Donnerstag, 17. August 2017

Bistum Hildesheim: Gutachten zu Missbrauchsvorwürfen gegen verstorbenen Hildesheimer Bischof Janssen und gegen pensionierten Priester R. liegt vor - Öffentlichkeit wird erst über Inhalt des Gutachten informiert, wenn der Verantwortliche in Bezug auf den Umgang des Bistums mit den Vorwürfen, Bischof Trelle, vermutlich nicht mehr im Amt ist

Ein Jahr nach der Erteilung des Auftrags liegt jetzt das Gutachten zu Missbrauchsfällen im Bistum Hildesheim vor. Das teilte die Diözese am Mittwoch mit. Die Ergebnisse will das Bistum allerdings erst im Oktober der Öffentlichkeit mitteilen. "Wir werden das Gutachten jetzt genau lesen und schauen, welche Schlüsse wir aus den Ergebnissen ziehen müssen", sagte Weihbischof Heinz-Günter Bongartz.

Das Bistum Hildesheim hatte das Münchener Institut für Praxisforschung und Projektberatung (IPP) im August 2016 beauftragt, die Missbrauchsvorwürfe gegen den früheren Bischof Heinrich Maria Janssen, der 1988 starb, sowie gegen den pensionierten Priester Peter R. zu prüfen. Auch sollte geklärt werden, ob es mögliche weitere Hinweise auf sexuelle Übergriffe durch die Geistlichen gibt.

Wenn die Öffentlichkeit im Oktober über die Erkenntnisse der Gutachter informiert wird, ist der heutige Bischof Norbert Trelle womöglich nicht mehr im Amt: Er wird im September 75 Jahre alt und reicht dann sein Rücktrittsgesuch beim Papst ein. Trelle ist der Verantwortliche in Bezug auf den Umgang des Bistums mit den Vorwürfen gegen Janssen und R ...

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Mittwoch, 2. August 2017

Bistum Magdeburg: Pfarrer wegen Besitzes kinderpornografischer Schriften verurteilt

Der ehemalige katholische Pfarrer von Braunsbreda ist wegen des Besitzes kinderpornografischer Schriften zu einer Freiheitsstrafe von einem Jahr auf Bewährung verurteilt worden. Der Strafbefehl des Amtsgerichtes Merseburg ist rechtskräftig. Letztlich verurteilt wurde der Angeklagte aufgrund des Besitzes von mindestens 30.000 Bilddateien und knapp 300 Videodateien mit Kinderpornografie. 

Die Vorwürfe gegen den damals 66-jährigen Geistlichen, der seit Herbst 2008 als Pfarrer in Braunsbedra arbeitete, waren im April 2016 bekanntgeworden. Die amerikanische Bundespolizei FBI ermittelte damals gegen den Betreiber einer einschlägigen Internetseite und war dabei auf Daten des Braunsbedraers gestoßen.

Das Bistum Magdeburg war zuvor schon krisenerprobt, musste es doch in der Vergangenheit bereits auf mehrere ähnliche Vorfälle reagieren.  Der Pressestelle des Bistums zufolge gab es in den 60 Jahren bis Mitte 2016 acht Fälle von nachgewiesener sexueller Gewalt von Geistlichen an Kindern und Jugendlichen oder Besitz kinderpornografischer Schriften. Sieben seien Priester gewesen, vier von ihnen seien bereits verstorben. – „Die Vorwürfe bedeuten ganz klar einen Imageschaden“, hatte Thomas Lazar von der Pressestelle des Bistums gleich zu Beginn der Ermittlungen gegenüber der MZ gesagt.

Mittwoch, 26. Juli 2017

aktualisierte
Reaktionen  auf den  Abschlussbericht 
der "Regensburger Domspatzen"
 finden Sie auf der Seite

Montag, 17. Juli 2017

Bistum Trier / AKO Bad Godesberg: Missbrauchsopfer des Aloisiuskollegs kämpft gegen Verjährung - mutmaßlicher "Täter Nr. 2" war bis 2006 im Bistum Trier tätig und soll sich bereits schon am Jesuitenkolleg in Büren sexueller Übergriffe schuldig gemacht haben



