Montag, 30. Januar 2017

sexueller Missbrauch durch Angehörige der katholischen Kirche: " Die geistliche Dimension des Verbrechens wurde bislang völlig übersehen"

Wenn Missbrauch in der Kirche stattfinde, komme zum physischen und psychischen Trauma auch ein spirituelles Trauma hinzu, sagte Zollner. "Eine geistliche Person wird mit der Kirche identifiziert. Geschieht durch sie ein Missbrauch, dann steht dahinter noch eine weitere Dimension, denn sie repräsentiert Gott." Opfer von Missbrauch seien in Gefahr einer "spirituellen Verwundung", die den Glauben zerstören könne.  Dies sei vielen in der Kirche nicht klar. "Es gibt keine Theologie angesichts des Missbrauchs", stellte der vatikanische Top-Experte für Kinderschutz fest.

Zollner sprach von einer "besonderen Verantwortung" aller Kirchenmitarbeiter, die als Einzelpersonen wie auch als Institution die Kirche repräsentierten. Von ihnen hänge die Authentizität und Glaubwürdigkeit ab.

Sonntag, 29. Januar 2017

sexueller Missbrauch durch Angehörige der katholischen Kirche: In den deutschen Bistümern gibt es derzeit 27 verschiedene Ordnungen, "von denen nicht einmal klar ist, ob sie in Kraft gesetzt sind" / Akten in Geheimarchiven erschweren weiterhin Aufklärung

Der Kirchenrechtler Nobert Lüdecke hat die Leitlinien aller 27 deutschen Bistümer zum Umgang mit sexuellem Missbrauch unter die Lupe genommen. Dabei kam er zu einem eindeutigen Ergebnis.

Lüdecke erklärte, dass bislang jedes Bistum die von der Deutschen Bischofskonferenz 2013 überarbeiteten Leitlinien zum Umgang mit Missbrauch einzeln in Kraft setzen müsse. Dazu reiche es nicht aus, die Leitlinien nur im kirchlichen Amtsblatt abzudrucken. Bei mehr als der Hälfte der deutschen Diözesen sei zweifelhaft, ob sie geltendes Partikularrecht seien, so der Professor. Er hatte mit seinen Studierenden überprüft, ob Bistümer die Leitlinien einfach übernommen oder eigene Bestimmungen formuliert haben.

Akten im Geheimarchiv

Als problematisch bezeichnete es Lüdecke, dass die Akten von kirchlichen Voruntersuchungen bei Verdacht auf Missbrauchsfälle nach Abschluss des Verfahrens im Geheimarchiv der Diözese verschlossen werden, auf das nur der Bischof zugreifen könne. 

Wenn etwa einem neuen Missbrauchsbeauftragen ein Fall gemeldet werde, könne dieser nicht nachprüfen, ob die Person schon einmal auffällig geworden war.

Die beiden Kirchenrechtler sprachen bei einer "Aktuellen Stunde" der Uni mit der WDR-Journalistin Eva Müller. Sie sagte, dass das Bistum Hildesheim nach einem Film von ihr den Fall des pensionierten Pfarrers Peter R. von einem unabhängigen Gutachter untersuchen lassen wolle.


Mittwoch, 25. Januar 2017

Hans Zollner: "Zu den bittersten Erfahrungen gehören Missbrauchstäter, die nicht einsehen wollen, was sie angerichtet haben."

Täter, die nicht einsehen wollen, was sie angerichtet haben und sich selbst zum Opfer stilisieren

Vor sechs Jahren löste der Jesuitenpater Mertes eine Lawine aus als er über sexuellen Missbrauch an seinem Gymnasium berichtete. Das stürzte die katholische Kirche in eine Krise. Sie  reagierte. Hans Zollner sitzt an einer der Schaltstellen. Er ist Theologe und Psychologe und arbeitet zur Prävention von Missbrauch weltweit. Zu den bittersten Erfahrungen für H. Zollner gehören Missbrauchstäter, die nicht einsehen wollen, was sie angerichtet haben und sich selbst zum Opfer stilisieren.


