Montag, 11. März 2013

Einen Tag vor Beginn des Konklaves zur Wahl des neuen Papstes hat der homophobe Vatikanstaat einen neuen "Skandal" am Hals

In einem 2008 in großen Teilen erworbenen Apartmentblock hausen überwiegend Priester, ein ab morgen den Papst wählender Kardinal und der "Europa Multiclub" – die größte Homosauna Italiens.

Nein, das ist kein Scherz und keine Satire: Einen Tag vor Beginn des Konklaves zur Wahl des neuen Papstes hat der homophobe Vatikanstaat einen neuen "Skandal" am Hals: Nach all den Berichten über homosexuelle Netzwerke im Rahmen der Vatileaks-Affäre wurde nun bekannt, dass der Vatikan seit 2008 durch ein 23-Millionen-Euro-Investment Besitzer von einem großen Teil eines Apartmentblockes ist, der zugleich Italiens größte Schwulensauna beherbergt.

Damit nicht genug hausen in dem riesigen Palazzo ansonsten Priester. Und, in einem 12-Zimmer-Apartment direkt über der Sauna, Kardinal Ivan Dias – der Inder war bis vor kurzem Chef der Evangelisierungskongegration und hatte mehrfach von der Möglichkeit gesprochen, Schwule zu heilen. Er ist einer der Kardinäle, der ab morgen den neuen Papst wählt...

"Die Beichte", Felix Mitterers Theaterstück über sexuellen Missbrauch in der Kirche, darf nicht in einer niederbayerischen Kapelle aufgeführt werden: "Die zuständigen Kirchengremien haben nun einstimmig erklärt, dass ein geweihter Raum nicht der richtige Ort für dieses Stück ist."

"Die Beichte", Felix Mitterers Theaterstück über sexuellen Missbrauch in der Kirche, darf nicht in einer niederbayerischen Kapelle aufgeführt werden.

"Die Beichte" basiert auf dem gleichnamigen Hörspiel von Mitterer. Erzählt wird die Geschichte eines Mannes, der als Chorknabe von einem Priester missbraucht wurde und dasselbe mit seinem Sohn tut. Entschlossen, sich und sein Kind zu töten, begibt er sich in die Kirche, wo sein einstiger Peiniger ihm die Beichte abnimmt.

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Kirchen-Skandal in den Niederlande: Tausende Mädchen von Priestern missbraucht

Den Haag – Missbrauchs-Bilanz in den Niederlanden: Seit 1945 haben katholische Geistliche Tausende Mädchen sexuell missbraucht und körperlich misshandelt!

Zu diesem Ergebnis kommt eine Untersuchungskommission, die von der katholischen Kirche eingesetzt worden war. 40 Prozent dieser Mädchen wurden von Priestern oft über Jahre vergewaltigt, stellte die Kommission in ihrem am Montag in Den Haag veröffentlichten Abschlussbericht fest. Sie waren sechs bis 14 Jahre alt, als der Missbrauch und die Gewalt begann. Die Kommission untersuchte Missbrauch und Gewalt gegen Mädchen von 1945 bis 2010, arbeitete rund 150 Fälle auf. 

Die tatsächliche Zahl der Opfer sei nicht festzustellen, heißt es in dem Bericht. „Möglicherweise sind es Zehntausende.”

Diözesaner Missbrauchs-Beauftrager stellt Arbeitsbericht vor: "Tatsächlich aber handle es sich „um eine erschreckende Zahl von Einzelfällen, die teilweise Jahrzehnte unentdeckt geblieben sind“, resümiert Kocherscheidt

Bistum Augsburg:  148 Fälle von Missbrauch sind "erschreckende Einzelfälle"(!!!)

In der Diözese Augsburg wurden in den vergangenen Jahrzehnten 148 Kinder und Jugendliche missbraucht, 99 von ihnen sexuell. Das geht aus dem Arbeitsbericht hervor, den der scheidende Missbrauchsbeauftragte Otto Kocherscheidt nun vorgelegt hat.

