Mit dem Datenschutz bei Geheim- und Personalakten müsse sehr sorgfältig umgegangen werden, sagte der Mainzer Bischof. "Nicht um den Eindruck zu erwecken, wir haben etwas zu vertuschen, sondern um Tätern, die vielleicht nur einmal eine Dummheit gemacht haben, überhaupt eine Chance zu geben weiterzuleben." Das sei zuerst alles nicht so gut überlegt worden. "Deswegen bin ich ganz froh, dass wir die Studie neu ausgeschrieben haben", ergänzte Lehmann. Doch auch dieser Schritt könne noch zu Konflikten führen.
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Sonntag, 29. September 2013
Kardinal Lehmann: "Täter, die vielleicht nur einmal eine Dummheit gemacht haben"
Mit dem Datenschutz bei Geheim- und Personalakten müsse sehr sorgfältig umgegangen werden, sagte der Mainzer Bischof. "Nicht um den Eindruck zu erwecken, wir haben etwas zu vertuschen, sondern um Tätern, die vielleicht nur einmal eine Dummheit gemacht haben, überhaupt eine Chance zu geben weiterzuleben." Das sei zuerst alles nicht so gut überlegt worden. "Deswegen bin ich ganz froh, dass wir die Studie neu ausgeschrieben haben", ergänzte Lehmann. Doch auch dieser Schritt könne noch zu Konflikten führen.
Mainzer Kardinal Lehmann versucht abzulenken
Lehmann: Hohe Dunkelziffer von Missbrauch in Sport und Familien
Mainz - In der Debatte über sexuellen Missbrauch in der katholischen Kirche hat sich der Mainzer Kardinal Karl Lehmann zu Wort gemeldet. Lehmann verweist auf hohe Dunkelziffern auch in Sport, Familie und Therapie. Für die Kirche dürfe das aber keine Entschuldigung sein. Dennoch sei sie auf einem guten Weg.
(dpa)
Samstag, 28. September 2013
Bischof aus Peru wegen Sex-Vergehen zwangslaisiert
Papst Franziskus hat den peruanischen Weihbischof Gabino Miranda Melgarejo wegen sexueller Vergehen in den Laienstand zurückversetzt. Wie die Peruanische Bischofskonferenz am Donnerstag laut Kathpress in Lima mitteilte, wurde dem 53-jährigen Weihbischof von Ayacucho der Klerikerrang entzogen. Dies ist die höchste im katholischen Kirchenrecht vorgesehene Strafe für einen Geistlichen.
den vollständigen Artikel auf "vienna.at" lesen
Polen: "Es ist das erste Mal, dass sich die Spitze der Bischofskonferenz so förmlich für Fälle von Kindesmissbrauch entschuldigt."
Warschau, 28.09.2013 (KAP) Polens Staatsanwaltschaft hat ein Ermittlungsverfahren gegen den ehemaligen Vatikanbotschafter Erzbischof Jozef Wesolowski und einen weiteren Priester eingeleitet. Ein Sprecher der Generalstaatsanwaltschaft in Warschau begründete die Maßnahme am Freitag mit einem Rechtshilfeersuchen der Dominikanischen Republik. Die beiden polnischen Geistlichen stehen im Verdacht, in dem Karibikstaat sexuellen Missbrauch an Minderjährigen begangen zu haben.
zur Erinnerung:
Freitag, 27. September 2013
Im Bistum Warschau ist ein wegen sexuellen Missbrauchs schuldig gesprochener Pfarrer für die Betreuung von mehr als 30 Ministranten seiner Gemeinde zuständig.
Das Urteil sei schließlich noch nicht rechtskräftig und werde angefochten, begründete ein Sprecher der Warschauer Kurie am Freitag.
Während der Nuntius in den Vatikan abberufen wurde, um zu den Vorwürfen Stellung zu nehmen, ist der Ordensgeistliche verschwunden...