Innerkirchliche Widerstände gibt es weiterhin

Zollner: "Der Papst fordert Transparenz gegenüber der Öffentlichkeit. Bischöfe, die Missbrauch vertuschen, müssen mit Konsequenzen rechnen. Erst vor wenigen Tagen hat er die Null-Toleranz-Linie noch einmal bestätigt. Das bedeutet in der Praxis: Missbrauchstäter können nicht mehr in den kirchlichen Dienst zurückkehren."

SWP: Sind die Widerstände innerhalb der katholischen Kirche passé?

Zollner:"Eine Abwehr gibt es weiterhin. Da machen wir uns keine Illusionen..."



das vollständige Interview mit Hans Zollner auf "swp.de" lesen



Sonntag, 22. Januar 2017

Vatileaks-Enthüller: "Missbrauch in der Katholischen Kirche ist weiter virulent"


Vatileaks-Enthüller über Kindesmissbrauch in der Kirche: "Der Papst protegiert Vertuscher"

Er enthüllte Finanzskandale im Vatikan und stand dafür vor einem Kirchengericht. In seinem neuen Buch beschreibt Emiliano Fittipaldi, wie Kindesmissbrauch in höchsten Kirchenkreisen vertuscht wird.

Dienstag, 3. Januar 2017

Bistum Osnabrück: Vom Priester missbraucht - Opfer bricht Schweigen

Schwerwiegende Versäumnisse des Bistums in den 90er Jahren

2010 hatte ein Missbrauchsskandal das Bistum Osnabrück beschäftigt: Ein katholischer Priester gestand bei Vernehmungen, Jahrzehnte zuvor Sex mit einer Jugendlichen gehabt zu haben. Zu einem öffentlichen Prozess kam es aber nie. Der Priester wurde 2013 vom Kirchengericht schuldig gesprochen und versetzt. Er darf seitdem weder leitende Aufgaben übernehmen noch in der Kinder-und Jugendseelsorge tätig werden. Nun bricht das Opfer sein Schweigen und es wird klar: Es gab damals, in den 90er-Jahren, Versäumnisse des Bistums ...

Mittwoch, 28. Dezember 2016

Die römisch-katholische Kirche feiert heute das

 "Fest der unschuldigen Kinder".


- no comment.

Freitag, 23. Dezember 2016

Bistum Münster: Neue Ermittlungen gegen Priester aus Lohne

Die Staatsanwaltschaft Oldenburg hat ihr Ermittlungsverfahren gegen einen Priester aus Lohne eingestellt - nun aber ermittelt eine andere Anklagebehörde gegen den Mann. Das teilte die katholische Kirche am Donnerstag mit. Die Staatsanwaltschaft Hannover habe ein abgetrenntes Teil-Verfahren eröffnet. Dabei geht es nach Angaben des Bischöflich Münsterschen Offizialats in Vechta um den Verdacht des Besitzes jugendpornografischer Bilder ...

den vollständigen Artikel auf "ndr.de" lesen


  •  »Wir sind von dieser Entscheidung völlig überrascht worden«, sagte Ludger Heuer, Pressesprecher des Bischöflich Münsterschen Offizialats. Eingestellt worden ist laut Staatsanwaltschaft das Verfahren wegen sexuellen Missbrauchs von Jugendlichen. In einem zweiten Verfahren wegen des Verdachts auf den Besitz jugendpornografischer Schriften werde aber weiter ermittelt. (den vollständigen Artikel auf "kirche-und-leben.de" lesen)

Montag, 19. Dezember 2016

Bistum Würzburg: Vatikan bestätigt Missbrauchsvorwürfe gegen Priester

Im März werden erstmals Missbrauchsvorwürfe gegen einen Priester aus dem Raum Bad Kissingen bekannt, der über Jahre hinweg eine Frau missbraucht haben soll.  