"(...) Der 2007 verstorbene zweite Jesuit war von 1952 bis 1955 Präfekt und von 1969 bis 1995 Lehrer am Ako. In der Zeit dazwischen soll er sich dem Zinsmeister-Aufklärungsbericht von 2011 zufolge „sexueller Übergriffe“ am Jesuitenkolleg Büren schuldig gemacht haben. Für seine Jahre am Ako verzeichnet der Bericht strafbare Körperverletzungen. (...)"  (Quelle: "general-anzeiger-bonn.de")                                   


 "(...) Er lebte wie auf der Überholspur des Lebens, sah die Arbeit und sprang hinein: sowohl von Koblenz aus, wo er zwei Jahre als Beichtseelsorger wirkte, wie seit 2001 von Trier aus, als er den deutschsprachigen Raum für die Gebetsmeinungen des hl. Vaters erschließen wollte (...)   Die Umsiedlung von Trier nach Köln im November 2006 hatte sein Bruder H.  übernommen (...)  (Quelle: "con-spiration.de", Nachruf, 2007) 

Quellen:
"volksfreund.de", "general-anzeiger-bonn.de", "con-spiration.de", "jesuiten.org" ("Zinsmeister-Bericht")


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Im Fall des Ex-Schülers des Aloisiuskollegs (Ako), der schwere Missbrauchsvorwürfe gegen zwei frühere Patres erhebt, hat die Bonner Staatsanwaltschaft frühere Angaben korrigiert: Der Betroffene habe sich seit November 2016 doch mehrfach an Strafverfolgungsbehörden gewandt, so Behördensprecher Sebastian Buß. Erst erstattete der Mann in seiner Heimatstadt Strafanzeige gegen die Jesuitenpatres, die ihn in den Jahren 1980 bis 1983 gemeinschaftlich missbraucht haben sollen. Einen dritten Pater zeigte er wegen gefährlicher Körperverletzung an.

Der Betroffene berichtet dem GA, er habe dem Ako Anfang 2010, als der Missbrauchsskandal ausbrach, die Taten schriftlich mitgeteilt, aber nie eine Antwort erhalten. Ako-Schulleiter Manfred Sieburg erklärt dazu, man wisse nichts davon, dass dieses Schreiben im Ako angekommen sei...



Sonntag, 16. Juli 2017

Bistum Trier / Solothurn: ehemaliger Trierer Priesterseminarist: "Als die Kirche in Erschwil ihre Unschuld verlor"

  • "Priester wegen sexuellem Missbrauch verurteilt – schon im Schwarzbubenland verhielt er sich komisch"
In der römisch-katholischen Kirchgemeinde Erschwil war Ende der 90er-Jahre ein Priester tätig, der später in Deutschland wegen sexuellen Missbrauchs verurteilt wurde. Doch bereits im Schwarzbubenland legte er ein merkwürdiges Verhalten an den Tag. Reinhard Hänggi betont, dass der Kirchgemeinderat damals über allfällige Belästigungen durch den aus dem Saarland stammenden Kaplan nachgeforscht habe. «Heute müsste man auf jeden Fall Ansprechpersonen für sexuelle Übergriffe über das ungewöhnliche Verhalten des Geistlichen informieren», sagt Hansruedi Huber, Kommunikationsverantwortlicher des Bistums Basel. Als sich Ende der 1990er-Jahre die Geschehnisse zutrugen, sei die Sensibilisierung für möglichen Missbrauch aber noch nicht so gross gewesen wie heutzutage. 

  • "Als die Kirche in Erschwil ihre Unschuld verlor"

In der römisch-katholischen Kirchgemeinde Erschwil war Ende der 90er-Jahre ein Priester tätig, der später in Deutschland wegen sexuellen Missbrauchs verurteilt wurde. Bereits im Schwarzbubenland legte er ein merkwürdiges Verhalten an den Tag.


  • "Verurteilter Missbrauchstäter arbeitete in Erschwil als Kaplan"
Laut einem Bericht der «Schweiz am Sonntag» (16. Juli) war ein Priester, der 2002 in Deutschland wegen sexuellen Missbrauchs verurteilt wurde, zuvor in der solothurnischen Pfarrei Erschwil als Kaplan tätig. Der damalige Kirchenratspräsident machte zwar seltsame Beobachtungen, aber nicht mehr. Auch wenn für den damaligen Kaplan von Erschwil für die Zeit in der Schweiz die Unschuldsvermutung gilt, gab es doch Anzeichen von unkorrektem Verhalten. So habe der Priester zugegeben, mit Ministranten von seinem Bett aus fern gesehen zu haben....