Der ehemalige Richter hatte sein Amt im März 2010 angetreten. Damals ging eine Flut von Hinweisen ein. Das habe zunächst den Eindruck vermittelt, körperliche Gewalt und sexueller Missbrauch seien in kirchlichen Einrichtungen eine systembedingte Begleiterscheinung. Tatsächlich aber handle es sich „um eine erschreckende Zahl von Einzelfällen, die teilweise Jahrzehnte unentdeckt geblieben sind“, resümiert Kocherscheidt.

Die meisten Missbrauchsfälle ereigneten sich zwischen 1961 und 1970. In 21 Fällen handelte es sich um sexuelle Verfehlungen, in 15 Fällen um körperliche Gewalt. 28 Menschen zeigten Missbrauchsfälle an, die sich zwischen 1951 und 1960 ereignet hatten, 19 davon waren sexuelle Übergriffe. Ab 1971 ging die Zahl der körperlichen Züchtigungen zurück, doch die Zahl der sexuellen Missbrauchsfälle blieb mit 20 Fällen unverändert auf hohem Niveau. Das ändert sich erst mit Beginn der 1980er Jahre, seither sind nur 25 Fälle bekannt. Angezeigt wurden zudem acht Missbrauchsfälle, die vor 1950 stattgefunden haben.


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Donnerstag, 7. März 2013

Bistum Regensburg wird Missbrauchsskandal nicht los

Während in Ettal die Opfer des Missbrauchs aufatmen, bleibt es in Regensburg still. Nun nimmt der Sprecher des Bistums Stellung. Unterdessen erklärt Professor Osterheider, warum die Studie zur Aufarbeitung in der Domstadt fortgesetzt werden könnte.

"Patres schlugen und küssten aus Überforderung"

Für viele war es unvorstellbar, dass Hände, die segnen, auch misshandeln. Im Kloster Ettal hatte der sexuelle Missbrauch von Internatsschülern System. Aus dem Martyrium gab es kein Entrinnen..

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Ettal: der Bericht



Individuelle Folgen und organisatorisch- strukturelle Hintergründe

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Prof. Dr. Heiner Keupp
Dr. Florian Straus
Dr. Peter Mosser
Wolfgang Gmür
Gerhard Hackenschmied


München, Januar 2013

Institut für Praxisforschung und Projektberatung Ringseisstr. 8
80337 München www.ipp-muenchen.de

Pressemitteilung Verein Ettaler Misshandlungs- und Missbrauchsopfer


Drei Jahre nach öffentlich werden der Missstände im Internat des Klosters Ettal wird heute entsprechend des Planes, der am 17. Februar 2011 von Prof Jentsch bekanntgegeben wurde, die vom Institut für Praxisforschung und Projektberatung München (ipp) durchgeführte Studie „Sexueller Missbrauch, psychische und körperliche Gewalt im Internat der Benediktinerabtei Ettal, Individuelle Folgen und organisatorisch strukturelle Hintergründe“ vorgestellt und veröffentlicht. 

Ettal geht einen mutigen und konsequenten Weg in der Aufarbeitung 

Das Kloster Ettal geht damit einen mutigen und konsequenten Weg die Vergangenheit in Zusammenarbeit mit uns, den Betroffenen, aufzuarbeiten. 

Bei der Konzeption der Studie, die auf Initiative des Vereins Ettaler Misshandlungs- und Missbrauchsopfer durchgeführt wurde, war es uns wichtig, dass verstanden wird, wie es sukzessive zu den Zuständen kommen konnte, die von Ruf und Selbstverständnis weit entfernt waren. Dieses Ziel erreicht die Studie des ipp: 

Mönche ohne pädagogische Ausbildung mussten meist über 40 Kinder betreuen, hatten keine Anleitung, keine kollegiale Reflexion der Erziehungsarbeit, sondern oftmals gewalttätige Vorbilder. Der Gruppendynamik der Kinder boten sie nicht Einhalt, sondern verstärkten diese noch. Eltern gaben ihre Kinder ins Internat, sowohl beeindruckt von der Klosteranlage als auch in blindem Vertrauen auf Kloster und Kirche. Von Seiten der Internatskinder wurde – unbewusst – ein Verhalten entwickelt, die Erwartungen der Eltern nicht zu enttäuschen. 