Die Staatsanwaltschaft in der Dominikanischen Republik ermittelt gegen den aus Polen stammenden Nuntius und einen weiteren Priester wegen sexuellen Missbrauchs von Minderjährigen.
den vollständigen Artikel auf "sz-online.de" lesen
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"Weil nie ausgeschlossen werden kann, dass sich solcher Machtmissbrauch wiederholt"
Die katholische Kirche im Kanton Luzern will das Bewusstsein ihrer Verantwortlichen schärfen für Grenzverletzungen und Missbrauch im Umgang mit den ihnen anvertrauten Menschen. An einer Tagung von Freitag ging es darum, aus Fehlern zu lernen, Möglichkeiten und Massnahmen kennenzulernen, um Missbrauch und Gewalt vorzubeugen sowie in Verdachtsfällen richtig zu handeln.
Ex-Vatikan-Botschafter unter Missbrauchsverdacht
Gegen den ehemaligen Botschafter des Vatikan in der Dominikanischen Republik sind nun auch in seiner Heimat Polen Ermittlungen aufgenommen worden. Josef Wesolowski steht unter dem Verdacht des Kindesmissbrauchs. Gegen den 65-jährigen Nuntius wird bereits im Vatikan und in der Dominikanischen Republik ermittelt. Wesolowski wurde am 21. August abberufen. Der Vatikan machte den Vorfall aber erst Anfang September publik.
Die Kirche wolle, dass die Täter bestraft würden und die Opfer Hilfe erführen, betonte Polak. Er erteilte den Hoffnungen von Opfern auf eine Entschädigung durch die Kirche aber eine Absage: "Die straf- und zivilrechtliche Verantwortung liegt beim Täter."
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Gericht: Priester hat "Seele eines Kindes zerbrochen" - "Es wäre 'ein völlig falsches Signal' gewesen, hätte der 58-Jährige als freier Mann weiterleben können."
Das Landgericht Würzburg hat am Freitag den Ordensgeistlichen, der auch in Schröck als Pfarrer gewirkt hatte, wegen Missbrauchs eines Jungen zu einer Gefängnisstrafe verurteilt.
den vollständigen Artikel auf "op-marburg.de" lesen
Der Vorsitzende würdigte das Verhalten des Ordens, der den Geistlichen sofort nach seiner Selbstanzeige aller Ämter enthob, ihn in ein abgelegenes Kloster entsandte und dort eine Art Hausarrest über ihn verhängte. Bis heute hat der Pater dort laut Pöpperl, „nur noch Pflichten, aber keine Rechte“. Nach seinen eigenen Angaben wurde dem 58-Jährigen „das Taschengeld gekürzt“, er musste sein Auto abgeben und darf keine sportlichen oder kulturellen Veranstaltungen besuchen. Wenn das Urteil rechtskräftig ist, kommt ein kirchenrechtliches Verfahren auf ihn zu, das mit seiner Entfernung aus dem Orden enden kann. „Dann wäre er Hartz-IV-Empfänger“, so sein Anwalt Klaus Wasserburg.
Das Opfer des Paters nahm das Urteil der Kammer „wohlwollend zur Kenntnis“. Der inzwischen 25-Jährige als Nebenkläger aufgetreten. Der Vorsitzende dankte ihm ausdrücklich für sein „vorbildliches Verhalten“ vor Gericht und seine „klaren Worte“. Der sehr intelligente junge Mann hatte gesagt, dass es ihm „gar nicht gut“ gehe. Bis heute leidet er an Depressionen und wird seit mehreren Jahren therapiert. Durch die 80000 Euro Schmerzensgeld des Ordens ist der Student für eine Weile finanziell abgesichert. Seine Mutter, Zahnärztin von Beruf, ist verarmt und lebt von Hartz-IV. Hätte das Gericht ihr nicht die Fahrtkosten zum Prozess vorgelegt, hätte sie nicht nach Würzburg kommen können.