Laut Angaben von Klaus Laubenthal hat er den Priester Ende September 2015 vernommen. Wenige Wochen später, am 11. November 2015 leitete das Bischöfliche Offizialat die kirchenrechtliche Voruntersuchung ein. Ende März 2016 hatte sich der Priester bei den staatlichen Behörden selbst angezeigt (Der Fall wurde als verjährt eingestuft).  Im Mai 2016 hatte Bischof Hofmann dem Geistlichen die Ausübung priesterlicher Dienste untersagt.  Ende September 2016 gingen die Unterlagen der Voruntersuchung an die Glaubenskongregation. Jetzt, im Dezember 2016, wurde das kirchenrechtliche Verfahren in Rom abgeschlossen -  und die Vorwürfe bestätigt.


den vollständigen Artikel auf "mainpost.de" lesen

Freitag, 16. Dezember 2016

Kardinal Müller nennt Vorwürfe mangelnder Missbrauchs-Aufklärung bei Domspatzen ,postfaktisch'

Der frühere Regensburger Bischof Gerhard Ludwig Kardinal Müller hat Vorwürfe zurückgewiesen, die Aufklärung des Missbrauchsskandals bei den Regensburger Domspatzen verhindert zu haben.

Immer wieder wurde Müller vorgeworfen, er habe Fälle von Sexuellem Missbrauch verschleppt. Ein Fall ist auch höchstrichterlich entschieden: Der Missbrauchs-Skandal von Riekofen. Im August 2007 hatte das unglaubliche Martyrium endlich ein Ende: 22 Mal hatte sich, in einem Zeitraum zwischen 2004 bis zu seiner Verhaftung 2007, der damals 39-jährige spätberufene Pfarrer Peter K. an einem zunächst elfjährigen Ministranten sexuell vergangen. Als der Fall ruchbar und K. in Handschellen abgeführt wurde, war das Entsetzen in der Pfarrei riesig: War der Pfarrer ein Pädophiler? Er war einer: „Kernpädophilie“ hatte ihm ein Gutachter attestiert – und das bereits vier Jahre, bevor er dennoch wieder in der Seelsorge eingesetzt wurde – und acht Jahre vor seiner Verhaftung ...



den vollständigen Artikel auf "wochenblatt.de" lesen


  • Kardinal Müller hält Fälle für aufgeklärt: Der ehemalige Regensburger Bischof und jetzige Kurienkardinal Gerhard Ludwig Müller hat den Vorwurf zurückgewiesen, die Aufklärung des Missbrauchsskandals bei den Regensburger Domspatzen verschleppt zu haben. Er habe "den Aufklärungsprozess initiiert" (den vollständigen Artikel auf "br.de" lesen)
  • Mittwoch, 7. Dezember 2016

    Bistum Hildesheim glaubt mutmaßlich Betroffener nicht: "Es kann nicht von einer Plausibilität der Schilderungen ausgegangen werden."


    "Fragen der Plausibilität": Das Bistum Hildesheim hat seinen Umgang mit einem weiteren Missbrauchsvorwurf gegen den früheren Bischof Heinrich Maria Janssen verteidigt. Aktuell wendet sich das Bistum gegen die Darstellung eines von "Focus online" veröffentlichten Fall.












    Bistum Hildesheim: ehemaliger Bischof soll Zweijährige vergewaltigt haben

    Ein zweijähriges Mädchen wird in ein Hinterzimmer gezerrt. Dort wird sie von einem Bischof mutmaßlich vergewaltigt.

    Danach wird das Mädchen zurück in den Hort gebracht. Dort nimmt die Mutter ihr völlig verstörtes und schreiendes Kind wieder in Empfang.