Der Verein wird die Umsetzung von Verbesserungen in Ettal kritisch begleiten. 

Den Dialog mit den heutigen Erziehern, den wir im vergangenen Jahr begonnenen haben, werden wir fortsetzen. Ein Schwerpunkt wird die Rolle und die Vorgehensweisen der Erzieher in der Phase der Reifung der Sexualität und deren Integration in die Persönlichkeit darstellen. Ebenso werden wir darauf hinwirken, dass es ein ausformuliertes Erziehungskonzept vorliegt und dieses überprüfen. Die Kinder, die das Internat Ettal besuchen, sind nach wie vor nur in den Ferien bei ihren Eltern, sodass den Erziehern eine besondere Verantwortung übertragen wird. 

Heutige Ganztagesbetreuung muss die Entwicklung von Kindern lenken und nicht nur funktionierende Tagesabläufe sicherstellen. Die Aktualität der Studie zeigt sich darin, dass zunehmend Ganztagsbetreuung von Kindern eingeführt und gefordert wird und vielerorts keine klaren pädagogischen Konzepte vorliegen und teilweise nicht qualifiziertes Personal zum Einsatz kommt. Dies ist oftmals dort der Fall, wo aufgrund fehlenden Angebots qualifizierter Einrichtungen die Eltern auf improvisierte Lösungen angewiesen sind, um Familie und Beruf vereinbaren zu können. 

Im Quervergleich kommt die Aufarbeitung in Ettal gut voran 

Die Aufarbeitung des sexuellen Kindesmissbrauchs seit 2010 kommt an vielen Orten nur langsam voran. Auch der Missbrauchsbeauftragte der Bundesregierung, Hr. Rörig, spricht aktuell über große Versäumnisse gegenüber den Betroffenen. 

Dies liegt aus unserer Sicht daran, dass im Rahmen der Aufarbeitung notwendige Fragen und Bedürfnisse nicht konsequent beantwortet werden: 

1. Was ist wann durch welche Täter geschehen? 

2. Erkennt die Organisation der Täter die Geschehnisse an? 

3. Wie werden die Opfer entschädigt bzw. erhalten Zeichen tätiger Reue und Hilfen? 

4. Sind die Ursachen, die zu den Missständen führen, durch die Organisation erkannt und akzeptiert, sodass sie für die Zukunft eliminiert werden können? 

5. Bleibt das Geschehene unvergessen ? 


Die Studie ist ein wichtiger Schritt zum vierten Punkt. 

Dennoch, für viele gilt: Der Verlust der Kindheit wird nicht geheilt. Die Taten nicht ungeschehen gemacht. Die Folgen für den Betroffenen und die Familien bestehen weiterhin. 

Es muss seitens des Klosters mehr an die ehemaligen Schüler kommuniziert werden, was sich in der Ettaler Aufarbeitung und zu Prävention getan hat. 

Robert Köhler Donnerstag 7. März 2013

Erklärung anlässlich der Vorstellung der IPP-Studie am 07.03. 13 in München

 
Die Studie des IPP bildet einen weiteren wichtigen Schritt in der Aufarbeitung eines dunklen Kapitels in der Geschichte unseres Internats und Klosters.
Diese Studie wurde von uns in Abstimmung mit dem Verein der Ettaler Misshandlungs- und Missbrauchsopfer in Auftrag gegeben. Auch wenn unser Kloster der Auftraggeber der Studie war, so kann doch kein Zweifel darüber bestehen, dass das IPP die Vorkommnisse in unserem Internat nach wissenschaftlichen Grundsätzen objektiv aufgearbeitet hat. Dies war möglich durch die vertrauensvolle Zusammenarbeit mit den Vertretern des IPP, den Vertretern des Opfervereins sowie den Mediatoren und allen, die bereit waren, durch Interviews und Berichte zum Gelingen der Studie beizutragen. Ihnen allen gilt unser besonderer Dank.

