Missbrauchsstudie II ("MHG-Studie")



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H I N W E I S

Unter dem nachfolgenden Link finden Sie die anonymisierte Onlineumfrage:
Forschungsprojekt "Sexueller Missbrauch an Minderjährigen durch katholische Priester, Diakone und männliche Ordensangehörige im Bereich der deutschen Bischofskonferenz"
MHG-Studie
Geben Sie im Eingabefeld die Losung: MHG2016 ein.
Die Umfrage ist bis zum 30.06.2017 freigeschaltet.

Quelle: "Forschungsprojekt Sexueller Missbrauch an Minderjährigen durch katholische Priester, Diakone und männliche Angehörige im Bereich der Deutschen Bischofskonferenz (MHG-Studie)"
  • Nach verheerenden Zwischenergebnissen: Missbrauchsbeauftragter der Bundesregierung fordert mehr Transparenz bei Missbrauchsaufarbeitung: Der Missbrauchsbeauftragte der Bundesregierung, Johannes-Wilhelm Rörig, hat von der katholischen Kirche mehr Transparenz bei der Aufarbeitung sexuellen Missbrauchs gefordert. "Die Kritik der Betroffenen kann ich sehr gut nachvollziehen", sagte er. "Außerdem ist Transparenz das A und O", ergänzte Rörig gegenüber der "Passauer Neuen Presse" nach der Veröffentlichung erster Forschungsergebnisse zu Ursachen und Ausmaß der Missbrauchsfälle in der katholischen Kirche. Die Aufarbeitung müsse mit so vielen Details wie möglich erfolgen. "Dafür ist auch die Nennung von Namen erforderlich, und zwar nicht nur der Täternamen. Es müssen auch diejenigen in den Blick genommen werden, die Täter geschützt haben", forderte Rörig.("MissBiT")

  • "Wer schützte die Täter?" - Die Forscher, die nun Interviews mit Betroffenen führen und Informationen der Kirche auswerten, mussten ihre Methodik mehrfach verändern, weil sich herausstellte, dass die Personalakten der Bistümer nicht sehr aussagekräftig sind. „In vielen Fällen finden sich überhaupt keine Spuren in den Akten“, sagt Harald Dreßing – weil Dokumente aus Datenschutzgründen vernichtet, Hinweise absichtlich vertuscht wurden oder weil sich Kinder nicht trauten, über das zu sprechen, was ihnen angetan wurde. Umso mehr sind die Forscher darauf angewiesen, dass sich viele Betroffene melden und über ihre Erfahrungen sprechen. Sie können seit Kurzem anonym an einer Online-Umfrage teilnehmen. „Nur die Betroffenen kennen die Wahrheit“, sagt Dreßing. (tagesspiegel.de)

  • "Kirchliche Missbrauchsstudie: Priester, 39, psychisch labil, sucht Zwölfjährigen - Es war still geworden um die katholischen Missbrauchsaufklärer. Jetzt legen sie einen Zwischenbericht vor - er zeigt, wie skrupellos und gewaltbereit sich Sexualstraftäter im Pfarrhaus gebärden. Gegenstand der Analyse waren aber nicht etwa kircheninterne, lang verschlossene Informationen, sondern 40 allgemein zugängliche internationale Studien über Missbrauch in der katholischen Kirche sowie 13 weltlichen Institutionen.  Skepsis ist angebracht, denn: In vier von zehn Studien zu kircheninternem Missbrauch wurden Befragungsmethoden eingesetzt, die sozialwissenschaftlich nicht anerkannt sind. Auch die Zahl der strukturierten klinischen Interviews ist verschwindend gering. Psychiatrisch-psychologische Erhebungen wurden in nur zehn Prozent der Untersuchungen durchgeführt. Doch Pfeiffer bezweifelt noch heute, ob es den beteiligten Wissenschaftlern gelingen kann, aussagekräftige Daten aus den Archiven aller Diözesen zu beschaffen. "Dieser Zwischenbericht ist doch nur ein Vorspiel", kritisiert er. "Die Macher wollen professionelle Tüchtigkeit demonstrieren. Es ist eine Fleißarbeit, die keine der zentrale Fragen beantwortet." ("spiegel.de")

  • "Es hört nicht irgendwann auf, wie mancher Kirchenverantwortliche gedacht haben mag. Hier taucht ein neuer Fall auf, dort gibt es neue Erkenntnisse zu einem alten. In Hildesheim weiß man nun, dass jener Priester, der für viele sexuelle Übergriffe am Berliner Canisius-Kolleg verantwortlich ist, auch zwei Frauen missbraucht hat. In Trier steht der Vorwurf im Raum, das Bistum hätte bei einem jetzt suspendierten Priester schon 2006 handeln müssen; damals war Reinhard Marx Bischof, der heutige Münchner Kardinal und Vorsitzende der Bischofskonferenz."("sueddeutsche.de")