Donnerstag, 29. Juni 2017

Bistum Regensburg: Anklage gegen Ex-Pfarrer wegen schweren sexuellen Missbrauchs an Kindern

Die Staatsanwaltschaft Deggendorf hat heute gegen einen 53-jährigen Ex-Pfarrer Anklage erhoben. Ihm werden unter anderem mehrere Sexualdelikte vor allem an Kindern vorgeworfen.

Die Missbrauchstaten wurden im Raum Mainz, in Österreich, Italien, der Schweiz und Polen sowie im Landkreis Deggendorf begangen. Die Auslandstaten konnten schnell aufgeklärt werden. Einzelheiten zu den einzelnen Missbrauchstaten, die rechtlich in einer Vielzahl von Fällen als schwerer sexueller Missbrauch von Kindern zu qualifizieren sind, können aus Opferschutzgründen und mit Rücksicht auf das Persönlichkeitsrecht der zur Tatzeit minderjährigen Geschädigten nicht genannt werden, so die Staatsanwaltschaft.

Wohl vermindert schuldfähig

Der Angeschuldigte hat laut Staatsanwaltschaft nur einzelne, wenige Missbrauchstaten gestanden. Ein forensisch-psychiatrisches Sachverständigengutachten geht derzeit davon aus, dass der 53-Jährige wegen Triebanomalie bei Begehung der Missbrauchstaten vermindert schuldfähig war und von ihm eine Gefahr für die Allgemeinheit ausgeht. Deshalb will die Staatsanwaltschaft seine Unterbringung in einem psychiatrischen Krankenhaus beantragen.

Montag, 26. Juni 2017

Bistum Trier / Bad Godesberg (AKO): Nach Verjährung keine Ermittlungen nach Vergewaltigungsvorwürfen am Bonner Ako

Die Bonner Staatsanwaltschaft wird neue Vergewaltigungsvorwürfe am Bad Godesberger Aloisiuskolleg nicht verfolgen. Zum einen seien die mutmaßlichen Straftaten dreier Jesuitenpatres verjährt. Zum anderen habe der Geschädigte sich bewusst nicht den Strafverfolgungsbehörden gegenüber geäußert. Am Wochenende waren die neuen Vorwürfe gegen die katholische Einrichtung bekannt geworden.

Der mittlerweile 47-jährige betroffene Ex-Schüler hatte sich dem "Eckigen Tisch", einem Verein der Geschädigten des Aloisiuskollegs anvertraut. Er gab an, in den achtziger Jahren von zwei Jesuitenpatres vergewaltigt und von einem dritten schwer misshandelt worden zu sein. Nach Aussage der Staatsanwaltschaft handelt es sich dabei um Fälle, die bisher noch nicht aktenkundig geworden waren. 

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  • "Erneut schwerer Vorwurf gegen Aloisiuskolleg Bonner Schüler von Jesuiten vergewaltigt?" Erneut muss sich die Staatsanwaltschaft mit Missbrauchs-Vorwürfen im Zusammenhang mit dem Bonner Aloisiuskolleg befassen. Wie der Eckige Tisch Bonn auf seiner Homepage mitteilt, hat sich ein ehemaliger Schüler gemeldet, der angibt, während seiner Schulzeit im Aloisiuskolleg zwischen 1980 und 1983 mehrfach Opfer schwerer sexueller Gewalt geworden zu sein. ("ksta.de")


sexueller Missbrauch durch Angehörige der katholischen Kirche: Zweiter Aufarbeitungsversuch des sexuellen Missbrauchs durch katholische Priester gerät ins Stocken




Die Aufarbeitung des sexuellen Missbrauchs durch katholische Priester gerät ins Stocken. Es ist nicht das erste Problem des Projekts.