    Dieser Fall soll sich am 20. Juli 1957 in dem Lager für Spätaussiedler aus Pommern abgespielt haben. Das Mädchen ist mittlerweile 61 Jahre alt. Maria S. (Name geändert) meldete sich vor einigen Tagen bei "Focus online"  und berichtete über das, was ihr vor 59 Jahren widerfahren sei.

    Klar ist nur: Ihr Bericht birgt Sprengstoff. Denn der Mann, den sie so schwer belastet, heißt Heinrich Maria Janssen. Er war von 1957 bis 1982 Bischof in Hildesheim, er starb 1988. Er ist Ehrenbürger der Stadt. Im Herbst 2015 wurde bekannt, dass der damalige Bischof in den 60er-Jahren einen Messdiener jahrelang sexuell missbraucht haben soll. Das Opfer bekam eine Entschädigung. Vor wenigen Wochen wurde ein zweiter Vorwurf gegen Janssen öffentlich. Und nun erhebt Maria S. schwerste Vorwürfe gegen den damaligen Bischof.

    Montag, 7. November 2016

    Bistum Hildesheim: Erneut Missbrauchsvorwurf gegen Bischof

    Das Münchner Institut für Praxisforschung und Projektberatung (IPP) untersucht im Auftrag des Bistums Hildesheim die Missbrauchsvorwürfe eines ehemaligen Messdieners gegen den verstorbenen Bischof Heinrich Maria Janssen. Janssen soll Ende der 1950er- bis Anfang der 1960er-Jahre den Jungen regelmäßig sexuell missbraucht haben. 

    Nun hat sich ein mögliches zweites Opfer an die Forscher gewandt. Ein Sprecher des IPP in München bestätigte dem NDR, dass sich ein Mann gemeldet habe, der in dem Fall Angaben machen wolle. Man werde mit dem Mann Gespräche führen. Was der Mann den Gutachtern bei der ersten Kontaktaufnahme gesagt hat, wollte das IPP nicht kommentieren. Die "Hildesheimer Allgemeine Zeitung" berichtet in ihrer Ausgabe vom Montag, dass sich der Mann auch an die Redaktion gewandt habe.

    Laut dem Bericht habe der Mann erklärt, dass er 1965 von dem Bischof unsittlich berührt worden sei. Er habe das als sexuellen Übergriff empfunden. Weiter heißt es, dass der Mann damals Ministrant gewesen sei. Das Bistum Hildesheim wollte sich zu dem neuen Vorwurf nicht äußern.

    den vollständigen Artikel auf "ndr.de" lesen


    Freitag, 14. Oktober 2016

    Bistum Trier: Entpflichtung, Zelebrationsverbot, Bischof Ackermann fordert "Aufarbeitung und Wiedergutmachung" - wegen Ladendiebstahls

    Bischof Stephan Ackermann hat einen Trierer Bistumspriester von seinen Aufgaben entbunden. Der katholische Geistliche war bei einem Ladendiebstahl ertappt worden.

    Wie unserer Zeitung gestern auf Anfrage bestätigt wurde, hat Bischof Stephan Ackermann seinen Mitbruder vor zwei Wochen von seinem Dienst in der Linzer Pfarreiengemeinschaft entpflichtet und ihm zudem verboten, öffentlich als Priester tätig zu werden.

    Was dem 48-Jährigen konkret vorgeworfen wird, ist unklar. Der Bischof schreibt unter Verweis auf ein „staatliches Urteil“, es gehe um den Diebstahl geringwertiger Sachen. Nach Informationen unserer Zeitung soll der Geistliche beim Ladendiebstahl ertappt worden sein.

    Donnerstag, 13. Oktober 2016

    Ein Dokumentarfilm von Patricia Marchart: "Die Kinder lassen grüßen"




    Sie waren Ministranten, Schüler, Schutzbefohlene, Heimkinder und wurden von Priestern und Nonnen sexuell, emotional und körperlich misshandelt.