Ob der Angeklagte Rechtsmittel gegen das Urteil einlegen will, ist unklar. Sein Verteidiger konnte dazu „jetzt unmöglich etwas sagen“.
Die Frage, wie die Selbstanzeige des katholischen Priesters zu werten ist und welche Informationen zu welchem Zeitpunkt dem Bistum Würzburg bzw. dem Missbrauchsbeauftragte der DBK, Bischof Dr. Stephan Ackermann persönlich vorlagen, bleibt weiterhin offen. Der Geistliche hatte sich 2011 beim Missbrauchsbeauftragten seines Ordens gemeldet. Allerdings tat er dies nach Darstellung des Opfers erst, nachdem er erfahren hatte, dass der inzwischen 25-jährige junge Mann ihn seinerseits anzeigen wollte.
Dies entspricht der typischen Ackermann-Strategie: Der Missbrauchsbeauftragte drängte in vergleichbaren Fällen den Täter zur Selbstanzeige - allerdings erst, wenn der Fall drohte, an die Öffentlichkeit zu gelangen bzw. die Presse bereits darüber berichtete! Beispiel: "Es gab gravierende Fehler" .
Polens Bischöfe entschuldigen sich für Kindesmissbrauch
Warschau, 27.9.13 (Kipa) Polens katholische Kirche hat sich für sexuellen Missbrauch von Kindern durch Priester entschuldigt. Die Opfer seien tief verletzt worden und jeder Einzelne brauche von der Kirche eine Entschuldigung, sagte der Generalsekretär der Bischofskonferenz, Weihbischof Wojciech Polak, am Freitag bei einer Pressekonferenz in Warschau. «Wir entschuldigen uns.» Polak betonte, die Kirche in Polen nehme das Pädophilie-Problem «sehr ernst» und wolle nichts verbergen.
Quelle: "kipa-apic.ch"
- zur Erinnerung: "Bischof Ackermann lehnt Entschuldigung der Kirche ab" (Hamburger Abendblatt, 04.05.2010)
- "Schuld sind konkrete Personen"- Fachleute aus der Opferarbeit raten Bischof Ackermann dazu, sich nicht öffentlich für die Kirche zu entschuldigen (Focus online: "Wird es eine öffentliche Entschuldigung geben?" Ackermann: "Es haben Menschen in der Kirche Schuld auf sich geladen. Sowohl die Täter als auch die Verantwortlichen, die den Vorwürfen nicht nachgegangen sind, wie sie es hätten tun müssen – auch nach damaligen Kriterien. Verbrechen sind Verbrechen. Ich habe angekündigt, mich mit Opfern sexuellen Missbrauchs zu treffen, wenn sie das möchten. Es geht darum, an den Schicksalen der Opfer Anteil zu nehmen, die Taten ganz klar zu verurteilen. Mich für die Taten vergangener Generationen zu entschuldigen, halte ich aber für problematisch. Fachleute aus der Opferarbeit haben mir gesagt: Verantwortlich sind die Täter. Die individuelle Schuld könnte durch eine Entschuldigung der Institution Kirche vernebelt werden. Es ist genauso falsch zu sagen, „die Kirche“ sei Schuld, wie es falsch ist, zu sagen, „die sexuelle Revolution“ oder „die Reformpädagogik“ sei Schuld am sexuellen Missbrauch. Schuld haben immer konkrete Personen.") (04.05.2010)
klägliche Übersicht des Kindesmissbrauchs innerhalb der katholischen Kirche über "bekannt gewordene Fälle" - der Verantwortliche für Abteilung Medien- und Öffentlichkeitsarbeit? - Dr. Stephan Kronenburg (!)
zur Übersicht auf "kirchensite.de"
"online mit dem Bistum Münster" ? - Online mit dem ehemaligen Pressesprecher des Bistums Trier, Stephan Kronenburg, zur Zeit im Bistum Münster, Leitung Abteilung Medien- und Öffentlichkeitsarbeit und Pressesprecher der bischöflichen Pressestelle Bistum Münster. - Daher fällt die angebliche "Übersicht" wohl auch so kläglich aus und unvollständig aus.