Eigentlich wollten die Forscher Ende 2017 die Ergebnisse vorlegen – nun wurde die Frist für die Aufarbeitung des sexuellen Missbrauchs innerhalb der katholischen Kirche bis September 2018 verlängert. „Aufgrund des Umfangs und auch der Komplexität ist dieser Schritt notwendig.“, heißt es in einer Mitteilung der Deutschen Bischofskonferenz vom Montag.
Die katholische Kirche hatte sich mit dem Zugang zu den internen Akten, die über den sexuellen Missbrauch „durch katholische Priester, Diakone und männliche Ordensangehörige“ Aufschluss geben sollen, lange schwer getan. Ein erstes Forschungsprojekt mit dem Kriminologen Christian Pfeiffer war gescheitert, weil dieser der Kirche vorwarf, seine Forschung zensieren und kontrollieren zu wollen.

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Freitag, 23. Juni 2017

Bistum Trier / Bad Godesberg (AKO): "Neue Dimension der Vergehen"


Quelle: "www.aloisiuskolleg.de"


  • Neue Missbrauchsvorwürfe an Bonner Jesuitenschule: Erneute Vorwürfe am Aloisiuskolleg in Bonn: Ex-Schüler berichtet laut Agenturbericht von sexuellem Missbrauch zwischen 1980 und 1983 ("wdr.de")
  • Aloisiuskolleg Bad Godesberg: Ex-Patres am Aloisiuskolleg wird Vergewaltigung vorgeworfen ("general-anzeiger-bonn.de")


Bistum Trier / Bad Godesberg (AKO): neue Vorwürfe des schweren sexuellen Missbrauchs durch mehrere Jesuitenpatres

Berlin, 23.06.2017. Beim ECKIGEN TISCH BONN, dem Verein der Geschädigten des Aloisiuskollegs e.V. hat sich ein Betroffener (geboren 1970) gemeldet, der angibt während seiner Schulzeit im Aloisiuskolleg 1980-83 als Kind mehrfach Opfer schweren sexuellen Missbrauchs insb. durch zwei Jesuitenpatres (und gefährlicher Körperverletzung durch einen dritten Pater) geworden zu sein.

Bei den namentlich benannten Missbrauchstätern handelt es sich in der Darstellung zum einen um den ehemaligen Internats- und Schulleiter der wohl in Tatgemeinschaft mit einem anderen Jesuitenpater das Kind nackt fotografierte, bis zur Ohnmacht würgte und inklusive Penetration vergewaltigte habe. Der andere Jesuitenpater zum anderen, der Lehrer am Ako war, sei dabei zugegen gewesen und habe das Kind danach ebenso vergewaltigt.

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Freitag, 16. Juni 2017

Bistum Trier: Verhalten von Bischof Ackermann und seinem Bistum löst bei Gläubigen Entsetzen und Unverständnis aus




"Sie dürfen versichert sein,

dass Herr Bischof und die Personalverantwortlichen des Bistums 
um ihre Verantwortung wissen und sie auch wahrnehmen." (!)

(Zitat aus dem Antwortschreiben des Bistums, Juni 2017)
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Viele Freisener Gläubige fordern mehr Rückendeckung für Pfarrer Hanno Schmitt, der seit den Missbrauchsvorwürfen gegen den ehemaligen Freisener Pfarrer öffentlich angefeindet wird und gar Drohbriefe erhält.

"Doch das Verhalten und das permanente Schweigen des Bistums zu all den Anfeindungen gegen Pastor Schmitt" löse bei vielen Gläubigen Entsetzen und Unverständnis aus. 

Die internen Ermittlungen gegen den ehemaligen Freisener Pfarrer wegen sexuellen Missbrauchs sind nach wie vor nicht abgeschlossen. Auf Nachfrage der Saarbrücker Zeitung heißt es aus der Pressestelle des Bistums Trier: "Die kirchenrechtliche Untersuchung läuft intensiv; wir gehen momentan davon aus, dass sie im Laufe des Sommers zum Abschluss gebracht werden kann."


Freitag, 9. Juni 2017

Bistum Trier / Bistum Würzburg: Diözese Würzburg sah bei Anstellung des ehemaligen Trierer Priesterseminaristen keinen Grund nachzufragen - Anzeige erfolgte erst nach Weitergabe privater Rechercheergebnisse an die Medien

Hätte die Diözese Würzburg schon 2000 bei Anstellung eines Priesters Verdacht schöpfen müssen und wäre so möglicherweise ein Missbrauch 2002 in einer kleinen Rhöngemeinde verhindert worden? Diese Fragen stellen sich viele, nachdem bekannt wurde, dass das Bistum den heutigen Ruhestandspriester wegen sexuellen Missbrauchs angezeigt hat.