So sehr die IPP-Studie uns auch erneut mit einem dunklen Kapitel unserer Geschichte konfrontiert und deshalb belastet, so sehen wir in der Studie doch auch einen ganz bedeutenden Schritt in der Aufarbeitung unserer Vergangenheit. Im Rückblick können wir sagen: So schwer der gemeinsame Weg gerade in der Anfangszeit für uns und mehr noch für die Geschädigten war, so war gerade dieser Weg der richtige. Keine Entschädigungszahlung und keine Therapie kann letztlich das Geschehene ungeschehen machen. Aber das gemeinsame Bemühen, das Geschehene zu begreifen und die Folgen anzuerkennen, hat dazu beigetragen, dass doch eine gewisse Verständigung und – so hoffen wir – ein stückweit wieder Vertrauen möglich wird.

Die Studie gibt uns im Kloster wichtige Erkenntnisse hinsichtlich der Frage, wie es zu den Vorfällen in unserem Internat kommen konnte, welche Fehler in der Vergangenheit bei uns gemacht wurden. Sie hilft uns damit, künftig solche Fehler zu vermeiden und neue Wege einer Kultur des Hinschauens und der offenen Kommunikation zu gehen. Sie zeigt auch auf, welche Folgen der Missbrauch bei den Geschädigten hatte und immer noch hat. Dies hilft uns nicht nur bei der Aufarbeitung der Fälle der Vergangenheit, es stellt für uns auch eine wichtige Hilfe für notwendige Präventionsmaßnahmen und die Sorge um die fortlaufende Weiterentwicklung unsres Präventionskonzeptes dar.

In diesem Sinne stellt die Studie für uns keinen Abschluss dar!

Die Aufarbeitung und das Bemühen unsererseits, weiterhin mit den Geschädigten in Kontakt zu kommen und zu bleiben, bildet auch in Zukunft eine Aufgabe und Herausforderung für uns. 

Die Erfahrungen der Geschädigten können uns über die aufgezeigten Ergebnisse der Studie hinaus wertvolle Hilfen für unsere weitere Arbeit geben.

Daher sind wir allen dankbar, die diesen Weg mit uns gegangen sind. Dieser Dankgilt besonders auch den Opfern, die bereit waren, trotz ihrer schlimmen Erfahrungen, mit uns zusammenzuarbeiten.

Unser Kloster mit Schule und Internat ist nach dem Jahr 2010 nicht mehr wie vorher: Von jedem Leid, das durch unsere Schuld einem der uns Anvertrauten zugefügt wurde, bleibt eine schmerzende Narbe zurück. Es bleibt unsere Aufgabe, uns verantwortungsbewusster und mit offeneren Augen unseren Herausforderungen in 
Kirche und Welt zu stellen.

Ettal, 07.03.2013 Abt Barnabas Bögle OSB

"Auf dem falschen Weg ..."

Auf dem falschen Weg: „Die katholische Kirche rät zum Autofasten“, schreibt Volksfreund-Leser Patrick Bambach aus Trier. „Dies gilt anscheinend nur für andere, nicht für die Bischöfe. Am Rande der Konferenz in Trier parkte vor dem Tagungshotel Limousine an Limousine. Auch irdische Gesetze gelten offenbar nicht für die Bischöfe und deren Fahrer. Einige Fahrzeuge standen den ganzen Tag auf dem Radweg (siehe Foto). Die Polizei daneben, nur leider interessierten sich die Beamten nicht dafür. Das hat mich etwas verärgert.“ 

"Ettal, so sehen es die Wissenschaftler, war eine totale Institution, aus der es kein Entrinnen gab."

Kloster Ettal stellt Studie über sexuellen Missbrauch vor

Der 150-seitige Bericht des sozialwissenschaftlichen Instituts IPP in München und des Sozialpsychologen Heiner Keupp ist ein verheerendes Zeugnis für das Internat in Ettal, wo über Jahrzehnte die Söhne deutscher Spitzenpolitiker, Adeliger und Industrieller ihre Schulzeit verbrachten.
Diese Elite hätten die Mönche "durch Selektion und schmerzvolle Bestrafung der Leistungsschwachen" geformt, heißt es in dem Bericht. Körperliche Züchtigungen seien "gezielt als pädagogisches Mittel eingesetzt" worden. Die Heftigkeit der Gewalt lasse keinen anderen Schluss zu, "als dass die Täter entweder die Kontrolle über ihre Affekte verloren oder auf der Basis sadistischer Motivation handelten". Die sexuellen Übergriffe seien "eine spezifische Variante der Gewalt" gewesen, "die sich in sexualisierter Weise manifestierte".

