Montag, 26. Januar 2026

Bistum Trier: Strafverfahren gegen katholischen Priester wegen Erwerb und Besitz kinder-und jugendpornografischer Inhalte

Strafverfahren gegen Priester

Gegen einen Priester des Bistums Trier wurde am 13. Januar 2026 am Amtsgericht Neunkirchen ein gerichtliches Strafverfahren eröffnet und durchgeführt.

Trier – Gegen einen Priester des Bistums Trier wurde am 13. Januar 2026 am Amtsgericht Neunkirchen ein gerichtliches Strafverfahren wegen Erwerb und Besitz kinder- und jugendpornographischer Inhalte eröffnet und durchgeführt. Das Verfahren soll wegen der Einholung eines Sachverständigengutachtens zu einem späteren Zeitpunkt fortgeführt werden. (Quelle: Pressemeldung, Bistum Trier, veröffentlicht am 26.01.2026)




"Priester des Bistums Trier wegen Kinderpornografie angeklagt"
Am Amtsgericht Neunkirchen läuft derzeit ein Verfahren gegen einen Priester des Bistums Trier wegen Besitzes von Kinderpornografie. Der 58-Jährige ist suspendiert.
Ein Priester aus dem Bistum Trier soll sich kinder- und jugendpornografische Medien verschafft haben. Das berichtet die Katholische Nachrichten-Agentur (KNA). Der Mann muss sich nun vor dem Amtsgericht Neunkirchen dafür verantworten, wie ein Gerichtssprecher am Montag mitteilte.

Hauptverhandlung ruht wegen Gutachten

Gegenstand des Verfahrens sei der Vorwurf des Besitzes von kinder- und jugendpornografischen Schriften, welche sich auf dem Computer des 58-jährigen Angeklagten befunden haben sollen. Die Hauptverhandlung ist derzeit ausgesetzt, weil zunächst ein IT-Sachverständiger ein Gutachten zu den Dateien und seinem Computer vorlegen soll.

Kirchenrechtliche Untersuchung angekündigt

Gegen den Priester waren bereits im Februar 2022 Vorwürfe wegen sexualisierter Gewalt und Missbrauchs bekannt geworden. Das Bistum Trier hatte ihn daraufhin suspendiert und aus seiner Pfarreiengemeinschaft abberufen. Der Fall war an die Staatsanwaltschaft übergeben worden.

Nach Abschluss der staatlichen Verfahren will das Bistum auch eine kirchenrechtliche Untersuchung gegen den Priester eröffnen. Im Bistum läuft seit Jahren die Aufarbeitung zahlreicher Missbrauchsfälle." (Quelle: SR, 26.01.2026)


Montag, 19. Januar 2026

Bistum Trier: Nach Marx gibt auch Bätzing den DBK-Vorsitz ab


© Andreas Arnold,dpa / Quelle: Tagesspiegel.de


Georg Bätzing steht für eine zweite Amtszeit als Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz nicht zur Verfügung. Das teilte die Bischofskonferenz in Bonn mit. Der Limburger Oberhirte war 2020 an die Spitze der Bischofskonferenz gewählt worden und hätte nach sechsjähriger Amtszeit Ende Februar bei der Frühjahrsvollversammlung der Bischöfe in Würzburg zur Wiederwahl antreten müssen.

In einem Brief an die anderen Bischöfe teilte er nun mit: «Um im Vorfeld gute diesbezügliche Überlegungen zu ermöglichen, möchte ich Euch mitteilen, dass ich für eine erneute Wahl nicht zur Verfügung stehe. Ich habe mich dazu nach Beratung und reiflicher Überlegung entschieden.»

Widerstand gegen Bätzing

Gegen Bätzing gab es innerhalb der Bischofskonferenz seit längerer Zeit Widerstand. Der 64-Jährige ist entschiedener Befürworter eines Reformkurses in der katholischen Kirche. Er macht sich zum Beispiel dafür stark, dass Frauen Diakoninnen werden dürfen - eine Vorstufe zum Priesteramt. Auch will er sogenannte Laien - normale Gläubige ohne klerikales Amt - stärker an Entscheidungen beteiligen. Von vielen reformorientierten Kirchenmitgliedern etwa aus dem Zentralkomitee der deutschen Katholiken (ZdK) wird Bätzing dafür sehr geschätzt.

Doch gleichzeitig zog sich Bätzing mit diesem Reformkurs den Unmut konservativer Bischöfe wie Kardinal Rainer Maria Woelki aus Köln oder Rudolf Voderholzer aus Regensburg zu. Aber auch im Lager der Gemäßigten gab es manchmal Irritation darüber, dass sich Bätzing mit markanten Äußerungen in umstrittenen Themenfeldern positionierte. Ihm wurde vorgeworfen, dies zu tun, ohne vorher geprüft zu haben, ob es dafür schon eine tragfähige Mehrheit gab. Zudem galt Bätzing als nicht besonders gut vernetzt im Vatikan. (dpa-Meldung)