Das Bischöfliche Ordinariat Würzburg erfuhr erstmals in den vergangenen Wochen von dem möglichen Missbrauch Anfang der 1990er Jahre. Nach eigenen Recherchen und der Konfrontation des Priesters mit dem Vorwurf erstattete Generalvikar Thomas Keßler schließlich Anzeige.

Donnerstag, 8. Juni 2017

Bistum Trier / Bistum Würzburg: Diözese zeigt Ruhestandspriester wegen sexuellen Missbrauchs an - Beschuldigter Priester stammt aus dem Bistum Trier und wurde bereits verurteilt


Das Bistum Würzburg hat einen 55-jährigen Ruhestandspriester bei der Staatsanwaltschaft wegen sexuellen Missbrauchs eines Minderjährigen angezeigt. Dieser Missbrauch soll Anfang der 1990er Jahre in Österreich passiert sein. Dort war der Priester damals Mitglied einer Ordensgemeinschaft.

Wegen Missbrauchs in den Ruhestand versetzt

Der 55-Jährige stammt nicht aus dem Bistum Würzburg und wurde 1996 in Rumänien zum Priester geweiht. Der Mann lebte in den 1990er Jahren in einer Ordensgemeinschaft in einem österreichischen Kloster. 2000 kam er in das Bistum Würzburg. Der Geistliche war bis 2002 als Pfarradministrator im Bistum Würzburg eingesetzt. Dort kam es 2002 zu sexuellem Missbrauch, den der Priester selbst anzeigte. Der Würzburger Bischof entband ihn daraufhin von seinen Aufgaben. Ein Amtsgericht verurteilte den Priester wegen dieses Tatgeschehens im Jahr 2002 unter anderem zu einer Freiheitsstrafe von zehn Monaten auf Bewährung. Außerdem entschied die römische Glaubenskongregation, dass der Priester nach Abschluss einer Therapie nicht wieder in der ordentlichen Seelsorge eingesetzt wird.

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"Der Anfang liegt im Erzbischöflichen Collegium Marianum in Neuss. Der damalige Direktor sagt, er habe über den Mann ein Gutachten für den Übergang zum Priesterseminar in Trier geschrieben. Es sei nicht gut ausgefallen. Recherchen Heibels zufolge hat dann Mitte der 1980er Jahre der Regens erklärt, dass der Mann aufgrund des Gesamteindrucks seiner Persönlichkeit für das Amt des Priesters nicht geeignet sei. Der so Abgeurteilte ging nach Österreich und wurde dort in einem großen Kloster aufgenommen. Er sei damit seiner Entlassung aus dem Priesterseminar zuvorgekommen, so der Trierer Regens, und: Das Kloster hätte sich nie bei ihm erkundigt, warum der Mann das Seminar vorzeitig verließ."

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Mittwoch, 17. Mai 2017

Bistum Hildesheim: Staatsanwaltschaft Hildesheim kritisiert scharf das Bistum

Transparenz wird zum Dilemma

Die Staatsanwaltschaft Hildesheim hat das Vorpreschen des Bistums wegen eines möglichen Missbrauchfalls an der katholischen Marienschule am Mittwoch scharf kritisiert. Das Bistum hatte gestern unter anderem bekanntgegeben, dass neben den kirchlichen Ermittlungen auch ein Verfahren der Anklagebehörde gegen den unter Verdacht stehenden Lehrer eingeleitet worden sei. Aus Sicht der Staatsanwaltschaft sei es nicht hilfreich für die Ermittlungen, wenn Betroffene und deren Umfeld Kenntnis von einer Strafanzeige hätten, bevor die Polizei zu Vernehmungen vorgeladen habe, sagte die Sprecherin der Hildesheimer Staatsanwaltschaft, Christina Pannek, NDR Kultur.

Doch die Diözese steckt nach der zögerlichen Informationspolitik bei früheren Missbrauchsvorwürfen offenbar in der Klemme. Offenbar wollte das Bistum unbedingt den Eindruck vermeiden, dass man aus früheren Fällen nichts gelernt habe ....