Ettal, so sehen es die Wissenschaftler, war eine totale Institution, aus der es kein Entrinnen gab.




Anmerkung ca:
 
sozialwissenschaftliches Institut "IPP", München:
Das IPP ist eine Einrichtung des gemeinnützigen Trägervereines Verein für Psychosoziale Initiativen (VfPI) München und Mitglied im Deutschen Paritätischen Wohlfahrtsverband. Es gibt darüber hinaus eine, durch viele gemeinsame Projekte getragene, enge Kooperation mit dem Institut für Psychologie (Reflexive Sozialpsychologie) der Universität München.

Schwarze Liste von Papst-Kandidaten: Missbrauchsopfer klagen öffentlich zwölf mögliche Papst-Nachfolger an. Sie werfen ihnen verharmlosende Äusserungen zum Thema Missbrauch in der katholischen Kirche vor.

Opfer von sexuellem Missbrauch durch katholische Geistliche haben eine Schwarze Liste möglicher Kandidaten für das Amt des Papstes veröffentlicht. Die vorgestellte Liste enthält die Namen von zwölf Kandidaten für die Nachfolge von Benedikt XVI., denen verharmlosende Äusserungen zum Thema Missbrauch in der katholischen Kirche oder das Inschutznehmen pädophiler Geistlicher vorgeworfen wird.

Zudem sprach sich die US-Organisation Netzwerk der Überlebenden von Missbrauch durch Priester (SNAP) gegen die Wahl eines Mitglieds der römischen Kurie zum neuen Papst aus. «Nach unserer Überzeugung hat kein derzeitiger Vatikan-‹Insider› den Willen, wirklich reinen Tisch im Vatikan oder anderswo zu machen», sagte SNAP-Vorstand David Clohessy.

Mittwoch, 6. März 2013

Menschenrechtsgericht prüft Missbrauch an katholischen irischen Schulen


Mit dem sexuellen Missbrauch von Kindern an katholischen Schulen in Irland hat sich am Mittwoch der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte befasst. Die 17 Richter der Großen Kammer des Straßburger Gerichts prüften die Klage eines der Opfer. Das damals neun Jahre alte Mädchen war im Jahre 1973 mehrere Monate lang wiederholt vom Leiter ihrer Schule in der südirischen Ortschaft Dunderrow missbraucht worden. Sie wirft den irischen Behörden vor, jahrzehntelang nichts gegen diese Praktiken unternommen zu haben.

"Das sind - nach eigener Rechnung, bei 5 Arbeitstagen pro Woche - dann rund 6.500 Fälle in den zehn Jahren."


Der Missbrauchsbeauftragte des Vatikans, Charles Scicluna, berichtete in einem Zeitungsinterview über seine Arbeit. 

Scicluna war zehn Jahre lang - von 2002 bis 2012 - mit der Vatikaninternen Aufklärung der Missbrauchsfälle befasst.

Er spricht von einer Welle von Missbrauchsmeldungen, die "wie ein Tsunami" über den Vatikan hereingebrochen sei. Jeden Tag sollen zwei bis drei neue Fälle bekannt geworden sein.

Das sind - nach eigener Rechnung, bei 5 Arbeitstagen pro Woche - dann rund 6.500 Fälle in den zehn Jahren.


Anmerkung ca: Die Spitze der Spitze des Eisbergs, da es sich lediglich um "die Anzahl der 'Fälle' handelt, von der die Glaubenskongregation offiziell in Kenntnis gesetzt wurde. Interessant an dieser Stelle wäre auch die Frage, wie viele "Fälle" von dem Missbrauchsbeauftragten , Bischof Stephan Ackermann, während dieses Zeitraums nach Rom weitergeleitet wurden. Womit widerum belegt sein dürfte, wo bereits eine große Schwachstelle bei der Aufarbeitung der Missbrauchsfälle ihren Fehler im System hat...Wobei man die Wortwahl  "Fehler im System" wohl ebenso gut durch "Versagen" bzw. "Vertuschen" ersetzen könnte.





