jahrzehntelangen Vertuschung, zur Verantwortung und Mitschuld der Verantwortlichen des Ordens.

Wenn in Biesdorf weiter so geblockt wird, geht auch das letzte Stück Glaubwürdigkeit und Vertrauen in Orden und Schule noch verloren. 

Ein Beispiel für die Vertuschung:

Der Trierer Bischof und Missbrauchsbeauftragte der DBK, Stephan Ackermann, sagte (Anmerk. ca, ich  persönlich würde ja lieber "heuchelte" schreiben!)  im Februar 2010, sein tief empfundenes Mitgefühl gelte den Opfern. Sie müssten im Mittelpunkt stehen, ihnen müsse geholfen werden. Nach Angaben eines Bischofssprechers ist im Bistum Trier in den vergangenen 15 Jahren kein Missbrauchsfall von Priestern oder bei der Kirche beschäftigten Laien bekannt geworden. (Quelle: http://www.volksfreund.de/nachrichten/region/region/Region-Trierer-Bischof-Skandal-ist-verheerend-fuer-die-Kirche;art1129,2350795)

Dass allein diese Aussage nicht der Wahrheit entspricht, lässt sich dadurch belegen, dass der ehemalige Personalverantwortliche Scherschel bereits am 11.10. 2007 nachweislich über einen weiteren Fall sexuellen Missbrauchs durch Angehörige der Katholischen Kirche im Bistum Trier von einem Betroffenen informiert wurde ...