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Dienstag, 16. Mai 2017

Bistum Hildesheim: Prävention auf katholisch - Präventionsbeauftragte nach aktuellem Missbrauchsvorwurf: "Kein Anlass, die Strategie zu überdenken. Wir überprüfen uns sowieso ständig"






"Damit ein Kind nicht zu zehn Erwachsenen gehen muss, bis einer zuhört, sondern vielleicht nur zu drei."
„Wir schulen alle hauptamtlichen Mitarbeiter und alle Ehrenamtlichen, die mit Kindern und Jugendlichen zu tun haben“, erklärt deren Leiterin Jutta Menkhaus-Vollmer. Es gehe vor allem darum, aufzuklären, wo sexueller Missbrauch beginnt, und mehr Sensibilität für das Thema zu schaffen. „Damit ein Kind nicht zu zehn Erwachsenen gehen muss, bis einer zuhört, sondern vielleicht nur zu drei. (...) Auch gelte es, Mitarbeiter sensibler für Anzeichen eines sexuellen Missbrauchs zu machen – sowohl bei Tätern als auch bei Opfern – und sie zu ermuntern, anzusprechen, wenn jemand sich nicht korrekt verhält. Anlass, aufgrund des aktuellen Falles ihre Strategie zu überdenken, sieht sie nicht. „Wir überprüfen uns sowieso ständig.“





Bistum Hildesheim: Stellungnahme des Bistums zu erneutem Missbrauchsvorwurf



"Das Bistum Hildesheim hat gegen einen Lehrer der Hildesheimer Marienschule Strafanzeige gestellt, der sexuelle Übergriffigkeit gegenüber einer jugendlichen Schülerin zugegeben hat.
Der Pädagoge wurde vom Unterricht suspendiert und fristlos entlassen. Außerdem darf er die Schule nicht mehr betreten.
Die Eltern der Schülerin informierten die Schulleitung in der vergangenen Woche über den Missbrauch. Der zuständige Direktor der Hauptabteilung Bildung im Bischöflichen Generalvikariat Hildesheim, PD Dr. Jörg-Dieter Wächter, lud den Lehrer daraufhin unverzüglich vor. Im Gespräch mit Wächter gab der Mann zu, sexuell übergriffig geworden zu sein.
Das Bistum hat der Jugendlichen und ihren Eltern umfassend Hilfe angeboten. Zum Schutz der Persönlichkeitsrechte der Betroffenen wird die Diözese keine weiteren Angaben zu diesem sexuellen Missbrauch machen.
„Dass trotz intensiver Präventionsarbeit eine Jugendliche an der Marienschule Opfer eines sexuellen Missbrauchs geworden ist, schockiert und bestürzt mich“, sagt Bischof Norbert Trelle."

Quelle: "bistum-hildesheim.de" 

Bistum Hildesheim: erneut Missbrauchsvorwurf an katholischer Schule in Hildesheim

Missbrauch an katholischer Schule in Hildesheim?

Die Staatsanwaltschaft Hildesheim hat Ermittlungen wegen eines möglichen Missbrauchsfalls an der katholischen Marienschule in Hildesheim aufgenommen. Es gebe einen Anfangsverdacht des sexuellen Missbrauchs Schutzbefohlener, sagte eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft der "Hildesheimer Allgemeinen Zeitung". Demnach soll sich ein Lehrer an einer Schülerin vergangen haben.

Das Bistum hat den Pädagogen mittlerweile fristlos entlassen und mit einem Hausverbot für die Marienschule belegt. Außerdem wurde Strafanzeige erstattet. Der Mann soll bei einem Gespräch mit dem Bistum bereits eingeräumt haben, "sexuell übergriffig" geworden zu sein. Die Eltern hatten sich in der vergangenen Woche bei der Schulleitung gemeldet, nachdem ihre Tochter sich ihnen offenbart hatte. Bislang unbekannt ist, wie alt das Mädchen ist und ob es sich um einen oder mehrere Vorfälle gehandelt haben soll.