Dienstag, 5. März 2013

"Oberaufklärer" packt aus: Missbrauch in der Kirche: „Zwei bis drei Fälle am Tag“... Scicluna fordert als Konsequenz: "Alle müssen lernen, Geistlichen nicht blind zu vertrauen!"

Lange Zeit schwieg die katholische Kirche den Missbrauch durch Priester tot. Im Jahre 2002 forcierte sie die Aufklärung. Der frühere Missbrauchsbeauftragte Monsignore Scicluna hat nun erklärt, die Fälle seien „wie ein Tsunami“ über ihn hereingebrochen.

Der langjährige Missbrauchsbeauftragte des Vatikans, Charles Scicluna, sprach in einem Interview mit der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“ erstmals ausführlich über seine Arbeit in Rom. Scicluna war 2002 bis 2012 für die kirchenrechtliche Bearbeitung der an den Vatikan gemeldeten Missbrauchsfälle zuständig.

Durch eine Neuregelung mussten Missbrauchsfälle aus den Bistümern ab 2002 im Vatikan gemeldet werden. „Die schiere Masse der Fälle, die nach den neuen Bestimmungen in Rom gemeldet wurden, war wie ein Tsunami“, sagte Scicluna. 2003 seien es 800 Fälle gewesen, 2004 noch einmal 700. Das vorgesehene Verfahren für die Fälle sei äußerst komplex gewesen. Er habe sich deshalb an den Präfekten der Glaubenskongregation, Kardinal Joseph Ratzinger gewendet, und diesen um Fürsprache bei Papst Johannes Paul II. gebeten. „Wir können diese Masse von Fällen nicht mit einem Regelwerk bewältigen, das so komplex ist, dass es drei oder vier Verfahren im Jahr zulässt. Wir haben zwei bis drei neue Fälle am Tag“, habe er zu Ratzinger gesagt.

Als Konsequenz aus der großen Zahl sexueller Gewalttaten von Klerikern gegen Schutzbefohlene sagte Scicluna: „Alle müssen lernen, Geistlichen nicht blind zu vertrauen. Sie sind Menschen wie Du und Ich, mit Stärken und Schwächen...".

Montag, 4. März 2013

Trier: Sitz des "Missbrauchsbeauftragten" Bischof Stephan Ackermann - Sitz des Scheiterns

Trier ist der Sitz des „Missbrauchsbeauftragten“ der katholischen Kirche in Deutschland, Bischof Ackermann. 

Nach dem Scheitern der Zusammenarbeit mit dem Kriminologen Prof. Christian Pfeiffer stand das Missbrauchsthema auch auf der Tagesordnung der Bischofskonferenz – wie immer natürlich hinter verschlossenen Türen.

Bezeichnend war wieder mal, dass von den Demonstranten niemand direkt mit den Bischöfen der Konferenz sprechen durfte, sondern lediglich der offizielle Pressesprecher der katholischen Bischofskonferenz zu den Demonstrierenden sprach.

den vollständigen Artikel lesen auf "scharf-links.de"

Fassungslosigkeit Betroffener sexuellen Missbrauchs am Johanneum Homburg



link zur Sendung (ab Minute 23:00)

Falscher Bischof ist ein Deutscher: Bevor er aufflog, sagte der vermeintliche Würdenträger noch, die katholischen Bischöfe hätten einen Fehler begangen, als sie des Kindesmissbrauchs beschuldigte Priester aus ihren Gemeinden abgezogen hätten

Foto: AFP



Vorkonklave in Rom: Falscher Bischof ist ein Deutscher

Rom/Hamburg - Er nannte sich "Basilius", trug einen zu kurzen Talar, eine seltsame Kette mit Kruzifix und statt der Schärpe einen violetten Schal: Der Deutsche Ralph Napierski hat am Montag bei den Vorbereitungen zur Papstwahl für einen Eklat gesorgt.