    "Der ganze Film ist von einer Urkraft getragen, die von den Betroffenen ausging, damit das Schweigen ein Ende hat.

    Vor dem ersten Interview wusste ich nicht, was passieren würde. Die Kamera war unser unabhängiger Beobachter, der alles nach außen transportierte. Ich hatte mir bewusst nichts vorgenommen. Die Betroffenen erzählten ihre Geschichten ganz von selbst. Als ob sie seit Jahrzehnten auf jemanden gewartet hätten, dem sie alles erzählen können. Was ich hörte, war schlimmer, als ich es mir je vorgestellt hatte. Ich bekam kaum Luft, meine Knie zitterten.

    Was diesen Menschen, von Priestern, Nonnen und Angehörigen der katholischen Kirche angetan wurde, kann man mit Worten kaum beschreiben. Das können nur die Menschen selbst erzählen."

    zur Homepage des Films auf "die-kinder-lassen-gruessen.at" (inkl. Trailer)

    Mittwoch, 12. Oktober 2016

    Bistum Regensburg: Vorbestrafter Ex-Priester missbraucht erneut Kind - Mehrere Bistümer hatten in den vergangenen Jahren Warnungen vor dem Mann verschickt - allerdings nicht wegen der Vorstrafe wegen Kindesmissbrauchs (!)

    Mehrere Bistümer hatten in den vergangenen Jahren Warnungen vor dem Mann verschickt

    Ein einschlägig vorbestrafter und aus dem Kirchendienst entlassener katholischer Priester soll im Landkreis Deggendorf erneut ein Kind missbraucht haben. Die Mutter des schulpflichtigen Kindes habe die Taten Ende September angezeigt, der 52-Jährige sei daraufhin festgenommen worden, teilte die Staatsanwaltschaft Deggendorf am Mittwoch mit.

    Mehrere Bistümer hatten in den vergangenen Jahren Warnmeldungen vor dem Mann verschickt. Diese bezogen sich aber nicht auf seine früheren Taten. Der aus dem Raum Mainz stammende Geistliche war 2008 des Klerikerstands enthoben worden. Weil er weiter als Pater aufgetreten sei, hätten mehrere Bistümer Warnmeldungen veröffentlicht, wie die Diözese Regensburg im März 2014.

    Im Oktober 2015 habe die Diözese erneut alle Pfarrämter vor dem im süddeutschen Raum und an der österreichisch-ungarischen Grenze als Priester auftretenden Mann gewarnt. Wie eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft sagte, bezogen sich die Warnungen auf die pastoralen Aktivitäten, nicht auf die Vorstrafe wegen Kindesmissbrauchs.

    Bistum Regensburg: Ex-Priester wegen Verdachts des Kindesmissbrauchs in U-Haft

    Ein aus dem Klerikerstand entlassener ehemaliger Priester sitzt wegen des Verdachts des Kindesmissbrauchs in Untersuchungshaft.

    Gegen den 52jährigen ehemaligen Priester wurde am 26. September auf Antrag der Staatsanwaltschaft Deggendorf durch das Amtsgerichts Deggendorf Haftbefehl wegen des dringenden Tatverdachts des sexuellen Missbrauchs von Kindern erlassen. Er befindet sich seither in Untersuchungshaft.

    Der einschlägig vorbestrafte „Pater“ hatte sich, so der Vorwurf der Staatsanwaltschaft, mit einem offensichtlich gefälschten Priesterausweis und unter Ausnutzung seiner Stellung als angeblicher Priester das Vertrauen eines Gemeindepfarrers sowie strenggläubiger Familien erschlichen und sich mitunter als Opfer eines Justizirrtums und einer Falschbeschuldigung dargestellt.

    den vollständigen Artikel auf "wochenblatt.de" lesen

    Mittwoch, 28. September 2016

    Bistum Trier: Missbrauch durch Pfarrer

    Missbrauch durch Pfarrer: Gemeinde soll Abbitte leisten

    Windesheim. Lange Zeit wurde nur hinter vorgehaltener Hand darüber gesprochen. Doch nachdem sich mindestens eine Person als Missbrauchsopfer des verstorbenen katholischen Priesters Becker offenbart hat, müssen die Gläubigen den  Tatsachen in die Augen schauen.