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Lehrer gesteht sexuellen Übergriff
Hildesheim (dpa/lni) - Nach einem mutmaßlichen sexuellen Übergriff an einer Schülerin hat das Bistum Hildesheim einen Lehrer eines katholischen Gymnasiums fristlos entlassen. Das teilte der Sprecher des Bistums, Volker Bauerfeld, am Dienstag mit. «Wir haben Strafanzeige gestellt. Er darf die Schule nicht mehr betreten.» Die Eltern hätten die Schule letzte Woche informiert. Der Mann habe gestanden. «Dass trotz intensiver Präventionsarbeit eine Jugendliche an der Marienschule Opfer eines sexuellen Missbrauchs geworden ist, schockiert und bestürzt mich», sagte Bischof Norbert Trelle. Zunächst hatte die «Hildesheimer Allgemeine Zeitung» berichtet.

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Dienstag, 9. Mai 2017

Bad Godesberg / AKO: nach mutmaßlich erneutem sexuellen Übergriff: "Die Katholische 'Self-Made-Aufarbeitung' ist gescheitert" - Mutmaßlicher Täter verfasste Präventionsleitfaden selbst mit

"... Augenscheinlich haben es der Schulträger, der Jesuitenorden und die Verantwortlichen am AKO, entgegen vollmundiger Bemühungen, wieder nicht vermocht Übergriffe auf Schutzbefohlene von diesen fernzuhalten. Ursachen hierfür sehen wir im Unvermögen/Unwillen, sich einer wirklichen, weltlichen und externen Überprüfung – auch des Ordens – zu unterwerfen und daraus die richtigen Schlüsse für eine sichere Schulumgebung zu ziehen und umzusetzen.
Katholische Self-Made-Aufarbeitung (u.E. ein Widersprich in sich) ist gescheitert. Im vorliegenden Fall hat, unseres Wissens nach, der mutmaßliche Täter den Präventionsleitfaden des AKO mitverfasst, für dessen schnelle Vorlage noch 2010 man sich dort gefeiert hatte
Eine Bigotterie besonderen Ausmaßes sehen wir in dem Umstand, dass, nach den uns vorliegenden Informationen, der beschuldigte Lehrer mehrere Tage vor dem Festakt zur Verabschiedung des Rektors am 27. April 2017 suspendiert wurde. Im Beisein des Bonner Oberbürgermeisters, des Kölner Weihbischofs, des Jesuiten Provinzials, des Paters Klaus Mertes (!) und weiterer ranghoher Jesuiten, Eltern, Lehrern, Schülern, Pressevertretern, etc. und Missbrauchsbetroffener wurde keinerlei öffentlicher Bezug auf den aktuellen Fall hergestellt bzw. dieser bekanntgegeben. Hingegen wurde bei dem Anlass, wie auf der Website des AKO (bis heute ohne Stellungnahme zum neusten Skandal) zu lesen ist: „Besonders seine Bemühungen um die Aufarbeitung des Missbrauchs im Aloisiuskolleg und seine Dialogbereitschaft mit den Betroffenen (…) hervorgehoben. (...)
          zur vollständigen Stellungnahme "Eckiger Tisch Bonn"  
  • Polizei bestätigt Anzeige gegen Lehrer /  Der Betroffenenverein Eckiger Tisch Bonn hat wegen des neuen mutmaßlichen Missbrauchsfalls am Aloisiuskolleg (Ako) in Bad Godesberg den Dialog mit der Schule abgebrochen. Er fordert nun Konsequenzen. ("general-anzeiger-bonn.de")
  • Stellungnahme des AKO: "Zum Schutz der Persönlichkeitsrechte der Betroffenen – und nur deshalb  – haben wir uns entschieden, zu den Hintergründen der Trennung vorerst Stillschweigen zu bewahren." direkt zur Stellungnahme des AKO
  • Erzbistum Köln / Bad Godesberg: sexuelle Übergriffe am AKO nehmen kein Ende - neuer Fall von Missbrauch an katholischer Jesuitenschule / Bad Godesberg: Am Aloisiuskolleg (Ako) in Bad Godesberg hat es Mitte April offenbar einen sexuellen Übergriff durch einen Mitarbeiter gegeben. Wie Dirk Schneemann, Pressesprecher der Bezirksregierung, auf GA-Anfrage bestätigte, habe das Kolleg der Schulaufsicht mitgeteilt, dass sich ein Lehrer einer solchen Tat schuldig gemacht habe. Die Frage, ob das Kolleg Strafanzeige gegen den Mann gestellt habe und weshalb, ließ Siebner unbeantwortet. Nach GA-Informationen soll Mitte April ein Lehrer einer Schülerin gegenüber übergriffig geworden sein. In einem Rundschreiben an die Eltern bittet das Ako zum Schutze der Persönlichkeitsrechte aller dringend um Diskretion. Das Ako ist seit 2010 mit der Aufarbeitung zahlreicher Missbrauchstaten aus Jahrzehnten zuvor beschäftigt. Der Betroffenenverein Eckiger Tisch Bonn erklärt zu dem neuen Tatvorwurf: "Wir fühlen mit den möglichen Opfern von sexueller Gewalt. Wir sind schockiert und fragen uns, wie gerade hier mutmaßlich weitere Menschen geschädigt werden konnten." ("general-anzeiger-bonn.de")