Factum fieri infectum non potest!
Geschehenes kann nicht ungeschehen gemacht werden!
Donnerstag, 26. September 2013
Missbrauchsprozess in Würzburg: Staatsanwaltschaft fordert drei Jahre Haft für katholischen Pfarrer
Würzburg - Ein katholischer Pfarrer muss sich derzeit vor Gericht für den sexuellen Missbrauch eines Buben verantworten. Die Staatsanwaltschaft hat nun das geforderte Strafmaß verkündet.
Im Würzburger Missbrauchsprozess gegen einen katholischen Priester hat die Staatsanwaltschaft eine Gefängnisstrafe von drei Jahren und vier Monaten gefordert. Der 58 Jahre alte Geistliche hatte in dem Verfahren am Landgericht Würzburg gestanden, sich wiederholt am Sohn seiner Haushälterin vergangen zu haben. „Er ist die Schutzperson und er missbraucht diese Stellung über mehrere Jahre“, sagte Oberstaatsanwalt Thomas Trapp am Donnerstag. Die Verteidigung plädierte für eine Bewährungsstrafe und verwies zur Begründung auf das Geständnis des Angeklagten.
Würzburg: Katholischer Priester in Missbrauchsprozess schuldfähig
In Würzburg steht ein katholischer Priester wegen sexuellen Missbrauchs vor Gericht. Ein Gutachter hält ihn für schuldfähig - der Mann habe keine schwere Persönlichkeitsstörung.
Im Würzburger Missbrauchsprozess gegen einen katholischen Priester hat ein Gutachter den Angeklagten als schuldfähig eingestuft. Der 58-Jährige habe pädophile Züge, aber keine schwere sexuelle Störung, erläuterte der Psychiatrie-Professor Henning Saß am Donnerstag. Er sehe keine deutliche Gefahr, dass sich Übergriffe auf Kinder wiederholen könnten.
Priester betonte, er sei nicht pädophil
Der Priester hatte in dem Verfahren vor dem Landgericht Würzburg zugegeben, sich in den 1990er Jahren wiederholt am Sohn einer Freundin vergangen zu haben, die einige Jahre auch für ihn als Haushälterin arbeitete. Er betonte jedoch, er sei nicht pädophil.
Das Urteil wird am Freitag erwartet. Eine offene Frage ist, wie die Selbstanzeige des Mannes zu werten ist. Der Geistliche hatte sich 2011 beim Missbrauchsbeauftragten seines Ordens gemeldet. Allerdings tat er dies nach Darstellung des Opfers erst, nachdem er erfahren hatte, dass der inzwischen 25-jährige junge Mann ihn seinerseits anzeigen wollte.
Teisendorf/Traiskirchen: Pater V. geht in die Offensive - der gebürtige Teisendorfer zur Anklage: „Ich habe nicht getan, was mir vorgeworfen wird.“
Seit Oktober steht der gebürtige Teisendorfer Pater Fabian Vordermayer wegen Missbrauchsverdacht in den Schlagzeilen österreichischer und bayerischer Medien. Über seine Anwälte hat er immer wieder seine Unschuld beteuert, doch Anfang August wurde Anklage erhoben wegen Vergewaltigung, geschlechtlicher Nötigung, sexuellen Missbrauch einer wehrlosen Person, Körperverletzung, Nötigung und Stalking in zwei Fällen. Von ursprünglich angeblichen drei Opfern geht die Staatsanwaltschaft nunmehr von einem aus. Im Herbst soll es zum Prozess kommen. Jetzt geht Pater Fabian in die Offensive. In einem Interview mit der Badener Zeitung schildert er nahezu unglaubliche Geschichten von Intrigen im Stift Melk und Eifersüchteleien, die zu dieser aus seiner Sicht völlig haltlosen Anklage geführt haben. Chefredakteurin Nicole Kranzl stellte das doppelseitige Interview der Heimatzeitung zur Verfügung, die es in den wesentlichen Auszügen veröffentlicht, autorisiert von Pater Fabian. „Ich muss vor ein Schöffengericht und mich da mit dem öffentlich entstandenen Bild ‚Der Pfarrer und der junge Kerl‘ auseinandersetzen“, erklärt der 47-Jährige im Telefonat mit der Heimatzeitung zu seiner Motivation, an die Öffentlichkeit zu gehen. Er will um seinen Ruf und seine Unschuld kämpfen.