Zudem ließ er sich mehrmals als besonders offenherziger Vertreter der Kirche zu Erotikthemen interviewen.

Die deutsche Bischofskonferenz (DBK) warnt vor dem Mann. Herr Napierski sei ihm bereits bekannt, sagte DBK-Sprecher Matthias Kopp der "Bild-Zeitung". Sein Verhalten sei "inakzeptabel". 





Wo geht's denn hier zur Papst-Wahl? Der falsche Bischof von Rom

Der Talar war zu kurz, die Hose schaute raus, statt einer Schärpe trug der Mann einen lilafarbenen Schal um die Hüfte. Ein gewöhnlicher schwarzer Herrenhut rundete die schräge Erscheinung ab. Dennoch fiel es nicht sofort auf, dass dieser Bischof nicht echt war.


Journalisten erzählte der falsche Bischof, er heiße Basilius und sei Mitglied der italienischen Orthodoxen Kirche. Die gibt es aber gar nicht!
Bevor er aufflog, sagte der vermeintliche Würdenträger noch, die katholischen Bischöfe hätten einen Fehler begangen, als sie des Kindesmissbrauchs beschuldigte Priester aus ihren Gemeinden abgezogen hätten.

Vatikansprecher Federico Lombardi sagte bei einer Pressekonferenz nach dem Kardinalstreffen, er habe keine Informationen zu dem Vorfall. Er versicherte aber: „Die Kardinäle sind alle echt.” (!!!)


Ratzinger soll zu Missbrauchsfällen geschwiegen haben

Mutmaßliche Missbrauchsopfer aus Norditalien beklagen, Joseph Ratzinger habe als Präfekt der Glaubenskongregation von ihrem Leiden gewusst und nichts dagegen unternommen. Ausgerechnet ein Kardinal, der am Konklave teilnehmen wird, soll Ratzinger damals schriftlich informiert haben.

Wie die Genueser Tageszeitung "Il Secolo XIX" ("Das 19. Jahrhundert") am Montag berichtet, soll ein Priester im norditalienischen Savona von 1981 bis ins Jahr 2000 Jungen sexuell missbraucht haben. Joseph Ratzinger, damals Präfekt der Glaubenskongregation, soll über die Verdachtsfälle informiert worden sein - und nichts unternommen haben.
"Il Secolo XIX" veröffentlichte einen Brief des ehemaligen Bischofs von Savona, Domenico Calcagno, an Ratzinger. In dem Schreiben vom 8. September 2003 bittet er den Präfekten um einen Rat betreffs des Priesters G., den er im Amt belassen möchte. "Wenn es möglich ist, würde ich gern vermeiden, dass man ihn in Kontakt bringt mit Kindern und Erwachsenen." Dann fügt er fast beruhigend hinzu: "Bisher ist davon nichts zu den Zeitungen durchgedrungen und es liegen auch keine Anzeigen vor."

Ratzinger antwortet nicht und auch sonst scheint sich niemand verantwortlich zu fühlen. G. wird von einer Gemeinde in die nächste strafversetzt, hat aber stets enge Kontakte zu Jugendlichen. Im Jahr 1992 soll dem mutmaßlichen Sexualstraftäter sogar erlaubt worden sein, ein Zentrum für Kinder in Notlagen zu eröffnen.

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Vatikan: Falscher Bischof schmuggelt sich ins Vorkonklave

Rom - Ein falscher Bischof hat für Aufregung im Vatikan gesorgt. Er mischte sich für einige Zeit unter die Kardinäle, die dort zur Vorbereitung der Papst-Wahl eintrafen. Der Mann, angeblich ein Australier oder ein Italiener, trug einen zu kurzen Talar, eine unübliche Kette mit Kruzifix und statt der Schärpe einen violetten Schal, wie die italienische Nachrichtenagentur Ansa berichtete. Demnach fiel der Mann, der sich als Bischof ausgab, schließlich auf dem Platz vor dem Tagungsort unter mehr als hundert Kardinälen auf. Er wurde daraufhin des Vatikan-Geländes verwiesen.


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