Donnerstag, 4. Mai 2017

Bistum Trier: Ackermann, Bätzing, Marx und der heikle Fall im Bistum Trier









von links nach rechts: Georg Bätzing, ehemaliger Generalvikar im Bistum Trier und heutiger Bischof von Limburg; Stephan Ackermann, "Missbrauchsbeauftragter" der DBK, seit 2009 Bischof von Trier,  und Reinhard Marx, von 2002 - 2009 Bischof von Trier, heute Kardinal von München-Freising, u.a. Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz / (ca)
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Missbrauch in der Kirche: Sein Pfarrer soll ihn missbraucht haben. - Aber er kann es nicht beweisen.
Wie soll die Kirche mit einem mutmaßlichen Täter umgehen, der mehrfach angezeigt, aber nie verurteilt wurde? Der heikle Fall im Bistum Trier.

Im Frühjahr 2006 kauft Michael W. eine Prepaidkarte, um den Priester Otmar M. telefonisch anzuzeigen. W. will unerkannt bleiben, er hat Angst. Was, wenn am Ende Aussage gegen Aussage steht? Wenn sich das Blatt wendet und der Pfarrer ihn wegen Rufmords anzeigt und er, das Opfer, als Täter dasteht? Michael W. wählt die Nummer der Pressestelle des Landeskriminalamtes in Saarbrücken. Am Telefon beschuldigt er Priester Otmar M., ihn seit 1998 mehrfach sexuell belästigt zu haben. Er erzählt seine ganze Geschichte, nennt Orte, Namen, kommt ins Reden – und verplappert sich. Sein Plan, anonym zu bleiben, geht schief. Die Frau am Telefon versichert ihm, die Zuständigen zu informieren. Die Staatsanwaltschaft leitet ein Ermittlungsverfahren gegen Pfarrer M. ein. Wenige Monate später wird das Verfahren wegen Verjährung eingestellt.

Sieben weitere Male ist Pfarrer M. seitdem bei der Staatsanwaltschaft angezeigt worden.  Die Vorwürfe reichen von illegalem Waffenbesitz bis zum schweren sexuellen Missbrauch einer Grundschülerin. Zu einer Anklage ist es nie gekommen. Alle Verfahren wurden inzwischen von der Staatsanwaltschaft Saarbrücken eingestellt – das letzte Anfang April 2017.

Marx hatte von den Ermittlungen gewusst. In einer Sitzung der Personalkommission des Bistums informierte ihn der damalige Missbrauchsbeauftragte des Bistums, Prälat Rainer Scherschel, mündlich über die Einstellung des Verfahrens. In welchem Umfang die Information damals erfolgte und ob der Bischof von der Aussage des Pfarrers gegenüber der Polizei wusste, ist nicht mehr nachzuvollziehen. In einer Stellungnahme des Bistums heißt es heute: "Es trifft zu, dass aufgrund dieser Unterrichtung der Bischof und der Generalvikar weitere Untersuchungen nicht für erforderlich hielten."

2013 war der damalige Trierer Generalvikar Georg Bätzing, der heute Bischof in Limburg ist, verantwortlich.

Das Bistum Trier, das momentan seine kircheninternen Ermittlungen abschließt, will den Fall gegenüber der ZEIT nicht kommentieren. Zu den seit Juli 2016 laufenden Ermittlungen sagt Otmar M.: "Davon weiß ich bisher nur aus dem Fernsehen." Zum fünften Mal wird er verdächtigt, ein Kind sexuell missbraucht zu haben. Alles frei erfunden, erklärt M. ...