Erster Missbrauchsfall in slowakischer Kirche aufgedeckt
Prag/Bratislava, 25.9.13 (Kipa) In der katholischen Kirche der Slowakei ist ein erster Fall von sexuellem Kindesmissbrauch aufgedeckt worden. Wie slowakische Medien am Mittwoch berichten, soll ein 47 Jahre alter Priester aus dem mittelslowakischen Zlata Moravce (Goldmorawitz) zwischen November 2011 und August 2012 ein damals elfjähriges Mädchen missbraucht haben. Der Fall werde derzeit von der Polizei in Nitra (Neutra) untersucht.
Quelle: http://m.kipa-apic.ch
Mittwoch, 25. September 2013
Bistum Aachen: Seit wann wusste das Bistum Bescheid?
Die Staatsanwaltschaft Krefeld will die Auslieferung des früher im Bistum Aachen wirkenden und nun in Südafrika lebenden Priesters K. wegen Verdachts des sexuellen Missbrauchs an Kindern und Jugendlichen erreichen. Der suspendierte Priester, dem in Deutschland sexueller Missbrauch von Kindern in 37 Fällen vorgeworfen wird, steht auch in Südafrika wegen Missbrauchs vor Gericht.
Ex-Papst über kirchlichen Missbrauch: "Ich habe nie versucht, diese Dinge zu beschönigen"
Der SPIEGEL berichtete 2010 von Vorwürfen gegen Kardinal Ratzinger, der sich Anfang der achtziger Jahre in seiner Funktion als Erzbischof in München nicht ausreichend darum gekümmert haben soll, einen mutmaßlichen Kinderschänder aus der Kinder- und Jugendseelsorge zu entfernen.
Vertreter von Missbrauchsopfern bemängeln seit jeher, Ratzinger habe es an Engagement fehlen lassen, wenn es darum ging, die Verbrechen aufzuarbeiten und Täter zur Verantwortung zu ziehen.
Forderung katholischer Reformgruppen: "Bischöfe aus dem Amt entfernen, die sexuellen Missbrauch vertuscht oder verharmlost haben"
Katholische Reformgruppen aus aller Welt haben eine stärkere Beteiligung von Laien und Frauen in der Kirche gefordert. In einem am Mittwoch veröffentlichten offenen Brief an Papst Franziskus sprachen sie sich unter anderem für die Priesterweihe für Frauen aus und dafür, Bischöfe aus dem Amt zu entfernen, die sexuellen Missbrauch vertuscht oder verharmlost haben.
Dienstag, 24. September 2013
Zollitsch: "Es wurde deutlich, wie tief der Graben zwischen Anspruch und Wirklichkeit bisweilen auch bei uns ist."
Eine bescheidene und barmherzige Kirche: Als wir vor drei Jahren im Zuge der Aufdeckung der sexuellen Übergriffe und des Missbrauchs von Minderjährigen in eine enorme Vertrauenskrise gerieten, konnte man erleben, wie sehr die Kirche von so manchen als zu machtvoll im Auftreten, als respektlos und unbarmherzig wahrgenommen wurde. Es wurde deutlich, wie tief der Graben zwischen Anspruch und Wirklichkeit bisweilen auch bei uns ist. Geistliche, als Hirten Garanten einer beschützenden Nähe zu den Menschen, und mit ihnen die Kirche wurden als fern empfunden.
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