  • "Was bisher aus der Metaanalyse bekannt ist, gibt bereits einen Blick in den Abgrund frei: Unter 328 Tätern machten die Forscher 97 Mal emotionale und sexuelle Unreife aus, 71 Mal Persönlichkeitsstörungen und 58 Mal Merkmale von Pädophilie. ("taz.de")

  • "SWR-Redakteurin Vanja Weingart hat mit Professor Harald Dreßing vom ZI gesprochen:Ein Drittel sind schwere Sexualdelikte" ("swr.de")

  • "Sexuell unreif, pädophil, Persönlichkeit gestört: Wissenschaftler unter anderem aus Mannheim suchen in einem Forschungsprojekt nach Ursachen der vielen Missbrauchsfälle in der katholischen Kirche. Erste Ergebnisse sind erschütternd. "(swr.de)

  • "Kirche wendet eher Geld für Anwälte auf: Matthias Katsch glaubt hingegen nicht, dass die Kirche aus den Missbrauchsfällen gelernt hat. "Die nichtlebbaren Vorschriften zur Sexualität von Priestern und Laien erzeugen ein permanente Doppelmoral", sagt er. Und bisher wende die Kirche noch mehr Geld für Anwälte und PR auf als für Missbrauchsopfer. Weiterhin ist es für die Betroffenen absolut inakzeptabel, dass Bischöfe und kirchliche Vorgesetzte, die Missbrauchstaten unter der Decke gehalten und Täter geschützt haben, nicht genannt werden sollen", sagt Matthias Katsch" ("t-online.de")

  • "Die Zahl wird fast täglich größer: Knapp 1700 Personen haben inzwischen bei der Katholischen Kirche in Deutschland beantragt, als Opfer sexuellen Missbrauch durch Priester oder andere Kirchenmitarbeiter anerkannt und dafür finanziell entschädigt zu werden. - Der Trierer Bischof Stephan Ackermann, Beauftragter der DBK für Fragen sexuellen Missbrauchs, beteuert, es gebe „keine Anhaltspunkte für die mengenweise Vernichtung von Akten“ in kirchlichen Einrichtungen. Unklar ist aber, wie viele Vergehen erst gar nicht in die Priesterakten aufgenommen wurden. Hinzu kommt: Nicht alle Staatsanwälte rücken die Akten heraus." ("derwesten.de")

  • "Oft gebe es in den Personalakten aber keine Hinweise auf sexuelle Übergriffe, sagt Bischof Stephan Ackermann, Beauftragter der Bischofskonferenz für Fragen sexuellen Missbrauchs. Aktenvernichtung in größerem Stil habe es dabei nicht gegeben. Im Rückblick liegt das Versagen wohl eher am Desinteresse der Kirche, genau hinzuschauen. Es habe Fälle gegeben, bei denen die Staatsanwaltschaft bei Missbrauchsvorwürfen gegen Geistliche ermittelte, die Kirche aber keinen eigenen Prozess anstrengte, sagt Ackerman." ("sz-online.de")

  • "Studie zu sexuellem Missbrauch: Erschreckende Analyse der katholischen Kirche offenbart einen Blick in den Abgrund" ("focus.de")

  • "Missbrauch in der Kirche: Priester und Gemeindepfarrer sind Täter: Eines machen die Wissenschaftler von Anfang an klar: Eine umfassende und strengen wissenschaftlichen Standards genügende quantitative Vollerhebung des sexuellen Missbrauchs in der katholischen Kirche sei nicht möglich. Der Hauptgrund: sowohl die kirchlichen Personalakten als auch die Strafrechtsakten könnten nur einen Bruchteil der tatsächlich begangenen Delikte abbilden." ("fr-online.de")

  • "Die meisten Opfer sind Jungen: Ein Forschungsprojekt zu sexuellem Missbrauch in der katholischen Kirche liefert erste Ergebnisse. Bei einem Drittel der Taten liegt demzufolge eine „erhebliche Schwere“ vor." ("faz.net")

  • "Die meisten Missbrauchsopfer sind männlich: In aufwendigen Studien untersuchen Wissenschaftler den sexuellen Missbrauch in der katholischen Kirche. Jetzt gibt es Ergebnisse einer Teilstudie über Täter und Opfer." ("zeit.de")