    In der damaligen katholischen Pfarrei Windesheim, die heute zur Pfarreiengemeinschaft Guldenbachtal gehört, wurden von Pfarrer Becker Ende der 1960er-, Anfang der 1970er-Jahre laut Opferaussagen Kinder und Jugendliche sexuell bedrängt und teils auch missbraucht.

    Von einer eigenen Aufarbeitung vor Ort halten die Unterzeichner nach Beratungen mit dem Bischöflichen Generalvikariat nichts.

    Obwohl die Verantwortlichen in der Pfarreiengemeinschaft wissen, dass das verübte Unrecht nicht wiedergutzumachen ist, wird es am 17. November 2016 einen Versöhnungsgottesdienst um 18.30 Uhr in der Pfarrkirche Windesheim geben, "in dem wir den Betroffenen unsere Anteilnahme versichern und als Gemeinde Abbitte leisten". Zur Gottesdienstvorbereitung sind Interessierte am Dienstag, 25. Oktober, um 20 Uhr ins Pfarrhaus Windesheim eingeladen.

    Im Auftrag des Opfers bestätigte Gabriel Ohler ("Kinderseelen in Not"), dass seitens des Bistums bereits eine finanzielle Entschädigung geflossen sei - ein Schweigegeld. Im Gegenzug wurde vereinbart, über die Geschehnisse öffentlich nicht zu sprechen.

    den vollständigen Artikel auf "rhein-zeitung.de" lesen


    Dienstag, 6. September 2016

    Bistum Münster: Missbrauchsvorwurf - Hausdurchsuchung bei Priester

    Nach den Missbrauchsvorwürfen gegen einen katholischen Priester aus Lohne (Landkreis Vechta) hat die Staatsanwaltschaft das Haus des 73-Jährigen durchsucht. Dabei sei Beweismaterial beschlagnahmt worden, so ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Oldenburg. Der Mann soll Anfang August vier Jugendlichen im Alter von 13 und 14 Jahren pornografische Bilder gezeigt haben. Das Bischöflich Münstersche Offizialat in Vechta hatten den Priester angezeigt, nachdem es Gerüchte und Vorwürfe gegen den Mann gegeben hatte. 

    den vollständigen Artikel auf "ndr.de" lesen




    Bistum Würzburg: Vorwürfe gegen Pfarrer sind verjährt

    Ein viele Jahre lang im Raum Kissingen tätiger Pfarrer braucht nicht zu befürchten, dass er sich wegen sexuellen Missbrauchs vor Gericht verantworten muss.

    Ein viele Jahre lang in einer Pfarrei im Raum Bad Kissingen tätiger katholischer Priester braucht nicht zu befürchten, dass er sich wegen sexuellen Missbrauchs einer jungen Frau vor Gericht verantworten muss. Wie Ursula Haderlein, die Leiterin der Staatsanwaltschaft Schweinfurt, am Montag auf Anfrage bestätigte, sind die Ermittlungen gegen den Ruhestandspfarrer eingestellt.

    Wie jedoch die Kirche mit ihm umgeht, ist noch nicht endgültig bekannt.



    Freitag, 2. September 2016

    Sendehinweis: "Verfehlung" - Ein Film über Schuld und Vertuschung der Kirche

    Freitag, 02.September 2016
    20.15h / ARTE

    Kluger und aufwühlender Film über das heikle Thema Missbrauch in der katholischen Kirche.
     Ein Priester wird des sexuellen Missbrauchs beschuldigt.
    "Verfehlung" ist ein Film über Schuld und Vertuschung in der Kirche